Hegering Barnstorf befasst sich mit Thema Wolf / Gesamtsieg für Jessen

„Weidetierhalter nicht im Regen stehen lassen“

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Hegeringleiter Cord-Hinrich Hespe (r.) und sein Stellvertreter Heinrich Windeler (l.) dankten Günter Helmsmüller (2.v.l.) für seine 25-jährige Treue. Mit im Bild Westley Henn, der zum Thema „Wirkungsvolle Krähenjagd“ referierte.

Barnstorf - Am Thema Wolf kamen die Mitglieder des Hegerings Barnstorf bei ihrer Jahreshauptversammlung im Hotel Roshop nicht vorbei. Das Tier hatte in den vergangenen Monaten mehrfach seine Spuren in den heimischen Revieren hinterlassen, so dass Gesprächsbedarf in der Jägerschaft bestand. Mit Wolfsberater Marcel Holy war ein Fachmann zu Gast, der auch zu den Hintergründen Stellung nehmen konnte.

Nach Auffassung von Hegeringleiter Cord-Hinrich Hespe macht der Wolf der Bevölkerung immer mehr deutlich, dass es in der hiesigen Kulturlandschaft nicht ohne Regelung geht, weil der Wolf das Nutzvieh angreift. „Wir dürfen unsere Weidetierhalter nicht im Regen stehen lassen“, betonte Hespe.

Der Hegeringleiter berichtet, dass die Arbeit der Wolfsberater inzwischen ein großes Ausmaß angenommen habe. Immer wieder müssen Spuren gesichtet, DNA-Proben bei Schafsrissen genommen und offene Fragen geklärt werden. Um Marcel Holy und seine Kollegen zu unterstützen, solle nun in jeden Hegering ein Helfer zur Verfügung gestellt werden. Die Versammlung beschloss, dass Gunnar Dieke aus Schmolte diese Helferfunktion im Hegering Barnstorf wahrnehmen soll.

Mit der geplanten Änderung des Landesjagdgesetzes sprach der Hegeringleiter ein weiteres Thema an, das den Mitgliedern einige Sorgenfalten auf die Stirn treibt. „Die Zukunft der Jagd hängt entscheidend von der Gesetzesänderung ab“, erklärte Hespe. Niedersachsen sei ein Flächenland, die Jagd habe hier eine ganz andere Bedeutung als in Nordrhein-Westfalen, wo ähnliche Änderungen angestrebt würden. Im Kern gehe es unter anderem um Fragen der Fallen- oder Baujagd, das Erlegen von wildernden Hunden und Katzen sowie die Einschränkung des bejagbaren Wildes.

Wie sich die Jagd in den vergangenen Jahren im Hegering Barnstorf entwickelt hat, zeigte stellvertretender Heringleiter Heinrich Windeler in seinen Streckenberichten auf. Obmann Hendrik Hibbeler berichtete über die Raubwild- und Entenjagd der jungen Jäger.

Hundeobmann Bernhard Mogalle gratulierte den Hundehaltern zur erfolgreichen Prüfung. Der Termin für den nächsten Jagdgebrauchshundelehrgang ist am 19. April bei „Witten Deel“ in Nordholz. Bläserobmann Werner Jessen berichtete über diverse Auftritte und warb um Mitglieder. Die Übungsabende sind jeden Montag um 20 Uhr im Hotel Roshop.

Schießobmann Florian Rabe ging auf das Hegeringschießen in Sulingen ein. Dort hatten sich 13 Waidgesellen eingefunden, um die Bedingungen in den Disziplinen Büchse und Flinte zu erfüllen. Beim Schießen mit der Büchse errang Heino Gröne den ersten Platz. Mit der Flinte war Günter Rieger erfolgreich. Den Gesamtsieg holte sich Werner Jessen. Das nächste Hegeringschießen wird am 24. April ausgetragen.

Die Wahlen gingen zügig über die Bühne. Stellvertretener Hegeringleiter Heinrich Windeler wurde ebenso bestätigt wie Kassenwart Reimund Hülsmann, Hundeobmann Bernhard Mogalle, Schießobmann Florian Rabe und Junge-Jäger-Obmann Henrik Hibbeler. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Hans-Martin Roese geehrt. Eine Auszeichnung für 25 Jahre erhielt Günter Helmsmüller.

Einen Dank richtete Cord-Hinrich Hespe an die Familie Windeler, die ihre Scheune für das alle drei Jahre stattfindende Hegeringfest zur Verfügung gestellt hatte. Für dieses Jahr hat der Hegering seit langer Zeit wieder den Zuschlag für die Hubertusmesse der Kreisjägerschaft bekommen. Sie findet am 8. November in der St.-Veit-Kirche in Barnstorf statt. Im Anschluss wartet ein Wildessen im Hotel Roshop. Den Termin sollten sich alle Mitglieder schon einmal im Kalender notieren.

sp

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