Offenes Nachbarschaftsfest „Cross Culture“: Verschiedene Kulturen auf der Bahnhofstraße

Gut gelaunt Seite an Seite

Bunt waren die Aktionen beim offenen Nachbarschaftsfest „Cross Culture“ am Samstag auf der Bahnhofstraße in Barnstorf. Fotos: Konkel

Barnstorf - Von Eva-Maria Konkel. Bunt, laut und fröhlich: So kann das dritte „offene Nachbarschaftsfest“ auf der Bahnhofstraße in Barnstorf beschrieben werden. Auch das Wetter spielte am Samstag mit. Mitorganisator Klaus Schmelz hatte anderes befürchtet. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen präsentierten sich die verschiedenen Kulturen gut gelaunt Seite an Seite mit den verschiedensten Aktionen.

„Cross Culture“ (sich kreuzende Kulturen) war der Titel des Festes. Es zeigte, dass es durchaus möglich ist, verschiedene Lebensgewohnheiten und Überzeugungen friedlich nebeneinander leben zu lassen.

„Die Leute können sich hier begegnen und sich auf eine ganz andere Weise kennenlernen. Hier gibt es alkoholfreie und alkoholische Getränke, Speisen mit und ohne Fleisch, das übt Toleranz“, sagte Klaus Schmelz und zeigte sich zur „Halbzeit“  der Veranstaltung schon mehr als zufrieden.

Die Vielfalt der Angebote machte die Besonderheit dieser Veranstaltung aus.

„Verständigung geht durch den Magen“, lachte eine Besucherin aus Drebber und kostete von den unterschiedlichen Speisen, die die Teilnehmerinnen des Frauensprachkurses zubereitet hatten. Ob herzhaft oder süß: Entlang der Bahnhofstraße blieb kaum ein Wunsch offen.

Am Stand der Solidarischen Landwirtschaft „Solawi“ gab es Kostproben der frisch geernteten Gemüse sowie Aufstriche auf selbst gebackenem Brot.

Tanz auf den Stelzen: Alaa Al Khalaf aus Syrien zeigte bei „Cross Culture“ sein Können.

Das „Slow Mobil“ lockte mit Speisen aus der regionalen Küche und rund um die verschiedenen Angebote wurde lebhaft über die Möglichkeiten der nachhaltigen Bewirtschaftung vor der eigenen Haustür debattiert.

Aber nicht nur der Magen, sondern auch Augen und Ohren bekamen etwas. Alaa Al Khalaf, ein 19-jähriger Syrer, der seit vier Jahren in Syke lebt, inzwischen seine Lehre als Maurer beendet hat und übernommen wurde, zeigte bunt gekleidet sein Können auf Stelzen und lud Kinder zum Tanzen ein.

Die Trommelgruppe „Aiye-Gba“ aus Holte konnte sich über zahlreiche Zuhörer freuen und ließ dieser Freude auch freien Lauf.

Auf der Bühne vor dem Bahnhofsgebäude zeigte Fathi Shangar, die aus dem Irak stammt und heute in Rehden lebt, mit ihrer eindrucksvollen Stimme eine große Bandbreite ihres Könnens.

„Das ist so schön und bewegend, ich könnte weinen“, meinte Miriam Saalfeld, die eigentlich in Bremen lebt und bei Freunden zu Besuch war.

„In Barnstorf ist so viel los, man muss wirklich den Ort nicht verlassen“, so die Meinung von Besuchern dieser Begegnungsstätte der Kulturen.

Ob Zirkus Barbarella, der Igel (Interessengemeinschaft gesundes Leben), der VNB (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen), die Samtgemeinde Barnstorf oder das Welthaus, um nur einige zu nennen, zeigten sich mit verschiedenen Aktionen, bei denen Jung und Alt, Christ, Moslem oder andersgläubig, gemeinsam mitmachen konnten.

Der „Arbeitskreis Willkommen“ und die anderen Mitorganisatoren wollten mit „Cross Culture“ zeigen, dass Vielfalt und Unterschiedlichkeit Spaß machen können und Barrieren zwischen den Menschen überwinden können.

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