Große Pläne für Kinderkirchentag in Drebber / „Ganzer Ort eingebunden“

Kirche will Zeichen setzen

+
Pastor Rainer Hoffmann und Pfarramtssekretärin Silke Emker werben für den Kinderkirchentag, der am 26. September rund um die Marienkirche über die Bühne geht.

Drebber - Von Thomas Speckmann. Groß, bunt und lebendig: So soll der Kinderkirchentag 2015 des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz werden. Ausrichter ist das Pfarramt Drebber. Dort gehen die Vorbereitungen jetzt in die heiße Phase. Jedes Detail will gut durchdacht sein, damit am Sonnabend, 26. September, ab 13 Uhr alles nach Plan läuft. Dann wartet rund um die Marienkirche ein fünfstündiges Programm mit vielen Aktionen zum Mitmachen auf Kinder ab vier Jahren.

Nachdem die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung zuletzt mehrfach in Sankt Hülfe über die Bühne ging, hat nun das Pfarramt Drebber die Sache in der Hand. Dabei wollen die Gastgeber ganz offenbar neue Maßstäbe setzen. „Wir haben das alte Konzept auf den Kopf gestellt“, sagt Pastor Rainer Hoffmann. Ziel sei es, den Aktionstag weiter zu öffnen. Es sollen alle Kinder aus der Region einbezogen werden, eben auch solche, die vielleicht nicht in Gruppen der Kirchengemeinden organisiert sind.

Hoffmann macht keinen Hehl daraus, dass die neue Dimension bei einigen Vertretern im Kirchenkreis durchaus skeptisch gesehen wird. Aber ihm geht es darum, als Kirche ein Zeichen zu setzen, sich auf besondere Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren und dabei auch eine kreative Seite zu zeigen. Dass dabei Menschen aller Konfessionen angesprochen werden, ist für den Geistlichen eine Selbstverständlichkeit.

Die Veranstaltung soll nicht nur einen Nutzen für Kinder haben, sondern auch Erwachsene ansprechen. Das ist ebenfalls eine Neuerung im Drebberaner Konzept. Anstatt die Sprösslinge nur bei der Kirche „abzugeben“, sollen die Eltern auch die Gelegenheit zum Verweilen bekommen. Bei einigen Stationen können sie sogar selbst mitmachen. „Die Familien werden eingebunden“, unterstreicht Hoffmann.

Für den Mitorganisator steht fest: „Es soll ein fröhliches Fest werden.“ Dass dieses Ziel erreicht werden dürfte, dafür spricht schon ein kurzer Blick in die frisch gedruckten Flyer, die nach den Sommerferien in Schulen und Kindergärten der näheren Umgebung verteilt werden sollen. Darin sind etliche Aktionen aufgelistet, gebündelt in einem „Markt der Möglichkeiten“, der deutlich größer ausfällt als in den Vorjahren.

Nach einem Kindergottesdienst in der Marienkirche können die Jungen und Mädchen diesen Markt erobern. Es warten fünf Themenbereiche: Wasser, Erde, Feuer, Luft und Umwelt. An jeder Station gibt es passende Angebote, die jede Menge Spaß und auch Lerneffekte versprechen. Essen und Trinken gehören dazu und sind im Eintritt von 3,50 pro Kind inklusive.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Spielbereiche, unter anderem mit Kletterwand, Niedrigseilgarten und Rennbahnstraße. Sogar der Kirchturm bekommt Konkurrenz: Mit einem Kran können sich Jung und Alt in die Höhe katapultieren lassen und „Gottes bunte Welt“ aus der Vogelperspektive betrachten. Die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße wird im Bereich der Marienkirche gesperrt.

Doch bis es soweit ist, gibt es für die Macher vor Ort noch viel zu tun. Ein achtköpfiges Team hält die Fäden in der Hand. Weitere Gruppen, bestehend aus Gemeindemitgliedern aus Mariendrebber und Jacobidrebber, kümmern sich um die praktische Umsetzung. „Der ganze Ort ist eingebunden“, sagt Hoffmann. Dass bei der gemeinsamen Arbeit auch das Zusammenwachsen der beiden Kirchengemeinden einen weiteren Schritt voran kommen kann, ist für den Pastor ein willkommener Nebeneffekt.

Um etwas Großes auf die Beine zu stellen, sind viele Helfer gefragt. Und es sind Sach- und Geldspenden nötig, damit die Finanzierung gesichert ist. Der Kinderkirchentag soll sich von allein tragen, betont Hoffmann. Worüber er sich in diesem Punkt besonders freut, ist die Beteiligung vieler Firmen. Sie bringen sich auch ganz aktiv in Projekte ein, damit es ein tolles Fest für die Kinder wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Werders erste öffentliche Trainingseinheit in Schneverdingen

Werders erste öffentliche Trainingseinheit in Schneverdingen

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Bilder vom ersten Sieg des FC Bayern auf der Asien-Reise

Bilder vom ersten Sieg des FC Bayern auf der Asien-Reise

Der kunterbunte Tintenkampf: "Splatoon 2" im Test

Der kunterbunte Tintenkampf: "Splatoon 2" im Test

Meistgelesene Artikel

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Auf Expedition im Maislabyrinth

Auf Expedition im Maislabyrinth

Kommentare