Fördergemeinschaft richtet nun doch die Barnstorfer Weihnacht aus

Hüttenstadt vor dem Rathaus

Heiße Stärkung: Beim Ausschank von Glühwein will auch Hotelier Rudolf Roshop wieder anpacken. Foto: Speckmann

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Vor einem halben Jahr sah es noch ziemlich finster um die Zukunft der Barnstorfer Weihnacht aus. Die Fördergemeinschaft hatte angekündigt, dass sie sich aus der Organisation der Traditionsveranstaltung zurückziehen wolle. Doch inzwischen haben die Geschäftsleute die Rolle rückwärts gemacht, sodass sich die Menschen jetzt auf einen, wenn auch vielleicht in etwas kleinerer Form stattfindenden Markt am 1. Advent auf dem Barnstorfer Rathausplatz freuen dürfen.

„Aufgrund personeller Engpässe hatten wir bei unserem Informationsabend im Mai versucht, einen neuen Veranstalter für diese traditionelle Veranstaltung zu gewinnen. Leider ohne Erfolg. Allerdings haben wir sehr viel Zuspruch erhalten, erneut die Planung, Organisation und Umsetzung für die Barnstorfer Weihnacht in die Hand zu nehmen“, berichtet Vorstandsmitglied Rouven Barmbold.

Mit der detaillierten Planung hat sich ein eigens einberufener Arbeitskreis in seiner ersten Sitzung am Montagabend im „Schröders“ beschäftigt. Neben Mitgliedern der Fördergemeinschaft sitzen hier auch Vertreter aus Vereinswelt und Gastronomie am Tisch. Sie wollen gemeinsam dafür sorgen, dass die Besucher bei dem weihnachtlichen Trubel am Sonnabend und Sonntag, 30. November und 1. Dezember, ihren Spaß haben.

„Grundsätzlich wollen wir an das Rahmenprogramm aus den Vorjahren anknüpfen. Es wird also eine Hüttenstadt rund um den Rathausbrunnen, einige gewerbliche Aussteller und ein beheiztes Zelt für die Weihnachtssause geben“, kündigt Barmbold an. Allerdings werde die Fördergemeinschaft – wie auch schon bei den Kartoffeltagen im September dieses Jahres – auf einen klassischen Festwirt verzichten müssen.

Das Fehlen eines Festwirtes war ein Hauptgrund dafür, dass der Vorstand den Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr spontan abgeblasen hatte. Die kurzfristige Absage der Wirtin brachte das Fass damals zum Überlaufen, denn die Fördergemeinschaft hatte ohnehin schon mit Personalsorgen zu kämpfen. Für einen weiteren Dämpfer sorgte die Organisatorin des Adventsbasars, die sich aufgrund mangelnder Aussteller ebenfalls kurzfristig aus dem Geschehen zurückzog.

Einen Basar im Rathaussaal werde es auch in diesem Jahr nicht geben, so Barmbold weiter. Um ein solches Angebot zu organisieren, würden der Fördergemeinschaft schlichtweg das Personal und auch die Kontakte zu potenziellen Kunsthandwerkern fehlen. Interessierte Hobbybastler hätten aber die Gelegenheit, weihnachtliche Dekorationen und sonstigen Schmuck in der Hüttenstadt anzubieten.

„Wir freuen uns über jeden Interessierten, der sich an dem Markt beteiligen oder diesen im Vorfeld mitgestalten möchte“, erklärt der Vorstandsvertreter. Mehrere Vereine hätten bereits in den vergangenen Wochen ihr Interesse signalisiert, darunter die Schwimmgemeinschaft Barnstorf, der Schützenverein Barnstorf und der Barnstorfer Sportverein. Sie wollen mit dem Verkauf von Getränken und Gebäck ihre Kasse aufbessern und nebenbei Werbung in eigener Sache machen.

Mehrere Gewerbetreibende und Gastronomen bieten Stärkungen in fester und flüssiger Form an. Den musikalischen Rahmen gestalten der Posaunenchor der Kirchengemeinde St. Veit, der Kinderchor der Grundschule Barnstorf-Drentwede und nicht zuletzt Rita Promann mit ihrer Drehorgel. Der Weihnachtsmann und seine beiden Elfen wollen an beiden Tagen die Kinderherzen höherschlagen lassen.

Die Fördergemeinschaft hofft, dass sich in den nächsten Tagen noch weitere Aussteller und Helfer melden, die zum Gelingen der Barnstorfer Weihnacht beitragen möchten. Die weitere Planung wird im Arbeitskreis besprochen. „Unser Ziel ist es, eine heimelige Atmosphäre rund ums Rathaus zu schaffen und den Besuchern ein schönes erstes Advents-Wochenende zu bescheren“, so der Vorstand.

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