Thomas Bode setzt auf regionale Ware

Hintergründe des Hofladens

Thomas Bode eröffnete einen Hofladen in Drentwede, in dem er eigene und regionale Waren anbietet.
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Thomas Bode eröffnete einen Hofladen in Drentwede, in dem er eigene und regionale Waren anbietet.

Drentwede – Von außen betrachtet, sieht der Selbstbedienungs-Hofladen von Thomas Bode in Drentwede wie ein gewöhnliches Gartenhäuschen aus. „Doch auf den Inhalt kommt es an“, weiß der 26-Jährige und spricht über seine Beweggründe für die Eröffnung und die Philosophie, die hinter dem Angebot stecken.

„Der kleine Hofladen läuft über eine Vertrauensbasis zu den Kunden. Sie nehmen sich, was sie brauchen und legen das Geld eigenständig in die Kasse. Die Preise können sie ablesen. Seit der Eröffnung im Februar hat es keine Vorfälle gegeben“, so Bode.

Die Idee kam dem engagierten Junglandwirt und seiner Familie im vergangenen Oktober. Die Preise auf dem Schweinemarkt seien im letzten Jahr schlecht gewesen. Deshalb machten sich die Bodes Gedenken über eine spontane Direktvermarktung an Freunde und Bekannte. Über den Winter sei die Idee eines Hofladens gewachsen und der 26-jährige Drentweder habe sich über die Grundvoraussetzungen informiert. Die Familie meldete ein Kleingewerbe neben ihrem Hof an und boten seitdem Produkte aus dem Fleisch ihrer Mast-Tiere an.

„Für den Slogan ,Wissen wo´s herkommt!‘ und das Logo ist meine Freundin Rebecca Niemann verantwortlich. Das ist auch das Motto, das mir bei den angebotenen Produkten wichtig ist“, erklärt Thomas Bode.

Neben verschiedenen Grillfleisch-Sorten, die aus dem Fleisch der eigenen Schweine stammen, gibt es in der Holzhütte auch Rüstinger Wieseneier von der angrenzenden Hühnerweide zu kaufen. Alle weiteren Waren kommen von Erzeugern aus der Region: Aronia-Saft vom Hof Reeßing, Speisekartoffeln von der Wohlstrecker Direktvermarktung sowie Nudeln aus der Kirchdorfer Heide und Mehl von einem Hof aus Bassum.

Zum Schutz vor Diebstahl oder Vandalismus sind mehrere Überwachungskameras in und an dem Häuschen angebracht. „Aufgrund der Nähe zum Hof habe ich keine Befürchtungen“, so Bode.

Das Logo und den Slogan für den SB-Hofladen entwarf Freundin Rebecca Niemann.

24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche ist der Selbstbedienungs-Hofladen zugänglich. Gerade im Sommer seien Spontankäufe von Grillfleisch beliebt. Neben vielen Spontankäufen kämen bereits wöchentlich Stammkunden, um Waren zu kaufen. Die meisten kämen aus Drentwede und Twistringen. Aus Barnstorf bislang nur wenige. Freunde und Bekannte hätten den Hofladen nach der Eröffnung über Mund-zu-Mund-Propaganda und die sozialen Medien verbreitet.

In Drentwede

Zu finden ist der Selbstbedienungs-Hofladen von Thomas Bode in der Hofeinfahrt an der Straße Rüstingen 10 in Drentwede.

Hauptberuflich ist Thomas Bode auf dem Schweinemast-Betrieb seiner Familie als Mitgesellschafter angestellt. Sein Bruder Christoph Bode leitet den Hof, der seit über 450 Jahren besteht und von Generation zu Generation weitervererbt wurde. Bei der Umsetzung und den täglichen Kontrollen des Hofladens helfen dem 26-Jährigen seine Eltern Georg und Marlitta Bode.

„Wöchentlich lasse ich ein Schwein von unserem Betrieb bei der Schlachterei Voss aus Barnstorf schlachten. Die Produkte werden von ihnen vorbereitet und eingeschweißt zu uns geliefert“, so Thomas Bode. Das positive Feedback von Freunden und den Kunden sporne den engagierten Ladenbetreiber an. „Es ist eine Bestätigung für die Arbeit und ich möchte mit den Produkten ein Gefühl vermitteln.“

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