Genossenschaft erhöht die Dividende / „Das war das beste Solarjahr“

Öko-Energie im Aufwind

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Vorsitzender Jürgen Düver war mit dem Geschäftsjahr sehr zufrieden.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Das Geschäft mit Solarenergie und Windkraft zahlt sich aus, die Mitglieder der Genossenschaft Öko-Energie Huntetal in Barnstorf reiben sich die Hände. Für das zurückliegende Geschäftsjahr erhalten die Beteiligten eine Dividende von drei Prozent auf ihre Kapitalanlage. Und im nächsten Jahr soll es nochmal zwei Punkte raufgehen. Dann könnten bis zu fünf Prozent ausgeschüttet werden, kündigt Vorsitzender Jürgen Düver an.

Die positive Geschäftsentwicklung stieß bei der Generalversammlung am Dienstagabend im Barnstorfer Rathaus auf Wohlwollen. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, meinte der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Windeler, ohne dem Resümee des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Düver vorgreifen zu wollen. Dieser ging in seinem Bericht auf Einzelheiten des Geschäftsjahres 2014 ein und gab den Mitgliedern auch nähere Informationen zum Anlagenbetrieb.

Mit den beiden Photovoltaikanlagen, die vor zwei beziehungsweise drei Jahren auf den Dächern der Vereinssporthalle und der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf errichtet wurden und über eine Nennleistung von insgesamt 187 Kilowatt Peak verfügen, zeigte sich der Vorsitzende mehr als zufrieden: „Das war das beste Solarjahr, seitdem wir die Anlagen haben.“ Insbesondere das Frühjahr 2014 sei „überragend“ gewesen. Beide Anlagen hätten im vergangenen Jahr insgesamt rund 180000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dieser wird ins öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet.

Auch die Beteiligung am Windpark Dickel trägt erste Früchte. Hier hatte die Genossenschaft 200000 Euro in eine Anlage investiert, die Ende 2013 auf 2,3 Megawatt aufgerüstet wurde. Nach Angaben des Vorstands konnten bisher keine verlässlichen Daten vorgelegt werden, weil die Windkraftanlage wegen der Umrüstung nicht durchgängig gelaufen sei. Die Ergebnisse würden aber fast der Planung entsprechen, so Düver. Die Kollegen in Dickel hätten die Anlage solide geplant und die Probleme aus dem Weg geräumt.

Die bisherigen Investitionen konnte die Genossenschaft mit ihren aktuell 119 Mitgliedern ohne jegliche Kredite tätigen. Das Eigenkapital beläuft sich inzwischen auf 538000 Euro. Der Bilanzgewinn im Geschäftsjahr 2014 beträgt 18500 Euro. Ein kleiner Teil fließt in die Rückstellungen, der Rest wird als Dividende ausgezahlt. Nach zwei beziehungsweise eineinhalb Prozent in den ersten beiden Geschäftsjahren sind es nun drei Prozent. Tendenz weiter steigend!

Der Beschluss über die Gewinnerverwendung fiel am Dienstagabend ebenso einstimmig aus wie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Als Formsache erwies sich auch die Satzungsänderung. Damit hatten sich die Mitglieder bereits vor einem Jahr beschäftigt. Nun wurde noch einmal festgehalten, dass Beteiligungen an Unternehmen und Personenvereinigungen möglich sind, sofern es dem Zweck der Genossenschaft dient.

Ob die Öko-Energie Huntetal in naher Zukunft wieder auf dem Markt aktiv wird und sich an weiteren Vorhaben in der Region beteiligt, bleibt abzuwarten. Der Vorstand habe Ausschau nach neuen Investitionen gehalten, so Düver, aber „im Moment ist nichts spruchreif“. Wenn in neue Projekte investiert werde, dann müsse die Rendite stimmen.

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