Großes Interesse an neuem Baugebiet / Junge Familien haben Vorrang

Fast 70 Häuslebauer stehen auf der Bewerberliste

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Auf der viereinhalb Hektar großen Fläche an der Walsener Straße in Barnstorf haben die Erdarbeiten begonnen. Das Baugebiet soll durch eine Ringstraße erschlossen werden. Es stehen etwa 45 Bauplätze zur Verfügung.

Barnstorf - Es scheint fast so, als hätte ein mächtiger Maulwurf seinen unterirdischen Weg durch den großen Acker an der Walsener Straße in Barnstorf gebahnt. Die Fläche ist geradezu übersät von spitzen Hügeln. In Wirklichkeit sind es die ersten sichtbaren Erdarbeiten für das neue Baugebiet, das ganz in der Nähe zum Barnstorfer Ortskern entsteht und für einen Lückenschluss zum Wohngebiet Walsen sorgen wird.

Etwa 45 Häuslebauer können sich in dem viereinhalb Hektar großen Gebiet niederlassen. Dass die Kommune die von der Kirchengemeinde St. Veit erworbene Fläche nicht an den Mann bringen könnte, darüber macht sich im Barnstorfer Rathaus wohl niemand Sorgen. Immerhin stehen schon fast 70 Interessenten auf der Liste, berichtet Thorsten Kuhlmann als Geschäftsführer der Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Barnstorf (PEB), die für die Vermarktung der Bauplätze verantwortlich zeichnet.

„Die Nachfrage ist sehr gut. Man merkt, dass die Bauwilligkeit in Barnstorf vorhanden ist“, sagt Kuhlmann. Die positive Resonanz führt er unter anderem darauf zurück, dass in jüngster Vergangenheit bis auf vereinzelte Lücken kaum Bauland im Hunte-Flecken zur Verfügung gestanden habe. Entsprechend groß sei schon der Ansturm auf das Gebiet im Kienmoor gewesen. Das niedrige Zinsniveau würde den Wunsch nach Eigenheimen zusätzlich beflügeln.

Aufgrund der großen Nachfrage hat der Verwaltungsausschuss des Fleckens Barnstorf unlängst beschlossen, dass die Grundstücksvergabe per Losentscheid erfolgen soll. Ein vergleichbares Verfahren wurde schon im Kienmoor angewandt, wo sämtliche 13 Bauplätze rasch vergeben waren. Verwaltung und Politik wollen mit dem Prozedere gar nicht erst den Verdacht aufkommen lassen, dass bestimmte Interessenten bei der Vergabe bevorzugt werden könnten.

Vorrangiges Ziel bei der Grundstücksvergabe ist jedoch, junge Familien in ihrem Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu unterstützen. Entsprechend sind die Kriterien für das Losverfahren festgelegt. Familien mit Kind unter 18 Jahren, die für den Eigenbedarf bauen wollen, haben ganz klar Vorrang. Erst im zweiten und dritten Schritt kommen die übrigen Interessenten zum Zug.

Laut Kuhlmann stehen einige Interessenten bereits seit eineinhalb Jahren auf der Liste. Das ist auch der Grund, warum alle Bewerber in diesem Frühjahr noch einmal mit einem kurzen Fragebogen kontaktiert werden sollen. Die aktualisierte Liste bildet dann die Grundlage für das geplante Losverfahren. Bis zur Entscheidung dürften dann auch die Grundstückspreise festgelegt und die Bauleitplanung abgeschlossen sein. Die Änderung des Flächennutzungsplans befindet sich auf der Zielgeraden. Ende dieser Woche gehe der Plan in die öffentliche Auslegung, erklärt Sachbearbeiterin Claudia Emker auf Anfrage. Nahezu parallel läuft die Aufstellung des Bebauungsplans „Vor dem Walsen“. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist bereits im vergangenen Jahr gelaufen. Eine öffentliche Auslegung des Bebauungsplans soll kurzfristig erfolgen.

Mit den Erdarbeiten für die Erschließungsstraße, die vom Vogelsanger Kirchweg abzweigt und sich wie ein Ring durch das Gebiet zieht, gehen aktuell Bodenuntersuchungen einher. Mit Komplikationen werde hier nicht gerechnet, heißt es. Somit wäre der Weg frei für die Installation der Ver- und Entsorgungsleitungen. Emker geht davon aus, dass im Spätsommer 2016 die ersten Häuslebauer loslegen können.

sp

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