Genossenschaft Öko-Energie Huntetal zieht Bilanz

Geschäft mit Sonne und Wind läuft besser als geplant

Wechsel in der Genossenschaft: Vorsitzender Jürgen Düver (l.) und sein Vorstandskollege Reinhard Ernst (r.) dankten Jürgen Lübbers (2.v.l.) für die Mitarbeit. Die Nachfolge trat Detlef Moss an.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Wenn die Sonne scheint und der Wind bläst, dann klingeln die Kassen der Genossenschaft Öko-Energie Huntetal mit Sitz in Barnstorf. Sie hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 hingelegt und kann auch optimistisch in die Zukunft blicken. Mit weiteren Investitionen, unter anderem im Windpark im Aasbruch, sollen die Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien ausgedehnt werden.

Während der Generalversammlung im Barnstorfer Rathaus berichtete der Vorstand um seinen Vorsitzenden Jürgen Düver über das vergangene Geschäftsjahr. Die Zahlen können sich sehen lassen: Das Eigenkapital beträgt fast 554 000 Euro. Der Bilanzgewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Er beläuft sich auf rund 32 000 Euro. Gut die Hälfte des Betrages wird den Rücklagen zugeführt. Der Rest wird als Dividende an die aktuell 119 Mitglieder ausgezahlt.

Die Dividende beträgt drei Prozent und liegt damit wie geplant auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2016 wären sogar fünf Prozent möglich, erklärte Düver. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es keine neuen Aktivitäten gebe. Doch die Genossenschaft will ihr Geschäft ausdehnen und, wie bereits berichtet, eine frisch errichtete Windkraftanlage im Aasbruch erwerben.

Der Kauf einer Bürgerwindkraftanlage ist in der Generalversammlung nach einer intensiven Diskussion auf positives Echo gestoßen. Die Mitglieder haben den Vorstand ermächtigt, eine Anlage für etwa 3,6 Millionen Euro zu erwerben. Voraussetzung: Den Bürgern aus Drentwede wird eine bevorzugte Beteiligungsmöglichkeit eingeräumt. Ziel ist es, ein Eigenkapital in Höhe von etwa 600 000 Euro aufzubringen. Der Rest soll durch Kredite abgedeckt werden.

Nach Angaben des Vorsitzenden sollen die Verhandlungen mit der Firma Pommer und Schwarz aus Aurich, die fünf Windkraftanlagen im Sondergebiet zwischen Drentwede und Barnstorf errichtet hat, nun zu einem Abschluss gebracht werden. Eine der Anlagen mit einer Leistung von 2,35 Megawatt soll schlüsselfertig übernommen werden. Nicht auszuschließen, dass sich die Genossenschaft noch in weitere Windkraft-Projekte in der Region einbringt.

Mit dem Betrieb der beiden Photovoltaikanlagen, die sich auf den Dächern der Christian-Hülsmeyer-Schule und der Vereinssporthalle in Barnstorf befinden und über eine Nennleistung von insgesamt 189 Kilowatt Peak verfügen, ist der Vorstand sehr zufrieden. Die Stromerzeugung beträgt etwa 180 000 Kilowattstunden pro Jahr. Auch der Windpark Dickel, wo sich die Genossenschaft vor drei Jahren mit 200 000 Euro eingebracht hat, erfüllt die wirtschaftlichen Erwartungen in vollem Umfang. Die Aussichten für das aktuelle Geschäftsjahr sind ebenfalls erfreulich: „Die bestehenden Anlagen und Beteiligungen laufen besser als geplant“, berichtete der Vorsitzende.

Auch in personeller Hinsicht ist die Genossenschaft weiterhin gut aufgestellt. Bei den Vorstandswahlen wurden Jürgen Düver und Reinhard Ernst im Amt bestätigt. Jürgen Lübbers schied auf eigenen Wunsch aus. Seine Nachfolge trat Detlef Moss an, der bislang im Aufsichtsrat gesessen hat. Sein Platz wird freigehalten für einen Vertreter aus Drentwede, wenn der dortige Anlagenkauf abgewickelt ist. Die Aufsichtsratsmitglieder Mark Plaßmeier und Karl-Heinz Meyer wurden bestätigt. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Bruns, der die Generalversammlung leitete, dankte den scheidenden und neuen Amtsinhabern für die geleistete Arbeit.

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