Gemeinderat Drebber verabschiedet Haushalt 2018

„Am Friedhof“ ist der größte Posten bei den Investitionen

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Die Sanierung der Straße „Am Friedhof“ in Jacobidrebber ist bei den Investitionsausgaben 2018 der größte Posten.

Drebber - Von Sven Reckmann. In rekordverdächtiger Zeit handelte der Gemeinderat Drebber am Dienstagabend das Thema Haushalt ab: 33 Minuten nach der Sitzungseröffnung in der Aula der Schule konnte Bürgermeister Friedrich Iven den Ratsmitgliedern bereits wieder einen guten Nachhauseweg wünschen.

Dazwischen lag ein einstimmiges Votum für den Etat 2018. Was aber nicht bedeutet, dass sich die Volksvertreter nicht mit dem Zahlenwerk auseinandergesetzt hätten. In mehreren teils interfraktionellen Sitzungen im Vorfeld, auch mit Kämmerer Friedhelm Gieseke zusammen, wurden Unklarheiten beseitigt und Möglichkeiten ausgelotet.

„Reden hilft, das ist die beste Möglichkeit, einen gemeinsamen Weg zu finden“, meinte der Bürgermeister mit Blick auf die zurückliegenden Gespräche.

Drebber bleibt schuldenfrei

Das Ergebnis: Drebber bleibt schuldenfrei, und mit dem Ausbau der Straße „Am Friedhof“ in Jacobidrebber ist auch wieder eine größere Investition geplant.

Kämmerer Friedhelm Gieseke stellte die Grundzüge des Rechenwerks vor. Die kommunalen Haushalte verfügten wegen der anhaltend guten Konjunktur über eine solide Einnahmebasis. Auch im Bereich der Gemeinde Drebber habe sich die Ertragslage im Bereich Steuern 2017 überwiegend positiv entwickelt, berichtete der Kämmerer.

So ergeben sich für das Haushaltsjahr 2018 folgende Ansätze im Bereich der Steuern: Grundsteuer A: 71.500 Euro (plus 100 Euro im Vergleich zum Planansatz 2017); Grundsteuer B: 370.000 (plus 6.000); Gewerbesteuer: 450.000 (unverändert); Einkommensteuer: 1.176. 000 (plus 74. 000); Umsatzsteuer: 97 .000 (plus 25.000); Vergnügungssteuer: 2 000 und Hundesteuer: 13.500 (beides unverändert).

Schlüsselzuweisungen von der Samtgemeinde gibt es für Drebber nicht.

Im Bereich der ordentlichen Aufwendungen schlägt vor allem die Samtgemeindeumlage zu Buche, die mit 955.650 Euro eingeplant wird, (plus 23.600 Euro gegenüber 2017).

Mehraufwand für Kreisumlage

Die Kreisumlage wird mit 882.400 Euro angesetzt, was Mehraufwendungen in Höhe von 110.600 Euro bedeutet, die Gewerbesteuerumlage, die an Bund und Land fließt, beträgt unverändert 78.500 Euro.

Bei den Unterhaltungsaufwendungen sind die Gemeindestraßen der größte Posten mit 100.000 Euro (minus 20.000 Euro), Straßenbeleuchtung mit 35.000 und Grünflächen mit 9 000 Euro.

Bei Bewirtschaftungsaufwendungen werden die Straßenbeleuchtung mit 22.000 Euro und Straßenreinigung mit 8 000 Euro eingeplant. In der Summe schließt der Ergebnishaushalt mit einem Plus von knapp 158.000 Euro.

Bei den Investitionen werden Erlöse aus Grundstücksverkäufen in Höhe von 405.000 Euro eingeplant, bei den Auszahlungen ist die geplante Sanierung der Gemeindestraße „Am Friedhof“ in Jacobidrebber mit 330.000 Euro der größte Posten, zuzüglich 40.000 Euro für den Regenwasserkanal. 200.000 Euro werden im Bereich Grunderwerb eingeplant, 24.300 Euro als Investitionskostenzuschuss für den Breitbandausbau.

Unter dem Strich gibt es bei der Investitionstätigkeit einen negativen Saldo von 194.000 Euro. Der kann allerdings durch einen positiven Saldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit exakt ausgeglichen werden, so dass der Gesamtfinanzierungssaldo 0 Euro beträgt. „Das hatte ich auch noch nicht“, kommentiert Gieseke die ungewöhnliche „Punktlandung“ im Etat. Da die Auszahlungen also durch die zu erwartenden Einzahlungen gedeckt werden können, ist keine Kreditaufnahme erforderlich.

Haushalt: „Alles auf dem richtigen Weg“

Den vorliegenden Haushalt könne man „entspannt betrachten“, so Friedhelm Gieseke zusammenfassend. Die zentrale Frage ist: werden auch zukünftige Haushalte noch genügend Liquiditätsüberschüsse generieren?

„Alles auf dem richtigen Weg“, befand Dieter Lindenberg für die SPD in der kurzen Debatte. Er lobte die Treffen im Vorfeld als sehr konstruktiv und fügte einen Dank an den Kämmerer hinzu.

Stefan Flemer-Rensmeyer für die Wählergemeinschaft bedauerte es, dass die Steuereinnahmen „in den Umlagen verpuffen“, hob aber andererseits positiv die „nicht unerheblichen Investitionen“ hervor, die dennoch getätigt werden. Er dankte den Steuerzahlern, die dies letztlich möglich machen.

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