Sulingerin Marina Franz seit November neue Leiterin der Kindertagesstätte in Dörpel

„Ich stelle mich neuen Herausforderungen“

Marina Franz (Mitte hinten) fühle sich in der Kindertagesstätte in Dörpel wohl und stehe selbst nicht gern im Mittelpunk. Sie sei von den Kindern und ihren Kollegen gut aufgenommen worden. Foto: Ripking

Dörpel - Von Jannick Ripking. Als die Anfrage kam, musste Marina Franz nicht lange überlegen. „Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen“, stellt die Sulingerin klar. Ihre neue Herausforderung ist seit dem 1. November die Leitung der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte in Dörpel.

„Natürlich haben meine Familie und ich uns die Frage gestellt: ,Wuppen wir das?‘. Wir waren uns aber schnell einig, dass wir das schaffen“, ist sich die Mutter von drei Kindern sicher.

Eher zufällig sei sie die neue Leiterin der Kita geworden: „Ich wurde vom Kirchenamt angefragt, ob ich die freie Stelle übernehmen will.“ Jetzt freue sie sich auf eine „wertvolle und fachlich gute Zusammenarbeit mit meinen neuen Kollegen und den verschiedenen Institutionen. Durch ihre über 20-jährige Erfahrung fühle sich die gelernte Heilpädagogin mit Schwerpunkt auf Motopädie (Bewegungserziehung) gut auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet: „Ich hatte immer mit Kindern mit besonderem Förderungsbedarf zu tun.“

Auch als Leiterin in Dörpel sieht sie den pädagogischen Auftrag der Einrichtung und ihrer Mitarbeiter im Vordergrund. „Ich werde mein Bestes tun, damit sich die Kinder hier in ihrer Entwicklung entfalten können“, verspricht die 40-Jährige. Auch aus diesem Grund sei die Kita auf Inklusion ausgerichtet. Die Regelgruppe und die Integrationsgruppe machen vieles gemeinsam. Momentan sind vier Kinder mit besonderem Förderbedarf in Dörpel und werden laut Franz immer gut eingebunden: „Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl und gut integriert.“

Hervorzuheben sei die gute Vernetzung zwischen dem Träger, der Kirche, anderen Einrichtungen und den sechs Mitarbeiterinnen der Kita. Die Kinder fahren regelmäßig zum Turnen in die Sporthalle der Grundschule Barnstorf oder besuchen zum Beispiel einmal im Monat ein Seniorenheim, um mit den Bewohnern zu singen und zu spielen. Diese Kooperation sei „für beide Seiten supergut“.

Mit der räumlichen Situation ist Franz indes nicht zufrieden. „Das Gebäude ist ziemlich alt, die Räume sind zu klein und es fehlt ein Mitarbeiterraum für Elterngespräche“, sagt sie. Auch die morgendlichen Andachten müssen auf dem Flur stattfinden, der in ihren Augen zu eng sei. Nichtsdestotrotz kämen die Kinder Tag für Tag gerne in die Kita, weil in Dörpel einfach eine tolle Atmosphäre mit aufgeschlossenen Eltern herrsche. „Trotzdem warten alle auf eine neue Einrichtung für unseren Kindergarten“, verrät Franz.

Der Berufsalltag von Marina Franz hat sich verändert. „Ich habe durch meine neue Aufgabe weniger Kontakt zu den Kindern. Dafür ist die Arbeit jetzt sehr abwechslungsreich“, sagt sie. „Jeder Tag fühlt sich anders an, das ist spannend.“ Manchmal merke sie selbst, dass ihr an mancher Stelle noch die nötige Erfahrung fehlt. An anderen Tagen „habe ich das Gefühl, dass ich schon viel länger als einen Monat hier bin.“ Das liege unter anderem auch am hilfsbereiten und engagierten Team um sie herum.

Insgesamt ist sich Franz sicher: „Um etwas Neues zu machen, muss man vom Alten Abschied nehmen. Das ist nicht immer leicht, aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung war, die Leitung der Kita zu übernehmen. Das ist ein guter Weg für mich – und auch für meine Familie.“

Sie könne sich auch gut vorstellen, dass sie den abwechslungsreichen Posten als Leitung der Kita in Dörpel langfristig besetzt.

Nicht zuletzt, weil sie sich in ihrem neuen Job, wie sie selbst betont, immer besser zurechtfindet und darin aufblüht.

Kita Dörpel:

Die evangelisch-lutherische integrative Kindertagesstätte Dörpel bietet ein Betreuungsangebot für eine altersübergreifende Regelgruppe und eine altersübergreifende Integrationsgruppe. In der Regelgruppe sind zurzeit 24 Kinder und in der Integrationsgruppe 18 Kinder angemeldet. Als Schwerpunkt der Kita gelte eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um eine transparente und offene Grundlage für Vertrauen zu schaffen. Zusätzlich finden in der Grundschul-Sporthalle Turnangebote statt. Ein weiterer fester Bestandteil sei das Angebot der musikalischen Früherziehung mit der Kreismusikschule Diepholz. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Schulen, der Samtgemeinde, Ärzten, der Kirchengemeinde sowie den Fachdiensten Jugend und Soziales des Landkreises Diepholz sei selbstverständlich.

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