Norddeutsche Meisterschaften im Kanu-Freestyle bereichern das Programm

Highlight beim Huntezauber: Rodeo auf dem Wasser

BARNSTORF - Die Hunte präsentiert sich am Sonnabend, 6. August, mal ganz anders: Beim ersten Barnstorfer Huntezauber lockt der Fluss mit den Elementen Feuer, Wasser und Licht sowie mit einem spektakulären Wettbewerb der besonderen Art: Schon eine Stunde nach der Huntezauber-Taufe, der offiziellen Eröffnung des Events um 14 Uhr, gehen die besten Kanu-Freestyler Niedersachsens an den Start. Die Norddeutschen Meisterschaften sind ein Highlights des Nachmittags.

„In Norddeutschland kommt dem Kanu-Freestyle immer noch nicht die Bedeutung zu, die der besondere Sport eigentlich haben müsste“, gibt Malte Schröder, Ressortleiter „Freestyle“ beim Kanu-Landesverband Niedersachsen, einen Einblick in sein sportliches Hobby. Er zählt selbst zu den Spitzenkanuten der spektakulären Wettbewerbs-Klasse. Aus Freestyle-Events, wie am Sonnabend beim Huntezauber, seien immer abendliche Partys angesagt. „Neben der Walze und der Welle steht auch immer ein Liegestuhl bereit – und das eine oder andere Getränk ist ebenfalls kaltgestellt“, lacht Schröder. In aller Regel würden sich Freestyler auch gerne durch etwas abgedrehte Aktionen auszeichnen, die eigentlich immer einen gewissen Unterhaltungswert hätten.

„Kanu-Freestyle hieß ehemals Kanu-Rodeo“, blickt Schröder auf die Anfänge des spektakulären Sports zurück. Der Name sei entstanden, weil die ersten Freestyler (häufig vom „Stangen-fahren“ gelangweilte Slalomfahrer) versucht hätten, mit damals noch annähernd vier Meter langen Booten möglichst lange in Wellen oder Walzen zu bleiben, ohne dabei die Kontrolle über das Boot zu verlieren. „Da das dem Ziel beim Rodeo, nämlich lange auf einem bockenden Stier zu bleiben, ähnelt, haben wir unsere Sportart zu Anfang Kanu-Rodeo genannt“, erläutert Schröder. Als immer mehr Sportler angefangen seien, nicht mehr nur in der Welle zu bleiben, sondern mit immer kürzeren Booten immer komplexere Bewegungen, sogenannte „Moves“, zu probieren, sei die Sportart in Kanu-Freestyle umbenannt worden. „Wir wollten damit die Popularität steigern, und das ist uns gelungen.“

Seit zwei, drei Jahren sei beim Kanu-Freestyle ein regelrechter Boom zu verzeichnen. Der Zuwachs an Sportlern nehme rapide zu, „und auch die Organisationsstruktur hat seitdem Fahrt aufgenommen.“ In Deutschland würden seitdem Nord-, Süd- und gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen. Zudem gäbe es auch Welt- und Europa-Titelkämpfe.

Schröder bedauert, dass Kanu-Freestyle im Norden Deutschlands nicht die Popularität wie anderswo im Lande besitzt. „Allzu häufig kommt es bei uns noch vor, dass wir beispielsweise in Hildesheim an der Bischofsmühle trainieren und nach einer Serie komplexer Moves Applaus für das Hochrollen ernten. Das ist für uns das Gleiche wie für einen Wanderpaddler ein Bogenschlag.“ Allein schon deswegen sieht der Ressortleiter die Titelkämpfe in Barnstorfer als gute Eigenwerbung.

Beim Huntezauber erwartet die Besucher ab 14 Uhr bis tief in die Nacht direkt an der Hunte und im nahe gelegenenen Freizeitbad ein buntes Programm mit einem hohen Spaßfaktor für jede Altersgruppe. Vielfältige musikalische Unterhaltung ist ebenso garantiert wie ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Mit Einbruch der Dunkelheit startet die Show „Flames of Water“. Dabei wird Musik in den schillerndsten Farben sichtbar gemacht. Der Eintritt ist frei. - ges

www.huntezauber.de

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