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HaBeMa investiert 26 Millionen Euro in Drentwede

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Von: Edgar Haab

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Bei Tag und bei Nacht wird auf der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf dem ehemaligen Gelände der „Robert Weber Mühlenwerke“ in Drentwede gearbeitet.
Bei Tag und bei Nacht wird auf der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf dem ehemaligen Gelände der „Robert Weber Mühlenwerke“ in Drentwede gearbeitet. © Bolte

Es gibt Neuigkeiten zur Umstrukturierung der ehemaligen Weber-Werke in Drentwede. Vertreter der Gemeinde Drentwede und der Samtgemeinde Barnstorf hatten die Möglichkeit, sich über den Baufortschritt der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf dem ehemaligen Gelände der „Robert Weber Mühlenwerke“ zu informieren. Jes-Christian Hansen, einer der Geschäftsführer, hat sich die Zeit genommen, das Vorhaben zu präsentieren und aktuelle Fragen zu beantworten.

Drentwede – Das Investitionsvolumen an dem neuen Standort in Drentwede beläuft sich auf etwa 26 Millionen Euro. Sechs Jahre lang habe die Firma HaBeMa nach einem passenden Gelände gesucht. An den Bahn-Schienen soll nun ein Logistik-Center für Futtermittel-Hersteller der Region entstehen. Dort können sie benötigte Futtermittel erwerben und in sogenannten Puffer-Speichern zwischenlagern.

Ziel sei es, Material (Rohware) aus Europa einzukaufen, per Bahn nach Drentwede zu bringen, um sie dann auf kurzem Weg (Umkreis circa 70 Kilometer) per Lkw zum Mischwerk zu transportieren. Welche Futtermittel eingekauft werden, richte sich nach dem Bedarf.

Geschäftsführung rechnet mit einem Zug pro Woche

Für den Anfang rechnet die Geschäftsführung mit etwa einem Zug pro Woche, der am Werk in Drentwede ankommen soll. Vier bis fünf Mitarbeiter, die noch gefunden werden müssen, prüfen die ankommende Ware, lagern sie ein und geben sie raus. Hierzu entstehen unter anderem neue Büros, ein Labor, Sozialräume und eine Schlosserei.

Umgesetzt werden können dann rund 2 000 Tonnen am Tag. Das entspricht rund 80 Lkw-Ladungen. Die An- und Abfahrt soll über die Straße Am Fuhrenkamp erfolgen. Ein entsprechender Ausbau steht noch an. Wann dieser Ausbau startet, stand zu dem Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht fest. Die Anwohner würden rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden.

Industriegebiet erlebt eine Wiederbelebung

Eine „Wiederbelebung des Industriegebietes“ nennt Drentwedes Gemeindebürgermeister Dirk Meinecke das Vorhaben. „Vorher lag die Industrie in dem Gebiet brach. Die Investition könnte weitere Bewerber anziehen“, erklärte er auf Anfrage. Meinecke sieht zudem „Potenzial für weitere Gewerbesteuereinnahmen“.

Über den Baufortschritt der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf der „alten Webermühle“ haben sich Vertreter der Gemeinde Drentwede und der Samtgemeinde Barnstorf informiert.
Über den Baufortschritt der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf der „alten Webermühle“ haben sich Vertreter der Gemeinde Drentwede und der Samtgemeinde Barnstorf informiert. © WGD - Gemeinderat Drentwede

Trotzdem sei die Ansiedlung des Futtermittel-Unternehmens auch eine Herausforderung für die Gemeinde, wie der Bürgermeister erklärt: „Die Belastung für die angrenzende Bevölkerung muss so gering wie möglich gehalten werden.“

Die Öffnungszeiten des Logistik-Centers werden zu Beginn von 7.30 bis 17 Uhr sein. Wobei auf Dauer auf eine Selbstabholung durch Computertechnik gesetzt werden soll. Kunden können dann eigenständig Ware abholen. Dieser Vorgang soll über die noch zu gestaltende Internetseite buchbar sein.

Gebäude soll im zweiten Bauabschnitt auf 60 Meter Höhe wachsen

Am 22. Februar soll der zweite Bauabschnitt beginnen. „Dann wird es noch einmal hell“, so Jes-Christian Hansen. Kurzfristig rollen etwa 36 Betonmischer am Tag durch Drentwede. Rund 60 Meter soll das Gebäude hoch werden.

Der dritte Bauabschnitt soll nach Ostern bis zum 3. Mai laufen. Anschließend geht es an den Innenausbau der Türme, in denen noch einiges an Technik, wie Fahrstühle, eingebaut wird. Der Maschinenbauer wolle am 10. August fertig sein, die Elektrotechnik circa vier Wochen später, erklärt der Geschäftsführer.

Bei Tag und bei Nacht wird auf der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf dem ehemaligen Gelände der „Robert Weber Mühlenwerke“ in Drentwede gearbeitet
Bei Tag und bei Nacht wird auf der Großbaustelle der Firma HaBeMa auf dem ehemaligen Gelände der „Robert Weber Mühlenwerke“ in Drentwede gearbeitet. © Bolte

Ab Ende Februar wird das angrenzende Gleis umgebaut. Zur gleichen Zeit – ohne Absprache – erneuert die Deutsche Bahn neun Weichen in dem Gebiet, „sodass alles einmal erneuert ist und einem gut funktionierenden Ablauf nichts im Wege steht“, so Hansen

Ziel: Fünf Güterzüge pro Woche umschlagen

Das Ziel ist es, den Inhalt von fünf Güterzügen pro Woche umzuschlagen. Dadurch könnten auf Dauer zehn bis zwölf Arbeitsplätze an dem Standort in Drentwede entstehen. Die geplante Inbetriebnahme ist für den 15. November dieses Jahres vorgesehen.

Am Mittwoch, 23. Februar, wollen Vertreter der Gemeindefeuerwehr Drentwede das entstehende Gelände besichtigen. Über den Brandschutz mache sich der Geschäftsführer jedoch keine Sorgen.

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