Herbstbörse der „Ornis“ ein voller Erfolg / Nistkastenaktion geplant

Mehr als 400 Buntgefiederte bevölkern Feuerwehrhaus

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Allerlei Buntgefiedertes gab es in der Halle des Feuerwehrhauses in den kleinen Käfigen zu sehen.

Drebber - Mit so vielen Besuchern hatte selbst Vereinsvorsitzender Bernd Kruse bei der Herbstbörse nicht gerechnet. Der Verein für Vogelzucht und – schutz („Ornis“) aus Diepholz hatte zur alljährlichen Vogelbörse ins Drebberaner Feuerwehrhaus geladen. Bereits zur Halbzeit zählten die Veranstalter etwa 110 interessierte Besucher. Die ersten Vogelzüchter hätten bereits um 7 Uhr morgens vor der Tür gestanden, so Kruse. Beginn war erst eine Stunde später.

Letztes Jahr zur Herbstbörse war der Verein noch auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seine Börse. Nun findet sie zum zweiten Mal (das erste Mal auf der Frühlingsbörse im März) in dem Feuerwehrhaus statt. Kruse ist selbst auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Daher war die Örtlichkeit schließlich schnell gefunden.

Nun bevölkerten neben den Züchtern und Interessierten mehr als 400 Vögel das Einsatzgebäude. Unter ihnen neben klassischen Kanarienvögeln und Schwalbensittichen auch Nymphensittiche mit ihrem imposanten Gefiederkranz auf dem Kopf.

Die Feuerwehrhalle eigne sich für die Börse sehr gut, findet der Vogelzuchtexperte Kruse. Sie sei hell und biete viel Platz. Auch einer Vergrößerung der Börse bei der nächsten Veranstaltung stünde nichts im Wege.

Besonders schön sei, dass es auch „viele treue Verkäufer“ regelmäßig zur Börse ziehe. Nicht nur die „Ornis“ selbst, auch viele weitere Experten aus dem näheren oder entfernteren Umfeld kamen nach Drebber.

Neben einer bunten Auswahl an Vögeln, gab es jedoch auch weitere Einkaufsmöglichkeiten für die Besucher. Neben dem Fachhändler aus Bielefeld, der, wie jedes mal, eine große Auswahl an Futtermitteln und anderem Vogelbedarf anbot, war auch Sigrid Döbbeling vor Ort. Sie und ihr Mann aus Diepholz haben eigentlich nichts mehr mit den Tieren zu tun. Sie haben vor einigen Jahren mit der Zucht aufgehört. Der Abschied war dabei nicht leicht, war Sigrid Döbbelings Mann doch einer der ersten Mitglieder im Verein. Sie würde in Anbetracht der ganzen gefiederten Freunde „schon gerne wieder Vögel haben, aber die Zeit ist nun vorbei“, erklärt sie. Daher bietet sie mehrere Säcke voll kleiner Futternäpfe an. Einen hatte sie bereits um 10 Uhr komplett verkauft.

Doch der Eindruck in der Halle sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Diepholzer Ornithologen ein Nachwuchsproblem haben. „In der Halle hier sind schon überwiegend ältere Herrschaften unterwegs“, klagt Vorsitzender Kruse. Daher planen die Vereinsmitglieder nun, sich breiter aufzustellen und die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken.

Ab nächster Woche starten sie mit ihrer Nistkastenaktion. Hierbei sollen zusammen mit Kindern kleine Nistkästen für Vögel, Eulen, aber auch Fledermäuse gebaut werden. Diese werden nach einer Bestandsaufnahme von den Vogelkundlern in den Diepholzer Parkanlagen angebracht und sollen danach auch weiterhin gepflegt und beobachtet werden, erklärt der Verantwortliche im Verein, Jörg Köster.

Es gehe bei den Ornithologen nicht, wie viele denken, nur um die Zucht und den anschließenden Verkauf. „Die Vogelzucht ist eigentlich da, um die Bestände zu erhalten“. Auch ein nachhaltiger Gedanke schwinge mit, erklären die Mitglieder. Wir wollen „die Vogelpopulationen fördern“. Vorsitzender Kruse stellte kürzlich fest, es sei deutlich „weniger geworden mit dem Piepen in den Parks“. Das wollen sie nun mit ihrer Aktion ändern.

So haben die Vogelzüchter sich zwei Ziele geschaffen: Die nachhaltigen Aspekte in ihrem Fachgebiet zu stärken. Und die Ornithologie ins ein besseres Licht zu rücken und auch die jüngere Generation für das Thema Vögel zu gewinnen.

ls

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