Geflügelzüchter müssen Aufbauarbeit leisten / Es mangelt an Nachwuchs

„Inventar ist unbrauchbar“

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Pokal- und Urkundenempfänger (v.l.): Horst Meyer, Kurt Mohrmann, Alexander Groß und Werner Börner.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Im „Verein zur Hebung der Geflügelzucht zu Barnstorf und Umgebung“ ist Aufbauarbeit gefragt. Die Mitglieder bemühen sich bereits seit einigen Wochen um Ersatz für einen Großteil ihrer Ausrüstung, der bei einem Brand zu Weihnachten an der Mühlenstraße vernichtet wurde. „Das Inventar ist größtenteils unbrauchbar“, stellte Vorsitzender Helmut Meyer bei der Jahreshauptversammlung im „Schröders“ fest.

Während der Zusammenkunft erinnerte der Vorsitzende an die Ereignisse vom 25. Dezember. In den frühen Morgenstunden hatten Brandstifter mehrere Wertstoffbehälter angezündet, die in unmittelbarer Nähe zum Lagercontainer der Geflügelzüchter standen. Dadurch wurden Böden, Böcke und Trinknäpfe zerstört. Der Schaden sei erheblich, glücklicherweise sei der Verein versichert, berichtete Meyer, der die Sache inzwischen mit Fassung trägt. „Gut, dass es jetzt passiert ist und nicht 14 Tage vor unserer Ausstellung.“

Ein Dreivierteljahr haben die heimischen Züchter nun Zeit, um ihre Volieren samt Zubehör für die traditionelle Schau am 19. und 20. November 2016 herzurichten. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 303 Tiere im großen Saal des Vereinslokals ausgestellt. Das sei zwar etwas weniger Federvieh als im Vorjahr gewesen, aber der Anteil der Zwerghühner sei von Jahr zu Jahr steigend, stellte Käfigwart Erhard Lichthorn in seinem Bericht fest.

Zuchtwart Erwin Dehmel blickte durchaus zufrieden auf das Jahr 2015 zurück. Die Barnstorfer seien bei auswärtigen Schauen immer auf den prämierten Rängen vertreten. In diesem Zusammenhang richtete der Vorstandsvertreter einen Dank an die Mitglieder, die in der Zucht aktiv seien und ihre Tiere vor allem auch präsentieren würden. Es sei wichtig, dieses Engagement aufrecht zu erhalten, denn wenn der Verein nicht an auswärtigen Austellungen teilnehmen würde, kämen Auswärtige vermutlich nicht zur eigenen Veranstaltung.

Als Ehrenvorsitzender ging Erwin Dehmel wie gewohnt mit gutem Beispiel voran. Ein Titel bei den Vereinsmeisterschaften 2015 blieb ihm jedoch verwehrt. Er musste seinem Zuchtfreund Werner Börner in der Kategorie „Tauben“ den Vorzug lassen. Bei den „Großen Hühnern“ gewann Vorsitzender Horst Meyer die Vereinsmeisterschaft. Bei den Zwerghühnern siegte Kurt Mohrmann vor Friedhelm Behrens.

Keine Frage, einige Senioren sind nach wie vor mit Eifer bei der Sache. Woran es dem Verein jedoch seit Jahren mangelt, ist Nachwuchs. „Es ist schade, dass unser Hobby so allmählich einschläft“, bedauerte Jugendwart Kurt Mohrmann. Offenbar würden junge Menschen lieber vor dem Computer sitzen anstatt sich der Zucht zu verschreiben, die ein gewisses Maß an Pflege und Konzentration erfordere.

Jugendwart Kurt Mohrmann und Zuchtwart Erwin Dehmel wurden in ihrem Amt einstimmig bestätigt. Die Wiederwahl des Vorsitzenden Horst Meyer war ebenfalls reine Formsache. Er steht bereits seit zwölf Jahren an der Spitze des Geflügelzuchtvereins, der nach mehreren Sterbefällen nur noch 45 Mitglieder, darunter 14 Ehrenmitglieder, zählt. Mit der Ernennung von Alexander Groß kam jetzt ein weiteres Ehrenmitglied hinzu.

In Zukunft sollen die Bedingungen zur Erlangung der Ehrenmitgliedschaft verschärft werden. Hintergrund der Satzungsänderung ist die Kostensituation. Ehrenmitglieder zahlen keinen Beitrag, was den alternden Verein auf Dauer zusätzlich belastet. „Wir buttern jährlich zwischen 800 und 1000 Euro aus unserer Rücklage dazu“, berichtete der Vorsitzende. Er schlug deswegen auch eine Beitragserhöhung von 15 auf 20 Euro vor. Die Versammlung stimmte dem Antrag zu und einigte sich ferner darauf, dass auch die Eigenanteile bei Kohl- und Fahrradtouren aufgestockt werden. Die Geselligkeit sollte darunter nicht leiden.

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