Gewitter überschattet elften Sponsorenlauf / Mehr als 120 Schüler am Start

Hagel raubt Spaß und Geld

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Kurzer Zwischenstopp an der Wassertheke: Die Kinder kamen rasch ins Schwitzen und sorgten für Flüssigkeitsnachschub.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Beim Sponsorenlauf der Grundschule Barnstorf-Drentwede kam den Beteiligten ein Gewitter in die Quere. Ein Hagelschauer raubte den Kindern am Samstagvormittag ein bisschen den Spaß – und vermutlich auch etwas Geld, denn jede gelaufene Runde sollte sich am Ende in barer Münze für einen guten Zweck auszahlen.

Als plötzlich ein Hagelschauer einsetzte, suchten Rundenzähler und Läufer Schutz unter Regenschirmen.

„Obwohl das Wetter nicht mitspielte, ließen unsere Läufer sich nicht davon abhalten, tolle Ergebnisse zu erzielen, und liefen dem Regen davon“, bilanzierte Grundschullehrerin Anneke Storck. Sie hatte erstmals Regie bei der inzwischen elften Auflage des Sponsorenlaufes geführt, musste nach knapp einer Stunde aber mitansehen, wie sich Kinder, Rundenzähler und Zuschauer vorübergehend unter die Tribüne des Stadions flüchteten oder Schutz unter Regenschirmen suchten. Danach war die Luft etwas raus, nur noch wenige Teilnehmer kehrten auf die Tartanbahn zurück.

Dabei hatte die Veranstaltung gut angefangen. Als die Vorsitzende des Schulfördervereins, Kerstin Klauke, den Startschuss für die erste Gruppe gab, hatten sich die Regenwolken verzogen und es herrschte strahlender Sonnenschein. Aileen aus der Klasse 2b musste bereits nach wenigen Runden ihre Jacke ausziehen, weil sie ins Schwitzen kam. Die Siebenjährige war eine von gut 120 Schülern, die sich an diesem Vormittag auf die Strecke begaben. Dazu gesellten sich etwa 20 Erwachsene.

In Vorbereitung auf die Aktion hatte die Schule in den vergangenen vier Wochen freiwilliges Training angeboten. Das sollte sich in der Fitness auszahlen, wie Michael Preuß feststellte. Auch er hatte mit seiner Tochter Jana geübt. Das Ergebnis: Die Siebenjährige schaffte locker neun Runden. Ihre Freundin Jona (6) legte ebenfalls beachtliche acht Runden zurück. Bei 400 Metern pro Runde also eine Strecke von 3,2 Kilometern. Toll!

„Faszinierend, was die Kleinen in den Beinen haben“, meinte Lehrer Holger Paltinat, der das Geschehen in lockerer Form moderierte. Auch Eltern, Großeltern und Geschwister feuerten die jungen Läufer an. „Super, Luca!“ oder „Klasse, Dominic!“ schallte es aus dem Publikum. Dazu immer wieder die Aufforderung zum Trinken. Die siebenjährige Paula legte nach sieben Runden einen Zwischenstopp an der Wassertheke ein, die vom Edeka-Markt Kruber gesponsort wurde, und begab sich dann wieder auf die Strecke.

„Man kann sich hier richtig austoben“, freute sich der neunjährige Miles. Angespornt wurde er durch seine Mutter, die sich als Sponsorin zur Verfügung gestellt hatte und 1,50 Euro pro Runde ihres Juniors locker machte. Auch bei den übrigen Schülern schlüpften viele Familienangehörige in die Rolle des Geldgebers. Damit unterstützten sie den Sinn und Zweck dieses Sponsorenlaufes.

„Es ist eine gute Einnahmequelle für den Fördereverein“, erklärte Vorsitzende Klauke. Die Erlöse würden in einen Topf fließen, von dem letztlich wieder die Grundschüler profitieren würden. Eingesetzt würden die Mittel für die Schulhofgestaltung und Aktivitäten des Fördervereins. Aktuell sei die Anschaffung eines Häuschens für die Aufbewahrung von Spielgeräten geplant, so Klauke. Ihrem Dank an alle Sponsoren und Helfer schloss sich Schulleiterin Inge Beimel gerne an.

Sponsorenlauf in Barnstorf

Hatte sich in den Vorjahren noch die Interessengemeinschaft Gesundes Leben (IGEL) an der Gemeinschaftsaktion beteiligt, so zeichneten diesmal Schule und Förderverein allein verantwortlich. Die Vereinsmitglieder kümmerten sich auch um den Verkauf von Würstchen, Brezeln und Getränken sowie um Schminken und Hüpfburg.

In den nächsten Tagen soll Kassensturz gemacht werden. Nach Angaben der Veranstalter stehen rund 2200 Runden zu Buche, die am Sonnabend gelaufen wurden. Sie müssen nun mit den jeweiligen Sponsorengeldern verrechnet werden. Organisatorin Storck: „Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt!“

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