Fläche an Dorfstraße steht zur Debatte / Keine Resonanz am Holzkrug

Der nächste Anlauf: Baugebiet in Drentwede

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Das Baugebiet am Mühlenweg stößt bislang auf wenig Nachfrage. Hier stehen erst drei Häuser.

Drentwede - Von Thomas Speckmann. Während in anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Barnstorf neue Baugebiete geplant und genutzt werden, tut sich in Drentwede so gut wie nichts in Sachen Wohnbebauung. Nur drei Häuser sind bisher errichtet worden auf der großen Fläche am Mühlenweg, die reichlich Platz für potenzielle Häuslebauer bietet. Da wundert es nicht, dass in aller Regelmäßigkeit der Ruf nach alternativen Lösungen laut wird, um den Ort zu beleben.

In der jüngsten Ratssitzung kam das Thema wieder auf den Tisch. Diesmal richteten sich die Blicke auf ein recht zentral gelegenes Gebiet an der Dorfstraße/Ecke Auf der Harke. Hans-Hermann Lange wäre bereit, das rund 1,4 Hektar große Grundstück zu vermarkten, wie in der öffentlichen Sitzung bekannt wurde. Erste Gespräch mit dem Grundstückseigentümer und dem Landkreis Diepholz als Genehmigungsbehörde habe es bereits gegeben, berichtete Bürgermeister Theo Amelung.

Doch die Bereitschaft des Eigentümers allein genügt hier nicht. Die Verwaltung machte in der öffentlichen Sitzung deutlich, dass im Zuge einer Bebauung entsprechende Ausgleichsmaßnahmen erfolgen müssten. Will heißen: Wo Flächen versiegelt werden, haben an anderer Stelle angemessene Naturschutzmaßnahmen zu erfolgen. Und genau hier könnte der Knackpunkt liegen. „Das würde den Grundstückspreis verteuern“, meint Gemeindedirektor Jürgen Lübbers.

Lange will nun prüfen, ob sich die Ausgleichsmaßnahmen auch innerhalb des Gebietes realisieren lassen. Die Gemeinde würde die Lösung begrüßen und steht den Plänen grundsätzlich positiv gegenüber. Vom Grundsatz her wäre in dem Bereich eine Bauleitplanung möglich, sagt Lübbers. Dafür müssten dann der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Den letzten Vorstoß in Sachen Baugebiet hatte es vor zwei Jahren gegeben. Damals konzentrierten sich die Bemühungen auf eine zwei Hektar große Fläche am Holzkrug, die schon Jahre zuvor im Gespräch gewesen war. Mit Michael Sieveke, Geschäftsführer der Bauträgergesellschaft MSM aus Goldenstedt, stand ein Mann zur Verfügung, der an einer Vermarktung der Privatgrundstücke interessiert war.

Im Internetauktionshaus „ebay“ pries Sieveke das Gebiet zwischen Holzkrug und Rüstinger Feld an. Doch die erhoffte Resonanz blieb aus. „Die Nachfrage war gleich null“, erinnert sich der Unternehmer aus dem Nachbarkreis Vechta. Es habe nicht einen einzigen Interessenten gegeben, der sich bei ihm über die Grundstücke informiert habe. Ein Bedarf sei in diesem Bereich offenbar nicht gegeben, meint Sieveke. Er habe das Vorhaben inzwischen zu den Akten gelegt.

Und wie steht es um das bereits ausgewiesene Baugebiet am Mühlenweg, das über viele Jahre komplett brach lag? Der erste Häuslebauer hat im vergangenen Jahr zwei neue Nachbarn gewonnen, die sich in Drentwede niederlassen wollten. „Interessenten sind immer wieder mal da. Aber die Nachfrage ist insgesamt verhalten“, erklärt Grundstückseigentümer Ralf Schwarze. Er hofft nun, dass aufgrund der jüngsten Bautätigkeit weitere Ansiedlungen folgen und damit eine Initialzündung ausgelöst wird.

Die Fläche bietet Platz für etwa 20 Grundstücke in der Größenordnung von etwa 600 Quadratmetern. Die Bauplätze lassen sich aber flexibel zuschneiden. Ein Hemmnis für manche Interessenten könnte die Nähe zur Hochspannungsleitung sein. Ein gutes Argument ist hingegen der Grundstückspreis, der im Vergleich zu anderen Orten relativ gering ist: 29,50 Euro pro Quadratmeter (inklusive Erschließung, zuzüglich Vermessungskosten).

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