Rockstock präsentiert Song zum Saisonstart 

Hymne für die Handballer: „Gemeinsam sind wir stark“

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Seit ihrem Revival vor drei Jahren trifft sich die Barnstorfer Band Rockstock wieder regelmäßig zum Abrocken (von links): Benjamin Bauer, Sasa Krec, Arndt Hünniger, Kai Ellebrecht und Sinisa Krec. Auf dem Foto fehlt Michael Sczesny.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Es ist schon ein paar Jahre her, als die Band Rockstock ihren letzten Song geschrieben hat. Doch jetzt bringen die Musiker ein neues Stück heraus. Es trägt den Titel „Gemeinsam sind wir stark“ und ist ein Jubiläumsgeschenk für die Handballspielgemeinschaft (HSG) Barnstorf-Diepholz, die ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden soll die Hymne zum Saisonauftakt der Oberliga-Mannschaft am 31. August.

Ideengeber der Aktion ist Bandmitglied Sinisa Krec, der in Handballkreisen gerne mal als „lautester Fan“ bezeichnet wird. Auf den Mund gefallen ist der Barnstorfer in der Tat nicht. Er steht zu dem Verein und hat den Verantwortlichen vorgeschlagen, dass es doch eine gute Sache wäre, wenn die Handballer und ihr Publikum eine eigene Stadionhymne hätten. „Das Kompetenzteam war sofort Feuer und Flamme“, erzählt der Gitarrist.

Den Text hat Sinisa Krec mit seinem jüngeren Bruder Sasa, zugleich Sänger der Barnstorfer Rockgruppe, geschrieben. Für das komplette Arrangement zeichnet Bandmitglied Benjamin Bauer verantwortlich. Er hat das Stück in seinem kleinen, aber feinen Heimstudio eingespielt und abgemischt. „Drei Nächte saß ich dran“, verrät der vielseitige Musiker beim jüngsten Übungsabend im Hülsmeyer-Park in Eydelstedt. Der Proberaum befindet sich im Obergeschoss eines ehemaligen, inzwischen leer stehenden Staffelgebäudes. Einige Relikte erinnern noch an die Bundeswehr-Zeit, aber Befehl und Gehorsam gehören der Vergangenheit an. Jetzt regiert die Rockmusik. Das ist die große Leidenschaft der Bandmitglieder, die zur Jahrhundertwende zusammengefunden haben. Nach sieben Jahren sind sie dann getrennte Wege gegangen.

Feinschliff am Computer: Bandmitglied Benjamin Bauer hat den Song in seinem kleinen, aber feinen Heimstudio abgemischt.

Ihr Revival hat die Gruppe im Sommer 2015 gefeiert. Anlass war das 40-jährige Bestehen des Jugendzentrums Barnstorf. „Dort sind wir groß geworden“, erinnert sich Sinisa Krec an seine Jugendzeit. Der spontane Auftritt in den Kellerräumen, wo sie schon damals Musik gemacht hatten, inspiriert durch den früheren Diakon Lutz Dreyer, bereitete den Männern so viel Spaß, dass sie sich sagten: „Wir machen weiter!“.

Aus der Gründungszeit sind heute noch Sinisa und Sasa Krec, Benjamin Bauer und Kai Ellebrecht dabei. Neu hinzugestoßen sind Arndt Hünniger und Michael Sczesny. Ihre Vorliebe sind die Klassiker der Rockgeschichte, zum Beispiel Songs von AC/DC, Guns n’ Roses, Bon Jovi oder Nirvana. Aber auch neue Werke, etwa von Kings of Leon, gehören zum Repertoire. Und manchmal holt die Band auch eigene Stücke aus der Mottenkiste.

Die Musiker treffen sich einmal pro Woche. Jeden Mittwochabend wird im Proberaum abgerockt. „Der Mittwoch ist der kleine Samstag“, sagt Bassist Kai Ellebrecht schmunzelnd. „Das stimmt“, bestätigen seine Bandkollegen. Die gemeinsamen Abende seien eine willkommene Abwechslung zum stressigen Alltag. Abschalten, quatschen und rocken. Dabei wird gerne ein Bierchen getrunken oder im Sommer auch gegrillt.

Was die Auftritte betrifft, ist die Band nicht mehr so aktiv wie in den Anfangsjahren. „Früher haben wir alles gespielt, was uns angeboten wurde“, erinnert sich Sinisa Krec. Inzwischen werden etwas andere Prioritäten gesetzt. Schließlich gibt es berufliche und auch familiäre Verpflichtungen. Die Gastspiele konzentrieren sich auf private Feiern. Die Gage ist dann fast nebensächlich. Wichtig ist, dass es Spaß macht.

Nun fiebert Rockstock der Premiere des HSG-Songs entgegen. Beim Heimspiel gegen den SV Beckdorf am Freitag, 31. August, ab 20 Uhr in der Mühlenkamphalle in Diepholz soll die Hymne erstmals live erklingen. Die Melodie bleibt bis dahin ein Geheimnis. Aber den eingängigen Refrain können sich die Fans jetzt schon einprägen, um ihn dann in Zukunft lauthals mitsingen zu können: „Oh, oh, ohe, HSG Olé, wir werden immer hinter der Mannschaft stehen. Oh, oh, ohe, HSG Olé, zusammen werden wir nie untergehen“.

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