285 Tiere bei 83. Rassegeflügelschau in Barnstorf

Gutes Zeugnis für gute Zuchtarbeit

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Auch Tauben wurden in der Ausstellung der Barnstorfer Züchter gezeigt.

Barnstorf - Nach einem Jahr Pause richtete der „Verein zur Hebung der Geflügelzucht zu Barnstorf und Umgebung“ zur Freude seiner Mitglieder am Wochenende bei „Schröders“ wieder eine Rassengeflügel-Schau aus. Es war die 83. „Ausgabe“.

Bereits am Sonnabend kamen viele Besucher von Nah um Fern, um sich die insgesamt 285 Hühner, Zwerghühner und Rassetauben anzuschauen.

„Wir sind froh, dass nach dem durch die ausgebrochene Vogelgrippe ausgefallene Ausstellung im letzten Jahr die Schau wieder stattfinden kann“, strahlte der stellvertretende Vorsitzende Kurt Mohrmann. „Es ist schwer, sonst wieder den Anschluss zu finden.“ Er selber habe mit seinen Zwergwyandotten gelb-schwarz Columbia einmal ein „vorzüglich“ und mehrere SG 95 abgeräumt. 

Gute Bewertungen seien ja auch ein Zeugnis für gute Zuchtarbeit. Schrift- und Pressewart Rüdiger Wunderratsch stand seinem Vorstandskollegen in nichts nach. Er holte ebenfalls ein „vorzüglich“ und mehrere SG-Bewertungen mit seinen Zwergamroks und Zwerg New Hempshire braun.

Vier Stunden lang mit dem Aufbau beschäftigt

Beide Herren waren gemeinsam mit elf Kollegen am Freitagmorgen vier Stunden lang mit dem Aufbau beschäftigt gewesen, bevor die 30 ausstellenden Züchter aus dem gesamten Landkreis Diepholz, aus Ostwestfalen sowie aus Harpstedt und Goldenstedt ihr Rassegeflügel in die Käfige setzen konnten.

Das lebhafte Gackern, Kikiriki und Gurren zeigte den Besuchern den Weg in den Saal. Einer von ihnen war Olaf Malcher aus Twistringen. Selber züchtet er im heimischen Garten Tauben. „Ich stelle aber nicht aus“, so der Taubenliebhaber. 

„Aber ich schaue mir die Ausstellungen in der Umgebung gerne an“, denn vielleicht wäre etwas für die Blutauffrischung seiner eigenen Tiere unter den ausgestellten Tauben zu finden. „In erster Linie ist dies eine Schau, aber Züchter verkaufen auch schon das eine oder andere Mal ein Tier“, erklärt Mohrmann. Das sei aber nicht der Regelfall.

Der Nachwuchs fehlt

Etwas traurig sei man über die Beteiligung der Jugend. „Uns fehlt wie allen anderen Vereinen auch, der Nachwuchs“. Lediglich ein Jugendlicher sei noch unter den 45 Vereinsmitgliedern. Doch ganz ohne Jugend war diese Ausstellung dank Kilian Jäger aus Bassum dann doch nicht. Er brachte sechs Deutsche Zwerg-Reichshühner gelb-schwarz Columbia zur Ausstellung und heimste sogleich den Kreisverbandsehrenpreis sowie zwei Z-Preise (Zuschlagspreise) mit ihnen ein.

Die Preisrichter um Obmann Hans-Jürgen Paul bewerteten laut Aussage der Vorstandsmitglieder „Gerecht, aber streng“, eben so, wie es sein müsse. „Sie reden viel zusammen“, so ihr Eindruck. Schließlich müsse der Obmann jedes V-Tier abzeichnen.

Es gebe Allgemeinrichter und Sonderrichter. „Sonderrichter bewerten nur bestimmte Rassen, da fällt das Ergebnis dann schon mal strenger aus, als wenn es ein Allgemeinrichter angeschaut hätte“, erklärt Wunderratsch. Aber alles in allem seien die Züchter mehr als zufrieden mit den erzielten Resultaten.

Ein Dank geht von den Herren in Richtung Frauen, die für die Kasse und den Kaffeeausschank zuständig waren, sowie an die Sponsoren, ohne die solch eine Schau nicht stattfinden könnte.

sn

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