70 Feuerwehrleute am Sonnabendmittag in Barnstorf im Einsatz

Große Übung mit Verkehrsproblemem

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Angenommene Lage bei der Übung am Sonnabendmittag war ein Brand des Einrichtungshauses Meyer.

Barnstorf - Um 11.26 Uhr heulten am Sonnabend die Sirenen in Barnstorf. Gemeldet wurde der Leitstelle Diepholz ein Gebäudebrand an der Osnabrücker Straße 8. Hier sollte ein Möbelgeschäft brennen. In dem Gebäude wurden acht Menschen vermisst. Es war eine Feuerwehr-Übung, die für viel Aufsehen sorgte.

Schnell rückte das erste Barnstorfer Einsatzfahrzeug aus und traf nur wenige Augenblicke später am Einsatzort im Ortskern ein. Nachdem sich Einsatzleiter Michael Wagner einen ersten Überblick der Lage verschafft hatte, wurden umgehend weitere Kräfte nachgefordert. Wagner ließ mittels der nächsten Alarmstufe die Ortsfeuerwehren Drentwede, Dreeke, Eydelstedt, Aldorf und Rechtern dazu kommen. Zusätzlich wurde die Drehleiter aus Diepholz und eine zweite Wärmebildkamera aus Heede vom Einsatzleiter geordert.

Der Einsatz wurde in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Im ersten ging es vornehmlich um das Aufspüren beziehungsweise Retten der vermissten Personen. Mit zwei Wärmebildkameras und mehreren Atemschutztrupps wurde der große und sehr verwinkelte Verkaufsraum, der zudem stark verraucht war, Stück für Stück durchsucht. Zeitgleich bauten weitere Feuerwehrkameraden am hinteren Teil des Gebäudes eine Löschwasserversorgung auf und bekämpften das angenommene Feuer.

Da die Platzverhältnisse am Einsatzort sehr eingeschränkt waren, mussten sich die Einsatzfahrzeuge auf der Osnabrücker Straße platzieren, wodurch diese halbseitig blockiert wurde. In einem Ernstfall hätte man sicherlich eine Vollsperrung des betroffenen Straßenabschnittes veranlasst. Da es sich hier aber um eine großangelegte Übung handelte, entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, den Verkehr halbseitig an der Einsatzstelle vorbeizuführen.

Nach Ansicht von Beobachter war mancher Autofahrer mit der Situation überfordert. Es herrschte zeitweise ein Verkehrschaos an der Einsatzstelle. Man löste das Problem, indem die Osnabrücker Straße auf dem Teilstück zur Einbahnstraße in Richtung Ortszentrum wurde. In Richtung Diepholz wurde der Verkehr wurden umgeleitet. Diese Maßnahmen stießen nicht bei allen Verkehrsteilnehmern auf Verständnis, was sie den Einsatzteilnehmern durch teilweise eindeutige Gesten zu verstehen gaben.

Nach und nach wurden inzwischen von den Atemschutztrupps die vermissten Menschen ins Freie gebracht und versorgt. Nach etwa anderthalb Stunden war der von Marcel Börner und Heiko Schmidt ausgearbeitete Einsatz abgearbeitet.

In der folgenden Manöverkritik gab es den einen oder anderen Punkt, der kritisch angesprochen werden musste. Einer der wichtigsten, so Ortsbrandmeister Heiko Schmidt, waren die Schaulustigen. Das aus einiger Entfernung immer Passanten versuchen neugierige Blicke zu erhaschen, sei völlig normal. Bei dieser Übung jedoch liefen verschiedene zivile Personen unmittelbar durch den Einsatzort, ja sie standen den Einsatzkräften mehrfach im Weg. Das müsse, so Schmidt, auf jeden Fall künftig abgestellt werden.

Einen großen Dank richteten die Organisatoren der Übung an Torsten Meyer, der sein Gebäude für diese Übung zur Verfügung stellte.

Vor Ort war Gemeindebrandmeister Peter Winkelmann, der mit dem Ablauf der Übung weitergehend zufrieden war.

Nachdem sämtliches Arbeitsgerät wieder auf den Fahrzeugen verladen und die gebrauchten Schläuche getauscht waren, konnten die knapp 70 eingesetzten Feuerwehrleute den Heimweg zum verspäteten Mittagessen antreten.

vm

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