Dach-Sanierung und Göpel-Aufbau stehen an / Jahreshauptversammlung

Heimatverein Barnstorf hat auch 2018 volles Programm

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Wenn der Heimatverein gebacken hat, dann lassen sich die Besucher nicht zweimal bitten.

Barnstorf - „Dass es so etwas Tolles in Barnstorf gibt!“ – Das hören die Verantwortlichen des Barnstorfer Heimatvereins immer wieder von ihren Gästen, berichtete der Vorsitzende Jürgen Rattay jetzt bei der Jahreshauptversammlung nicht ohne Stolz. Und sie wollen den Bestand weiter pflegen, behutsam ausbauen und dafür sorgen, dass auch in Zukunft viele Gäste sich an dem Ensemble erfreuen können.

Doch zunächst blickte Rattay zurück auf ereignisreiche zwölf Monate: Osterhobbymarkt, Mitglieder-Ehrung, Radtouren, Arbeiten an der Remise, Sommerfest, „Tag des offenen Denkmals“, Erntedankfest, Backtage und viele Besuchergruppen, die sich 2017 den Meyer-Köster-Hof angeschaut haben.

Das Heimathaus wird auch von der Volkshochschule, vom MTV und verschiedenen anderen Gruppen und Vereinen genutzt, die Verwaltung obliegt dem Heimatverein.

Besonderes Lob an die „Dienstagsgruppe“

„Für unsere Aktivitäten stehen uns etwa 30 Personen zur Verfügung, alles ehrenamtliche Helfer. Im letzten Jahr haben wir die Stunden der Helferinnen und Helfer nicht aufgeschrieben aber es waren mehr als im Vorjahr“, berichtete Rattay.

Ein besonderes Lob richtete er an die „Dienstagsgruppe“, die aus etwa sechs bis acht Personen besteht, und jede Woche auf dem Meyer-Köster-Hof arbeitet, im Außenbereich ebenso wie im Ausstellungsbereich – „Langeweile kommt nicht auf.“

Ebenso dankte der Vorsitzende allen Helferinnen und Helfern, die die Besucher mit Kaffee und Kuchen verwöhnen, „allen Bäckern, allen Tortenbäckerinnen – ohne Eure Hilfe ginge es nicht.“

Resümee und Ausblick

Das Heimat- und Kulturhaus Meyer-Köster sei vor zwanzig Jahren dem Heimatverein „übergeben“ worden, blickte Rattay zurück, „damals gab es das Haupthaus mit Tabakschuppen, das Backhaus und Bleichhaus, in den letzten 15 Jahren sind aber noch weitere Gebäude errichtet worden und aus dem Meyer-Köster-Haus ist ein Meyer-Köster-Hof geworden.“

Nach dem Resümee durfte natürlich der Ausblick nicht fehlen. Rattay berichtete über laufende und geplante Projekte auf dem Meyer-Köster-Hof. Ein großer „Brocken“ ist dabei das Dach der Remise. Die Firma Bagge macht sich in diesen Tagen daran, das Dach der Remise zu erneuern. Dies ist undicht geworden. Es soll mit Metallbahnen versehen werden, die mit Aluminium beschichtet sind, berichtete Rattay. Dieses System sei bereits auf dem Tabakschuppen vorhanden. Der Heimatverein habe von der Egon-Schumacher-Stiftung und der Friedrich-Plate-Stiftung sowie von den Firmen Lubing und Barku großzügige Spenden für die Sanierung erhalten, sodass der Eigenanteil auf etwa 50 Prozent gesunken sei, freute sich Rattay.

Wie sahen Gebäude und Geräte früher aus? Auf dem Gelände des Meyer-Köster-Hofes gibt es Heimatgeschichte zum Anfassen.

Weitere Aufgaben auf dem Meyer-Köster-Hof liegen in der Gartengestaltung und Pflege sowie der Fertigstellung des Ziehbrunnens (wir berichteten). „Wir planen am 3. Juni einen ,Brunnentag‘ mit Kaffee und Butterkuchen“, berichtete Rattay. Derzeit arbeite man außerdem an der Umgestaltung des Dachbodens. Der Bauantrag für die Remise wurde im Dezember gestellt.

Von der Firma Bünte habe man ein ehemaliges Reklamedach bekommen, es soll umgearbeitet und im Bereich des Parkplatzes aufgestellt werden, um Werbung für den Heimatverein zu machen.

Es darf geheiratet werden

Die Hobbymärkte sollen auch in diesem Jahr weitergeführt werden sowie das Sommerfest, das wegen Terminüberschneidungen erst nach den Sommerferien stattfindet, so der Vorsitzende. Das Sommerfest beginnt mit einem Gottesdienst unter dem Göpel, mehrere Aussteller aus der Region wollen sich dort auch in diesem Jahr präsentieren.

„Auch am Tag des offenen Denkmals beteiligen wir uns“. Im Oktober übernimmt der Heimatverein die Ausstellung „Häuslingswesen“ vom Kreismuseum Syke für drei Sonntage.

Und nicht zuletzt: Auf dem Meyer-Köster-Hof darf geheiratet werden, erinnerte Rattay. „Nicht nur auf der Diele, in der guten Stube, es darf im Backhaus, in der Schmiede oder unterm Göpeldach geheiratet werden.“

Bei all den Aktivitäten sind helfende Hände gern gesehen, die „Dienstagsgruppe“ trifft sich fast wöchentlich – natürlich dienstags – um 9 Uhr.

sr

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