An der Grundschule Barnstorf-Drentwede

e-Screens: Mehr als große Fernseher

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Früher ging es mit Kreide an die Tafel, heute reicht ein Tippen mit dem Finger.

Barnstorf - Es gibt sie noch, die altbekannte Tafel, auf die der Lehrer mit Kreide schreibt, und die Schüler schauen zu. Aber der Umbruch im Klassenzimmer schreitet voran. In Zeiten der Digitalisierung halten auch hier die Smartboards und Bildschirme Einzug.

Die Grundschule Barnstorf-Drentwede hat jetzt, als erste Grundschule in der Samtgemeinde, zwei interaktive Monitore, e-Screens, angeschafft. Jeweils ein Gerät ist an den Standorten in Barnstorf und in Drentwede untergebracht, wie Schulleiterin Inge Beimel berichtet.

Freitagmorgen war die Klasse 2 b mit Lehrerin Rebecca Wedler vor dem Bildschirm versammelt – Recherche zum Thema „Igel“.

Zunächst bremste noch einkleines Grafikproblem den Lerneifer, das dann aber bald durch Lehrer Peter Stromann gelöste wurde. „Danke, Herr Stromann!“, schallte es belohnend durch die Klasse. Dann konnte das Lehrvideo über den Igel endlich starten und die Zweitklässler schauten gebannt zu.

86 Zoll misst der Bildschirm, das ist schon ein imposantes Maß. Doch der Bildschirm ist mehr als nur ein großer Fernseher: Er ermöglicht gemeinsame Recherche, Einbindung des Internets in den Unterricht, sinnvoller Umgang mit Programmen, die den jungen Schülern auch in den kommenden Jahren immer wieder „über den Weg laufen“ werden. Im Kunstunterricht Werke von bekannten Künstlern anschauen, im Erdkundeunterricht Kartenmaterial verwenden oder im Matheunterricht Arbeitsblätter bearbeiten – es gebe vielzählige Einsatzmöglichkeiten, berichtete die Schulleiterin.

Lehrer absolvieren Fortbildung

Bevor die Geräte Einzug hielten, waren einige Lehrkräfte auf Fortbildungen, um sich im Umgang mit den Geräten und den geänderten Anforderungen schulen zu lassen.

Kein Lehrer werde gezwungen, mit den neuen Bildschirmen zu arbeiten, erklärte die Schulleiterin, die aber Gleichwohl davon ausgeht, dass das Kollegium fast vollständig das neue Angebot nutzt. Die Unterrichtsvorbereitung kann papierlos vonstattengehen, online oder auf einem Stick gespeichert und dann auf den Schirm „gezaubert“ werden.

Die Kinder sind auf jeden Fall ganz „heiß“ auf die neuen Geräte. Derzeit werde ein Raumbelegungsplan gemacht, damit alle gleichmäßig zum Zuge kommen. Auch von Elternseite sei stark auf den Einsatz der neuen Technik hingewirkt worden.

Da die Geräte einen stolzen Preis haben, der im mittleren vierstelligen Bereich liegt, hat sich die Schule für ein Leasing-Angebot entschieden. Das Geld zahle die Schule aus dem eigenen, ihr zu Verfügung stehenden Budget, aber das ist nur der Anfang.

„Wir wollen die Zahl der Geräte aufstocken“, kündigt die Schulleiterin schon mal an.

Und die Kreidetafeln werden wieder ein Stück überflüssiger.

sr

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