Schwache Beteiligung beim Kostümball

Herber Rückschlag für den Karnevalsclub Drebber

KCD-Präsident Jürgen Lübbers überreichte Tanzmariechen Carla Oevermann einen Orden für besondere Leistungen.

Drebber - Von Hartmut Weber-Bockhop und Thomas Speckmann. Nach einer gut besuchten Feier für die Kinder musste der Karnevalsclub Drebber (KCD) bei seinem Kostümball für Erwachsene einen herben Rückschlag einstecken. Der Andrang im farbenprächtig geschmückten Saal des Landgasthauses Halfbrodt war sehr überschaubar. Nur etwa 70 bis 80 Besucher und Akteure tummelten sich bei der närrischen Feier an der Hunte.

KCD-Präsident Jürgen Lübbers machte am Samstagabend Krankheitsausfälle und Parallelveranstaltungen für die geringe Resonanz geltend und meinte lakonisch: „Dann reicht das Freibier umso länger.“ Am Gerstensaft sollte es in der Tat nicht mangeln, als der Vorsitzende die Veranstaltung mit einem dreifachen „Drebber Helau“ eröffnete. In der Folge wurde jede gelungene Darbietung mit einem „Hubschrauber“ belohnt. Beim dreimaligen Füße-Trampeln, Hände-Klatschen und Propellerkreiseln ging der Blutdruck spielend in die Höhe. Der kurzfristig wegen eines Krankheitsfalles eingesprungene Discjockey Volker Schneck aus Stemwede sorgte mit kölschen Liedern und Tanzmusik für Stimmung.

Die Country- und Western-Tanzgruppe Drebber eröffnete den Reigen der Auftritte mit einem sehenswerten Programm, bei dem sich Lübbers seiner Präsidenten-Jacke entledigte und mit Jeans und kariertem Hemd in der ersten Reihe mitwirkte. Beim Auftritt des Tanzballetts des Vechtaer Carneval Clubs (VCC) gab es strahlende Gesichter. Tanzmariechen Carla Oevermann setzte den Darbietungen mit tollen Einlagen, Flickflacks und einem Spagat die Krone auf. Die Akteure aus dem Nachbarkreis wurden nur mit einer Zugabe entlassen.

Die Bauchtanzgruppen „Fata Morgana“ aus Wagenfeld und „Savannah“ aus Barnstorf, beide trainiert von Nelly Meier, sorgten mit ihren herrlichen Kostümen für weitere Farbtupfer. Sie brachten orientalische Atmosphäre in den Saal, alles unter den Augen eines finster blickenden Scheichs. Für den Auftritt im „Thriburi-Duett“, eine Anlehnung an „Zimmermann und Ei“, mussten sich die Protagonisten Jürgen Lübbers und Jürgen Eckert wieder umziehen. Letzterer verwandelte sich von einer „Löwensenf-Tube“ in „Zimmermann“. Das Duo kalauerte über das Zusammenleben von Mann und Frau, eine Organverschiebung („Meine Leber ist im Arsch“) und stellten Vergleiche mit Krawatten an, die den häuslichen Frieden gefährden könnten.

Zum Höhepunkt des Abends prämierte eine Jury die besten Kostüme. In Anlehnung an die „Blue Man Group“ erhielten sechs junge Damen aus Barnstorf und Cornau den ersten Preis, auch weil sie mit ihrem Temperament und ihrem Frohsinn zum Gelingen des Abends beitrugen. Dies galt auch für Ralf Schmitz und Corinna Schomschor, die in selbst geschneiderten Kostümen als „Vogelscheuchen“ auftraten und sich damit den zweiten Preis sicherten. Christel Finke, Stammgast auf dem Kostümball, ging diesmal als „Aladin und der fliegende Teppich“, was ihr den dritten Preis, aber auch amüsante Fragen einbrachte: „Was machst Du, wenn Du auf Toilette musst?“. Nun, das dürfte ihr persönliches Geheimnis bleiben.

Unklar ist, in welchem Rahmen der Karnevalsclub seine nächste Session angeht. „Wir werden das in aller Ruhe besprechen“, erklärte Lübbers nach den Feierlichkeiten. Bereits am Samstag sei über das Thema diskutiert worden. Dabei würden die Meinungen auseinandergehen. Manche hielten es für schwierig, den Karneval in Norddeutschland zu feiern. Andere würden durchaus noch eine Perspektive sehen.

„Es wäre schade, wenn es einschlafen würde“, meinte der Präsident. Schließlich müsse der Kostümball im Zusammenhang mit dem Kindermaskenball gesehen werden, der diesmal eine Woche zuvor stattfand und ordentlich besucht war. Was Lübbers Hoffnung macht, ist eine Gruppe junger Leute, die sich am Samstagabend ganz wohl gefühlt habe und gerne wiederkommen wolle.

Erste Gelegenheit, um in gemeinsamer Runde zu diskutierten, werden die Clubmitglieder bereits am heutigen Dienstag haben. Zum Abschluss der Session steht die „Nubbel-Verbrennung“ auf dem Programm. Der traditionelle „Sündenbock“ der Narren soll wie gewohnt geopfert werden. Na dann: „Drebber Helau!“.

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