Flüchtlinge sollten einziehen

Unbekannte fluten Gasthaus - Polizei sucht dringend Zeugen

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Von Unbekannten geflutet: Das ehemalige Gasthaus „Klopsch“ an der B51 zwischen Drentwede und Barnstorf, das als Flüchtlingsunterkunft dienen sollte.

Barnstorf/Drentwede - Es sollte als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden – doch das ist jetzt unmöglich: Unbekannte haben das ehemalige Gasthaus „Klopsch“ an der B51 geflutet und hohen Schaden angerichtet. Die Polizei (Telefon 05441/9710) sucht dringend nach Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können oder ein auffälliges Fahrzeug in Tatortnähe gesehen haben.

Dem Bericht der Beamten zufolge hatten sich die Täter in der Zeit von Donnerstag, 2 Uhr, bis Montag, 11.05 Uhr, Zutritt zu der ehemaligen Gaststätte „Klopsch“ verschafft. In dem Gebäude öffneten sie demnach einen Wasserhahn in der Küche im ersten Obergeschoss und entfernten ein Abflussrohr. „Durch das auslaufende Wasser wurden auch im Erdgeschoss sämtliche Räume erheblich beschädigt. Es entstand ein hoher Sachschaden“, heißt es im Polizeibericht.

Für die Samtgemeinde Barnstorf ist der Wasserschaden im ehemaligen Gasthaus ein schwerer Schlag. Sie gerät bei der Suche nach Unterkünften für die Flüchtlinge weiter unter Druck. Ihr neues Kontingent umfasst 266 Personen und muss bis Ende März erfüllt werden. Aktuell muss sie 101 Personen aufnehmen, um die Quote zu bedienen. Deshalb will die Samtgemeinde das Gasthaus über die Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Barnstorf (PEB), ihre Tochtergesellschaft, kaufen. Ob und wann das Haus als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann, ist nach dem Überflutungs-Anschlag unklar.

Brand-Anschlag im November

Einen Brand-Anschlag auf eine Unterkunft für Asylbewerber hatte es in Barnstorf bereits am 19. November gegeben. Damals hatte ein Unbekannter Feuer gelegt. Wie Einsatzkräfte der Feuerwehr Barnstorf damals mitteilten, war unter einer Eingangstür eines Anbaus ein brennendes Kleidungsstück gefunden worden. In dem Haus wohnten zehn Asylbewerber unterschiedlicher Nationalitäten. Die Bewohner des Hauses konnten den Brand eigenständig löschen. Niemand wurde verletzt, auch nennenswerten Sachschaden gab es nicht.

Ob die beiden Taten in einem Zusammenhang stehen, ist unklar. Im November hatte der Staatsschutz der Polizeiinspektion Diepholz die Ermittlungen aufgenommen.

sdl

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