Informative Fahrt durch die Samtgemeinde / Jürgen Lübbers als Reiseleiter

Staunende Senioren: „Hier hat sich einiges getan“

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Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Heidemarie Albers, und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers landeten einen Volltreffer.

Barnstorf - „Hier hat sich ja wirklich einiges getan. Toll!“, war anerkennend von den hinteren Plätzen des Busses zu vernehmen, der mit 48 Passagieren an Bord auf einer Rundfahrt durch die Samtgemeinde Barnstorf unterwegs war. Zu diesem informativen Ausflug hatte der Seniorenbeirat mit Heidemarie Albers an der Spitze eingeladen.

Als versierter Reiseleiter betätigte sich Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, der diese von ihm ausgearbeitete Tour für die schon etwas „reifere Jugend“ angeregt hatte und damit gemeinsam mit dem Seniorenbeirat einen Volltreffer landete. Er würdigte die tolle Arbeit des Seniorenbeirates, bevor er unterwegs näher auf die Entwicklung in den vier Mitgliedsgemeinden einging.

„Wir leben hier doch eigentlich ganz gut,“ stellte dann auch eine Seniorin in Anbetracht des vielfältigen Angebots für alle Bürger und ganz besonders auch für ihre Generation fest. Sie staunte während der Fahrt auch über die Entwicklung im Wohnungsbau, die Erweiterung von Gewerbegebieten und die vielfältigen Bemühungen in Sachen Tourismus, der für die Samtgemeinde immer größere Bedeutung gewinnt.

Über Bockstedt und Heiligenloh ging es Richtung Drentwede. „Wir haben nicht gedacht, dass wir das noch erleben“, konstatierte eine Mitfahrerin, als Jürgen Lübbers mitteilte, dass der Landkreis Diepholz die Kreisstraße zwischen Heiligenloh und Drentwede erneuern und mit markierten Spuren für Radfahrer versehen will. „Die Samtgemeinde hat lange dafür gekämpft“, so Lübbers.

Auf der Route lag das wohl älteste Anwesen in der Samtgemeinde, das Gut Adelhorn in Drentwede, das erst jüngst mit mehreren tausend Besuchern seinen 750. Geburtstag feierte. Nur wenige Kilometer entfernt kam die für die Region so wichtige Wintershall ins Spiel. Das Unternehmen will in Bockstedt bei einem Test herausfinden, wie sich scheinbar leer geförderte Öllagerstätten doch noch ausbeuten lassen.

Stichwort Energie: Bei ihrer Rundreise erfuhren die Senioren auch, dass in der Samtgemeinde aktuell zehn Biogasanlagen betrieben werden, sich hier bereits 21 Windräder drehen und zwischen Düste und Dreeke ein weiterer Windpark mit etwa zehn Anlagen errichtet werden soll.

Lübbers beklagte, dass die Bahn ihr Gelände in Drentwede stark vernachlässige, die ehemalige Bäckerei Meyer in Cornau ein Schandfleck darstelle. Erfreulich hingegen: In der neuen Senioren-Wohngemeinschaft in Drentwede seien bereits alle Plätze belegt, der neue Kanu-Verleih in Barnstorf werde gut angenommen und der kleine Ort Schmolte habe einiges zu bieten wie etwa einen Fußball-Golfplatz sowie Wild- und Wurstspezialitäten. Anerkennung fand auch das Kriegerdenkmal in Wohlstreck, das von den Bürgern neu gestaltet wurde. Ein Vorzeige-Projekt auf der Tour war der Hülsmeyer-Park in Eydelstedt. Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände haben sich seit der Schließung der Kaserne im Jahr 2005 mehr als zehn Firmen mit etwa 300 Beschäftigten angesiedelt.

Der Reiseleiter beschäftigte sich auch mit der Situation von Schulen und Kindergärten. Er beleuchtete den Sanierungsbereich Friedrich-Plate-Straße/Bahnhofstraße und den „neuen Ortsteil“ an der Dr.-Rudolf-Dunger-Straße mit Seniorenresidenz und Mehrgenerationenhaus. Die gute Nachricht für Häuslebauer: In der Samtgemeinde könnten noch etwa 70 Bauplätze – allein 40 im Hunte-Flecken selbst – vorgehalten werden.

Zum Abschluss der gut eineinhalbstündigen Rundfahrt kehrte die Gruppe im BUEZ-Café ein. Dr. Oliver Nixdorf kutschierte die Gäste mit der Moorbahn über das weitläufige Gelände und informierte über die Arbeit dieser über die Grenzen Barnstorfs hinaus bekannten und geschätzten Einrichtung. Bei Kaffee und Kuchen, spendiert vom Seniorenbeirat, bedankte sich Albers bei Reiseführer Lübbers für diesen wunderbaren von der Samtgemeinde gesponserten Ausflug.

„Reisen bildet!“ soll schon Goethe gesagt haben. Die Teilnehmer haben jedenfalls viel Neues über „ihre“ Samtgemeinde erfahren. Weil diese Seniorenfahrt im Nu ausgebucht war, wird es am 30. Juni noch eine zweite geben. Die Plätze sind bereits vergeben. Dass diese Informationsfahrten zur Tradition werden, ist nach dem großen Interesse schon jetzt so sicher wie das Amen in der Kirche. Vielleicht sollten die Verantwortlichen dann auch Jugendlichen die Möglichkeit geben, daran teilzunehmen. Das könnte doch ganz spannend werden.

rdu

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