Sportfischereiverein Flecken Cornau feiert 50-jähriges Bestehen an den Teichen

Frische Forellen zum Jubiläum

Smalltalk beim Fischfang: An den Cornauer Teichen findet auch der Nachwuchs optimale Bedingungen zum Angeln.

Cornau - Auf dem Anwesen des Sportfischereivereins Flecken Cornau herrscht Idylle pur: „Hörst du die Natur!“, sagt Vorsitzender Friedrich Iven und lädt zum Spitzen der Ohren ein. Die Frösche quaken munter vor sich hin, Vögel stimmen in das Konzert ein. Am kommenden Wochenende dürfte das fröhliche Gezwitscher an den Teichen sogar noch übertönt werden, denn der Verein will es ordentlich krachen lassen. Erst das große Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen, dann ein Open-Air-Gottesdienst der Kirchengemeinde Drebber.

Schon seit Wochen bereiten sich die Petrijünger auf das goldene Fest vor. Das silberne Jubiläum vor 25 Jahren haben sie noch in ihrer Vereinsgaststätte Logemann gefeiert. Diesmal wollen sie ihr eigenes Anwesen nutzen, das sich im Laufe der Jahrzehnte prächtig entwickelt hat. „Wenn wir so ein Gelände haben, dann bietet sich das an“, sagt der Vorsitzende.

Ein Kompliment richtet Iven bereits im Vorfeld des Festes an die vielen aktiven Mitglieder, die sich nicht nur im Jubiläumsjahr engagieren und keinen Arbeitsdienst scheuen: „Sie identifizieren sich mit dem Verein. Es macht einfach Spaß, wenn alle mit anpacken.“ Nur so ist wohl möglich, einen Verein dorthin zu bringen, wo er heute steht. Mit einer gesunden finanziellen Basis und perfekten Rahmenbedingungen, von denen die Gründungsmitglieder unter dem Vorsitz von Fritz Stuckenburg sen. im Jahr 1966 wohl nur träumen konnten.

In der Anfangszeit sei lediglich an der Hunte geangelt worden, der Teich sei erst sechs Jahre später hinzugekommen, erklärt Iven bei einem kurzen Rückblick in die Geschichte. Ihn selbst hat die Leidenschaft am Fischen schon in der Jugend gepackt. Angel und Kescher sind ihm in die Wiege gelegt worden. Auch sein Vater Helmut war aktives Mitglied des Vereins und bekleidete zeitweise den Vorsitz, ehe Iven vor knapp 40 Jahren selbst die Geschicke übernahm.

Mit stetig steigenden Mitgliederzahlen wurden die Voraussetzungen für die Ausübung des Hobbys in Cornau immer weiter verbessert. Der Verein pachtete zunächst ein Grundstück nahe der Hunte und hob einen Teich aus, der auch heute noch das Herzstück des Anwesens darstellt. Im Jahr 2.000 folgte der nächste große Schritt. Die Petrijünger erwarben das Grundstück plus Nebenfläche von Helmut Wilke (Teltmann), dessen Entgegenkommen mit einem Gedenkstein gewürdigt wurde. Vor einigen Jahren konnte im Rahmen der Flurbereinigung eine weitere Fläche hinzu gewonnen werden, so dass sich das Vereinsgelände mittlerweile über fast viereinhalb Hektar erstreckt.

Neben dem großen Gewässer und dem stattlichen Vereinsheim sind inzwischen zwei Teiche hinzugekommen, die genügend Raum für die Erwachsenen und auch die Jugend, die unter der Regie von Dieter Mann und Sven Logemann an den Angelsport herangeführt wird. Mit einer Streuobstwiese und einer Blühwiese, die im Frühjahr 2015 mit Unterstützung der Firma Allos angelegt wurde, hat auch die Tier- und Pflanzenwelt zusätzliche Entfaltungsmöglichkeiten erhalten. Der Vorstand ist stolz, dass sämtliche Maßnahmen aus eigener Kraft umgesetzt werden konnten. „Alles durch vernünftige Haushaltsführung. Wir haben keinen Pfennig Zuschuss erhalten“, betont Iven.

Auch in den Tagen vor dem Jubiläumsfest werden keine Kosten und Mühen gescheut. Die Mitglieder haben Obstbäume nachgepflanzt, die Pflasterung der Grillecke erweitert und den Parkplatz geschottert. „Das Gelände ist in einem guten Zustand. Die Besucher können kommen“, sagt der Vorsitzende mit Blick auf das Wochenende.

Die Jubiläumsfeier im Festzelt beginnt am Freitag, 10. Juni, um 19 Uhr. Nach Begrüßung des Vorsitzenden, einiger Grußworte und Ehrungen warten ein Buffet und ausreichend kalte Getränke auf die Gäste. Die attraktive Tombola ist mit rund 300 Preisen bestückt. Für Stimmung sorgt Diskjockey Torben Rauert. Neben den Mitgliedern ist auch die Dorfbevölkerung herzlich eingeladen.

Nach einer eintägigen Verschnaufpause wird das Programm am Sonntag, 12. Juni, fortgesetzt. Dann gibt die Kirchengemeinde Drebber den Ton an. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Im Gegensatz zur Premiere vor zwei Jahren, als die Sonne ganz schön auf den Köpfen brannte, soll diesmal das Zelt einbezogen werden. Pastor Rainer Hoffmann und zwei Kollegen werden sich in ihrer Predigt mit dem Thema „Wasser“ beschäftigen. Nach dem Gottesdienst können sich die Besucher stärken. Dann kommt auch der Räucherschrank zum Einsatz, der rechtzeitig zum Jubiläum eine Rundum-erneuerung erfahren hat. Der Duft von Forellen liegt jetzt schon in der Luft. 

sp

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