Feuer im bewohnten Obergeschoss / Polizei sucht verdächtige Person

Brandstiftung im Pfarramt: 150.000 Euro Schaden

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Ortsbrandmeister Heiko Schmidt begutachtete die beschädigte Terrassentür.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die Freiwillige Feuerwehr Barnstorf musste am frühen Samstagabend zu einem Gebäudebrand an der Gartenstraße in Barnstorf ausrücken. Das Feuer war im Pfarramt der katholischen Kirchengemeinde ausgebrochen. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Hause. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Brandstiftung.

Als die ersten Feuerwehrkräfte kurz nach der Alarmierung gegen 17.30 Uhr am Einsatzort eintrafen, machten sie gleich eine auffällige Beobachtung: Die Terrassentür im rückwärtigen Bereich des Pfarramtes war beschädigt. Erste Ermittelungen der Polizei ergaben, dass bislang unbekannte Täter die Scheibe eingeschlagen und sich dann in das bewohnte Obergeschoss begeben hatten. „Dort wurden sämtliche Räumlichkeiten durchwühlt. Anschließend wurde durch die Täter ein Feuer in der Wohnung gelegt“, berichtete eine Polizeisprecherin gestern.

Der Einbruch soll sich zwischen 15 und 17.30 Uhr ereignet haben. Zeugen hätten am Nachmittag eine unbekannte männliche Person an der benachbarten Kirche bemerkt. Sie habe in einem Gebüsch gehockt. Wer nähere Hinweise geben kann, sollte sich mit der Polizeiinspektion Diepholz in Verbindung setzen. Der Sachschaden wird auf 150000 Euro geschätzt.

„Alles verrußt“, meinte Ortsbrandmeister Heiko Schmidt nach einer ersten Begehung des Gebäudes. Seine Kameraden hatten schon beim Eintreffen an der Gartenstraße dichte Rauchschwaden entdeckt, die aus dem Dach und den Fenstern des Obergeschosses kamen. Die Räume sind zurzeit an eine Familie vermietet, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht zuhause war. Die Feuerwehr verschaffte sich Zutritt durch die bereits beschädigte Terrassentür und erkundete die Lage.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Einsatzkräfte nur unter schwerem Atemschutz in die obere Etage gelangen. Das Feuer hatten sie dort recht zügig unter Kontrolle. Um mögliche Glutnester auszuschließen, wurde der Dachboden kontrolliert. Außerdem ging es mit einer Leiter auf das Dach des Gebäudes, um auch unter den Pfannen und Fenstern nachzuschauen.

Feuer im Pfarramt

Das Pfarrbüro im Erdgeschoss blieb vom Feuer verschont. Anders sah die Situation in der Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes aus. Ein Zimmer sei ausgebrannt. Die übrigen Räume durch die Rauchentwicklung stark in Mitleidenschaft gezogen, berichtete Schmidt. Die Polizei kam sogar zu dem Ergebnis, dass das Haus aufgrund der Verrußung und Löschwasser-Arbeiten nicht mehr bewohnbar sei.

Für die Feuerwehr, die mit 27 Kräften und sechs Fahrzeugen vor Ort war, war der Einsatz nach gut zwei Stunden beendet. Am Abend mussten vier Kameraden aber noch einmal an die Straße „Am Kampe“ ausrücken, um einen Rettungsdienst zu unterstützen. Mit Blick auf das Pfarramt fehlten den Vertretern der Kirchengemeinde St. Barbara und Hedwig etwas die Worte. „Gott sei dank ist keiner zu Schaden gekommen“, meinte Gemeindereferentin Doris Rattay.

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