Wiedersehen ist nur eine Frage der Zeit

Gemeinden Drebber und Perzów vertiefen ihre Partnerschaft

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Bei ihrem Ausflug nach Breslau genossen Hans Mauer, Izabela Bosch und Angelika Klaas (v.l.) die Atmosphäre auf dem Marktplatz.

Im Laufe der mehr als 20-jährigen Partnerschaft zwischen den Gemeinden Drebber und Perzów sind schon viele Freundschaften und sogar Ehen entstanden. Die Menschen knüpfen Kontakte, tauschen sich aus und lernen die unterschiedlichen Kulturen der Nachbarländer kennen. Um die freundschaftlichen Beziehungen zu fördern, finden abwechselnd Besuche mit Teilnehmern aus beiden Kommunen statt. Diesen Weg wollen die Beteiligten auch in Zukunft fortsetzen.

Drebber - „Wir haben bei unserer letzten Reise nach Polen eine Einladung zum Gegenbesuch ausgesprochen“, erklärt Bürgermeister Friedrich Iven im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Gäste werden vom 5. bis 9. August 2020 in der Gemeinde Drebber erwartet. Es bleibt also noch ausreichend Zeit, um ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste aus dem Nachbarland vorzubereiten. Dabei soll der gesellige Teil nicht zu kurz kommen.

Die Geselligkeit spielte auch beim jüngsten Besuch in Perzów eine große Rolle. Eine neunköpfige Delegation mit Iven an der Spitze hielt sich fünf Tage in der rund 800 Kilometer entfernten Partnergemeinde auf. In der Gruppe befanden sich auch drei Teilnehmer, die zum ersten Mal an dem Austausch mitwirkten. „Die Neulinge waren sehr überrascht über die Gastfreundschaft, die in Polen herrscht“, so Iven.

Für den Bürgermeister selbst war der herzliche Empfang keine große Überraschung. Er war schon viele Male in Perzów, seitdem die Partnerschaft im Jahr 1997 mit einer entsprechenden Urkunde besiegelt wurde. Doch neben dem Wiedersehen mit vertrauten Personen und Orten konnte der Gemeindevertreter aus Drebber wieder einige neue Erkenntnisse bei den gemeinsamen Aktivitäten sammeln.

Die Delegation um Friedrich Iven (4.v.r.) kam mit Perzóws Bürgermeisterin Danuta Fron (3.v.l.) und Ministerin Andzelika Mozdzanowska (7.v.l.) ins Gespräch. 

Auf dem Programm stand unter anderem die Besichtigung von mehreren kommunalen Einrichtungen. Die Gäste aus Drebber bekamen Einblicke in Schule, Kindertagesstätte und Seniorentreff. „Die öffentlichen Einrichtungen sind auf dem neuesten Stand. Da gibt es kaum Unterschiede zu unserem Standard“, stellt Iven fest. In Perzów habe sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel getan, zum Teil gefördert mit Mitteln der Europäischen Union.

„Man kann die Fortschritte in Polen deutlich spüren und sehen“, so Iven weiter. Diesen Eindruck habe er auch bei den Tagesausflügen nach Breslau und Kepno gewonnen. Bei einem Stadtbummel gab es diverse Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Den Abschluss der Reise bildete ein öffentliches Familienfest. Dabei kam es auch zur Begegnung mit Ministerin Andzelika Mozdzanowska. Ihr Aufgabengebiet konzentriert sich auf kleine Gewerbebetriebe in der Region.

Die Gemeinden Drebber und Perzów wollen die Partnerschaft in den kommenden Jahren weiter vertiefen und setzen dabei auch auf die Jugend. Hier gibt es gemeinsame Ferienfreizeiten. Die nächste Begegnung findet vom 20. bis 27. Juli statt. Schauplatz ist Karpazc, eine Stadt im Riesengebirge im Südwesten Polens. Dort werden sich jeweils 20 Jugendliche beider Partnergemeinden im Alter von 12 bis 18 Jahren treffen.

Beim Besuch des Seniorentreffs erhielt Hans Feyerabend ein „herzliches“ Abschiedsgeschenk.

„In den letzten Jahren waren wir mit den Jugendlichen immer an die polnische Ostseeküste eingeladen. Darum sind wir alle sehr gespannt, was uns nun in Niederschlesien erwartet“, sagt Drebbers stellvertretende Bürgermeisterin Silke Husmann. Sie wird sich wieder als Betreuerin zur Verfügung stellen und damit das länderübergreifende Engagement des TSV Drebber unterstützen.

Nachdem die Drebberaner das letztjährige Treffen im brandenburgischen Milow auf die Beine gestellt haben, sind diesmal die polnischen Nachbarn für die Ausarbeitung des Programms zuständig. Husmann ist zuversichtlich, dass es den Teilnehmern Spaß machen wird: „Es wird sicherlich wieder eine ausgewogene Mischung aus Sightseeing, Sport und Spiel und Freizeit zum gegenseitigen Kennenlernen werden. Die Internetseite des Ortes verspricht jedenfalls eine Menge Attraktionen!“

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