Warten auf Nachfolge

Gleichstellungsbeauftragte Ann-Kristin Hübner blickt auf dreijährige Tätigkeit zurück

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Gleichstellungsbeauftragte Ann-Kristin Hübner hat sich im Laufe ihrer dreijährigen Tätigkeit vor allem auf den Personalbereich im Rathaus konzentriert. Nun will die Barnstorferin das Ehrenamt zum nächstmöglichen Zeitpunkt abgeben.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die offizielle Verabschiedung dürfte spätestens im Sommer sein, aber Fraktionsvertreter und Verwaltung nutzten bereits die jüngste Ratssitzung, um sich bei der noch amtierenden Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinde Barnstorf für die geleistete Arbeit zu bedanken. Dabei gab es reichlich Lob für Ann-Kristin Hübner, die nach dreijähriger Tätigkeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus dem Ehrenamt ausscheiden möchte.

Den genauen Zeitpunkt ihres Abschieds ließ Hübner in der öffentlichen Sitzung im Rathaus noch offen. Ihr Bestreben ist ein nahtloser Übergang, damit sie ihre Arbeit persönlich an die Nachfolge übergeben kann. Aber sie befürchte, „dass so schnell niemand gefunden wird“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte mit Blick auf die aktuelle Stellenausschreibung der Kommune.

Sofern sich in den kommenden Monaten noch keine Nachfolge findet, will Hübner im August eine Lesung in Schmolte veranstalten. Es wäre die vierte Lesung in ihrer dreijährigen Amtszeit. Welche Aufgaben das Ehrenamt mit sich brachte, verdeutlichte die 37-jährige Barnstorferin in einem Tätigkeitsbericht, der alle drei Jahre von der Gleichstellungsbeauftragten in den politischen Gremien vorzulegen ist.

Hübner drehte das Rad der Zeit noch einmal zurück. Sie erinnerte an ihre Anfänge, als sie den Kontakt zu verschiedenen Institutionen in Barnstorf und Umgebung suchte. Aus dem Netzwerk heraus ergaben sich dann im Laufe der Jahre mehrere Kooperationen und Projekte. Diese begleitete die Gemeindevertreterin entweder ganz aktiv oder auch durch einen Griff in ihren Haushaltstopf, der ihr die Mitfinanzierung von ausgewählten Angeboten ermöglichte.

Als Beispiel nannte Hübner einen Vortrag, der anlässlich des Weltfrauentages im Schulterschluss mit Landfrauenverein und Polizei stattfand. Thema: „Wie verhalte ich mich in Gefahrensituationen?“. Die Resonanz sei sehr gut gewesen, freute sich die Gleichstellungsbeauftragte. Aber sie machte auch keinen Hehl daraus, dass einige geplante Veranstaltungen am Ende nicht stattfanden, weil das Interesse in der Bevölkerung fehlte, etwa als es um das Thema „Politische Akquise“ ging.

„Amt ist sehr zeitintensiv“

„Personal war der Bereich, der mir am Wichtigsten war“, unterstrich die gelernte Sozialpädagogin. Sie beteiligte sich an Einstellungsverfahren, bot individuelle Beratungen an und strebte eine enge Zusammenarbeit mit dem Personalrat der Kommune an. Nicht ohne Stolz verwies Hübner auf einen Anstoß zur Gesundheitsförderung, die es der Belegschaft jetzt ermöglicht, zu günstigen Konditionen an einem Fitnessprogramm teilzunehmen.

Die offene Sprechstunde sei anfangs sehr gut angenommen worden, berichtete Hübner. Ihr sei es wichtig gewesen, im Rathaus anwesend und ansprechbar zu sein. Die Anfragen hätten sich nicht nur auf Gleichstellung, sondern auch auf soziale Themen bezogen. Die Resonanz aus der Bevölkerung hielt sich aber offenbar in Grenzen. „Ich hatte gehofft, dass mehr kommt“, sagte Hübner, die in diesem Zusammenhang aber auch einräumte, nicht viel Werbung gemacht zu haben.

„Das Amt ist sehr zeitintensiv, wenn man alle Bereiche, die Gleichstellungsarbeit ausmachen, abdecken möchte“, stellte Hübner fest. Sie habe anfangs Ideen für große Projekte gehabt, diese aber mangels Zeit nicht umsetzen können. Mit hauptberuflicher Tätigkeit und Familie sei es einfach nicht möglich. Wenn sie ein solches Ehrenamt ausführe, wolle sie auch den eigenen Ansprüchen genügen. Das sei aber auf ehrenamtlicher Basis nicht möglich.

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