Heimatmuseum Aschen öffnet seine Pforten / Abstecher zum Flohmarkt

Besuch wird zur Zeitreise

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Früher gab es noch keinen Computer, wie der Blick in die alte Amtsstube des Gemeindebüros zeigt.

Aschen - Ob zu Fuß, mit Rad oder per Automobil: Die Besucher strömten gestern Nachmittag bei herrlichstem August-Sommerwetter zum Heimatmuseum Aschen. Es hatte wieder die Pforten geöffnet, um der Öffentlichkeit das Ensemble an Gebäuden mit seinen Einrichtungen sowie den wunderbaren Außenbereich zu präsentieren.

All das zu besuchen, ist eine Zeitreise in die allgemeine, regionale und für viele Besucher auch ganz persönliche Vergangenheit. Allein schon ohne zusätzliche Aktionen, Verkaufsstände und Mitmachaktionen ist das ständig wachsende Museumsdorf eine mehrtägige Reise wert. Am besten mit Opa oder Oma und Enkeln oder mit der Schule.

Am Aktionstag warteten die zahlreichen Aussteller mit diversen Angeboten. Neben Kunsthandwerk, Malerei und Schmuck gab es unter anderem kreative Gartenartikel sowie selbst gemachte Marmeladen und Liköre. Ströme von gut gelaunten Gästen zogen die selbst gemachten Kuchen und der Kaffeeduft in die Koop’sche Fachwerkscheune, die nicht mehr leerer wurde. Einen Steinwurf entfernt, gegenüber der Gaststätte Milbe an der Dorfstraße, hatten am Sonnabend und Sonntag Flohmarkt-Aussteller ihre Zelte aufgeschlagen. Sie fanden es praktisch, den Termin parallel zum Aktionstag des Heimatvereins gelegt zu haben. Viele Besucher pendelten zwischen beiden Schauplätzen.

Das Heimatmuseum erwies sich einmal mehr als Schau der traditionellen Berufe. Ob Dorfschmiede, Schafstall, Bienenstand, Seilerei, Druckerei, Bücherei, Krämerladen, Sattlerei, Weberei oder Schuhmacherwerkstatt: Die Bereiche sind randvoll gefüllt mit Relikten von Arbeit und Leben unserer Vorfahren, wie die Besucher gestern mit Interesse feststellten. Der Göpel steht übrigens auch für Besuchergruppen zur Verfügung. In Sonderöffnungen können sich Schulklassen durch das Museum führen lassen. Wer noch kein Diplom besitzt, kann mit dem Moordiplom-Abschluss stolz nach Hause gehen.

Vor der alten Dorfschule zeigten gestern Strickeschläger das alte Handwerk des Stricke- und Seile-Machens. Solche praktischen Vorführungen weckten das Interesse. Sandra Scheland aus Wagenfeld zeigte an offener Flamme, wie ganz individuelle Glasperlen hergestellt werden. Im Alten Schafstall präsentierte Johann Weiss aus Barnstorf seine Ölgemälde. Dabei handelte es sich um naturalistische Abbildungen von Landschaften und Gebäuden aus der Region.

Der Aktionstag wurde zwar für die Helfer zu einem echten Aktionstag im Sinne von viel Arbeit. Aber bei dem sonnigen Wetter hieß es für die Gäste: „Komm wir gehen mal raus, flanieren und klönen ein wenig.“ Unterm Strich ein Sonntag, wie er im Buche steht.

sbb

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