Flecken Barnstorf berät über langfristige Nutzung

Grundstück im Ortskern steht weiter zum Verkauf

Barnstorf - Etwa 500 Quadratmeter umfasst das unbebaute Grundstück an der Ecke Schlingstraße/Rathausweg in Barnstorf, das von Anliegern gerne als Stellfläche genutzt wird oder bei Märkten für Fahrgeschäfte dient. In den politischen Gremien des Fleckens Barnstorf ist jetzt über eine langfristige Nutzung als Parkplatz beraten worden, allerdings ohne endgültigen Beschluss.

Der Ausschuss für Planung, Verkehr und Umweltschutz kam zu der mehrheitlichen Auffassung, dass die Fläche nicht als Parkplatz ausgebaut werden soll. Allerdings sollte die Angelegenheit nochmals in den Fraktionen besprochen werden, und zwar vor der Sitzung des Verwaltungsausschusses, der inzwischen im Rathaus zusammen kam. Dort wurde eine Entscheidung vertagt, wie Gemeindedirektor Jürgen Lübbers auf Anfrage berichtet.

Das Grundstück an der Ecke Schlingstraße/Rathausweg wird bislang vorrangig von Anliegern als Stellplatz genutzt. - Foto: Speckmann

Anstatt die Fläche im Rahmen der Städtebauförderung zu einem Parkplatz auszubauen, soll zunächst versucht werden, das gemeindeeigene Grundstück zu vermarkten. Es wären nicht die ersten Bemühungen in dieser Hinsicht. Ein Kaufinteressent für die Bebauung mit einem Wohn- und Geschäftshaus sei bisher aber nicht gefunden worden, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Ein Pluspunkt des Grundstücks ist sicherlich die zentrale Lage. Allerdings spielt sich das Geschäftsleben hauptsächlich an der Langen Straße und der Bahnhofstraße ab. Eine Alternative zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses, wie es im aktuellen Bebauungsplan vorgesehen ist, wäre eine reine Wohnbebauung. Hier könnte es jedoch Probleme wegen der stark befahrenen Ortsdurchfahrt geben.

Trotz vergeblicher Bemühungen soll die Verwaltung in den kommenden Monaten noch einmal versuchen, das Eckgrundstück an den Mann zu bringen. Gelingt der Verkauf nicht, so Lübbers, werde die Politik im Februar erneut über die Anlegung eines Parkplatzes beraten. Mittel aus der Städtebauförderung könnten in Anspruch genommen werden, sofern die Maßnahme bis Ende 2017 abgeschlossen werde.

Die Gestaltung könnte sich am Parkplatz Ecke Brinkstraße/Am Markt orientieren. Die Kosten würden sich auf rund 50.000 Euro belaufen. Allerdings könnte die Gemeinde auf nicht unerhebliche Zuschüsse im Rahmen der Ortskernsanierung bauen. Darüber hinaus wird in Erwägung gezogen, Stellplätze gegen ein monatliches Entgelt an Anwohner zu vermieten und damit die Kosten der Kommune weiter zu senken. Doch das ist im Moment noch Zukunftsmusik. 

sp

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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