Großes Angebot im Meyer-Köster-Haus / Pomologen bieten Beratung an

150 verschiedene Apfelsorten

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Die Besucher schauten sich die unterschiedlichen Apfelsorten von Ariane Müller und Dr. Dankwart Seipp an.

Barnstorf - Reges Treiben im Meyer-Köster-Haus in Barnstorf: Während der Heimatverein Samtgemeinde Barnstorf im ersten Stock die Porzellan-Ausstellung eröffnete (wir berichteten), drehte sich im Erdgeschoss alles rund um den Apfel. Dabei wartete ein riesiges Angebot auf die Besucher. Etwa 150 verschiedene Sorten lagen fein sortiert auf den Tischen.

Neben dem Verkauf von Äpfeln und Apfelkuchen stand vor allem die Ausstellung der Pomologen Ariane Müller aus Bassum und Dr. Dankwart Seipp aus Lutten im Vordergrund. Die beiden Fachleute hatten sogar rund 250 Sorten im Gepäck. Sie konnten aufgrund der Platzverhältnisse aber nicht ihr komplettes Angebot präsentieren.

Viele Besucher waren von dem „Apfel-Meer“ beeindruckt und studierten interessiert die unterschiedlichen Sorten auf der Suche nach Bekanntem. Währenddessen boten Müller und Seipp an einem kleinen Tisch eine Sortenbestimmung an. Jeder, der einen Apfelbaum im Garten hat und sich bei der Sorte unsicher ist, konnte hier Rat suchen.

Eine Chance, die sich Anne-Dore Geißweller aus Donstorf nicht entgehen ließ. Sie hatte drei verschiedene Sorten ihrer eigenen Bäume mitgebracht. Einen davon hatte sie als „Berlebsch“-Baum gekauft. Bei der Untersuchung durch die Pomologen, wie sich die Obstkundler nennen, stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen „Roten Eiserapfel“ handelt. Geißweller, die sich nie ganz sicher war, bekam nun Gewissheit.

Bei der Bestimmung seien neben Geschmack vor allem optische Merkmale entscheidend, erklärte Ariane Müller. Ein sehr gutes Gedächtnis sei hierbei zwingend Voraussetzung. Es gebe sehr viele verschiedene Kriterien zu beachten, ergänzte Seipp. Mit ihrem Einsatz für den Apfel wollten die beiden Experten vor allem alten Sorten, die im Supermarkt häufig nicht angeboten werden, zum Vormarsch verhelfen. So zeigten sie in ihrer Ausstellung etwa auch den „Sulinger Grünling“.

Groß war die Nachfrage nach der Sortenbestimmung am Sonntag aber leider nicht, bedauerte Seipp. Doch es gibt eine zweite Gelegenheit. Am Sonntag, 25. Oktober, haben Interessierte im Kreismuseum in Syke erneut die Gelegenheit, ihre Sorten bestimmen zu lassen. Müller und Seipp, die beide auch viele Apfelbäume zuhause haben und Mostereien betreiben, sind derzeit auf einer kleinen „Apfel-Tournee“ – wie immer im Herbst zur Apfelsaison.

ls

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