Update: Bundeswehr-Helikopter im Einsatz

Feuer im Goldenstedter Moor weitesgehend gelöscht

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Das Feuer ist kilometerweit zu sehen.

Dichte Rauchwolken steigen am Montagmittag über dem Goldenstedter Moor auf. Auf einer Fläche von rund drei Hektar frisst sich das Feuer durch die trockene Landschaft - auch am Dienstag ist die Gefahr noch nicht vollständig gebannt.

Update, 24. April, 11 Uhr:

Mithilfe eines Bundeswehr-Helikopters soll der Moorbrand in Goldenstedt weiter eingedämmt werden. Die Maschine werde noch am Mittwoch aus dem nahe gelegenen Hartenbergsee jeweils bis zu 5000 Liter Wasser aufnehmen und über das Brandgebiet fliegen, sagte Landkreissprecher Jochen Steinkamp. Der See sei dafür von der Polizei gesperrt worden. Der Brand war am Ostermontag ausgebrochen - Hunderte Rettungskräfte waren eingesetzt.

Update vom 23. April, 18 Uhr:

Moorbrand. Bei dem Wort werden schlimme Erinnerungen an das vergangene Jahr wach, als im Emsland bei Meppen über Wochen gegen Feuer auf einem Bundeswehrgelände vorgegangen werden mussten. So schlimm war es in Goldenstedt nicht.

Feuerwehr: „Wir kennen das“

Die Wahrnehmung der Bevölkerung mag etwas drastischer sein als die in der Feuerwehr. Dieses Gefühl wächst bei einem Gespräch mit Kreisfeuerwehrpressesprecher Matthias Thom. „Ein Moorbrand ist für eine Kreisfeuerwehrbereitschaft heute Routine. Wir kennen das.“

Insgesamt hätte die Kreisfeuerwehrbereitschaft in Goldenstedt kleinere Aufgaben wahrgenommen. „Minimal“ sei sie im Einsatz gewesen, betont Thom. Jede Spezialeinheit habe ihre Einsätze gehabt, aus dem Landkreis hätten aber vermutlich die Barnstorfer Kräfte, die zuerst benachrichtigt wurden, die meiste Arbeit gehabt.

Der Großteil der insgesamt 350 Einsatzkräfte aus dem Landkreis ist bereits Montagabend zurückgekehrt. Diejenigen, die für die Nachtwache eingeteilt waren, hatten in der Nacht immer wieder kleinere Brandnester zu löschen, konnten aber am Dienstagmorgen ohne große Zwischenfälle zurückkehren.

Entwarnung der Polizei

Überstanden war der Moorbrand zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Starke Winde entfachten das Feuer am Vormittag erneut. Mithilfe eines zweiten Löschhubschraubers konnte das Feuer gelöscht werden. Kurz nach Mittag gab es dann die Entwarnung der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta: Der Moorbrand sei weitestgehend gelöscht.

Update vom 23. April, 15 Uhr:

In Goldenstedt dauerten die Nachlöscharbeiten am Dienstagvormittag noch an, wie eine Polizeisprecherin sagte. Deswegen könnten die Brandermittler in dem Gebiet noch nicht mit ihrer Arbeit beginnen. Im Einsatz waren da noch rund 150 Feuerwehrleute.

 In dem Moorgebiet hatte es dort am Montag auf einer Fläche von mehreren Hektar gebrannt. Die Rauchsäulen waren kilometerweit zu sehen. Das unwegsame Gelände erschwerte die Löscharbeiten.

Original-Meldung vom 22. April:

Barnstorf/Goldenstedt – Mehr als 200 Feuerwehrkräfte aus den Landkreisen Vechta und Diepholz waren am Montag im Einsatz, um den Moorbrand in dem grenzübergreifenden Gebiet zwischen Barnstorf und Goldenstedt zu löschen. Die Ursache des Brandes ist zurzeit noch unklar, die Alarmierung erfolgte gegen 13 Uhr. Laut Angaben der Polizei brennt das Feuer nur oberflächlich.

Feuer im Goldenstedter Moor

Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann
Ein großes Feuer hat sich im Goldenstedter Moor zwischen Barnstorf und Vechta ausgebreitet. © Thomas Speckmann

„Aufgrund des böigen Windes hat sich das Feuer sehr schnell ausgebreitet“, berichtet Reinhard Ahlers, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr des Landkreises Diepholz. Der Rauch war kilometerweit zu sehen.

Als die Kreisfeuerwehrbereitschaft 1 aus dem Kreis Diepholz ihren Kollegen in Goldenstedt zu Hilfe kam, bot sich ihnen dieses Bild.

Keine Personen in Gefahr

Der Schwerpunkt der Löscharbeiten konzentrierte sich am Montag auf den Bereich der Gemeinde Goldenstedt. Aber aufgrund des Windes würden die Einsatzstellen mehrfach wechseln, so Ahlers weiter. Personen sind nicht in Gefahr, auch Tierhaltung gibt es in dem Gebiet nicht. Aber das Feuer lasse einen großen Natur- und Umweltschaden erwarten. Die Löscharbeiten werden noch mehrere Stunden andauern, hieß es am Montag. Auch am Dienstag lag noch Rauch über dem Gebiet, Warnungen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurden aufrecht gehalten.

Mehr Rücksicht gewünscht

Nach Angaben des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes in Niedersachsen, Karl-Heinz Banse, stellen Moorbrände die Einsatzkräfte immer wieder vor besonders schwere Herausforderungen. „Dort kann sich das Feuer metertief in den Boden fressen, da wird das Löschen schwierig“. 

Das Feuer breitete sich sehr schnell aus.

Mit Blick auf die Trockenheit wünscht er sich von der Bevölkerung Rücksicht: „Gerade in den Wald- und Moorgebieten sollte man nicht Rauchen und auch keine Fahrzeuge abstellen.“

sp/dpa

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