Insektenfreundlicher Sommer

Feuchtes Klima stärkt Populationen an „Krabbeltieren“ im BUEZ und lässt die Natur „aufatmen“

Die Population der Sandbienen habe sich auf dem Gelände des BUEZ auffällig vermehrt. Neben den Pflanzen haben auch einige Insektenarten von dem bislang feuchten Sommer profitiert.
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Die Population der Sandbienen habe sich auf dem Gelände des BUEZ auffällig vermehrt. Neben den Pflanzen haben auch einige Insektenarten von dem bislang feuchten Sommer profitiert.

Barnstorf – Viele Niederschläge und warme Temperaturen lassen nicht nur die Pflanzenwelt in Deutschland „aufatmen“. Auch die verschiedenen „Krabbeltiere“ erholen sich bislang von den „Dürre-Sommern“ aus den Vorjahren. Hilfe will den Insekten dabei auch das Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrums (BUEZ) bieten, wie Hannah Tholen berichtet.

Die 19-Jährige absolviert aktuell ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) auf dem grünen Gelände am Bremer Dreh in Barnstorf. Beim Schlendern über das rund zehn Hektar umfassende Areal hätten sie und Dr. Oliver Nixdorf, der ehrenamtliche Zentrumsleiter, vermehrt eine bestimmte Insektenart angetroffen: „Die Sandbienen, die im Boden leben, konnten wir vermehrt beobachten. In der Nähe der Windräder habe ich ihren Flug- und Arbeitsverkehr wahrgenommen“, erklärt Tholen.

FÖJlerin Hannah Tholen stellt die unterschiedlichen Angebote für Insekten auf dem Gelände des Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrums vor.

Neu angelegte Blühflächen auf dem ehemaligen Wintershall-Gelände bescheren den Insekten zusätzlich Nahrung und Lebensraum. Neben Feuchtwiesen gebe es auch Mischwiesen. „Die Gräser wachsen in diesem Jahr besonders schnell. Ob das Angebot weitreichende, positive Auswirkungen auf die Tierwelt hat, kann man erst in ein paar Jahren abschätzen“, sagt die 19-Jährige.

Eine neue Population an Tieren könne sich nicht aus dem Nichts entwickeln. Hierzu bedürfe es Tiere aus dem Vorjahr, die sich dann weiter fortpflanzen.

Der ideale „Insektensommer“

An einen idealen „Insektensommer“ kommt der bisherige aber heran: „Es brauch viel Niederschlag aber auch sonnige Phasen, damit die Pflanzen Licht zum Wachsen haben. Wenn es den Pflanzen gut geht, geht es auch den Insekten gut“, weis die FÖJlerin. Mit selbst gebauten Insekten-Nistkästen, verschiedenen Blühflächen und einem Steingarten für Kleinlebewesen soll die Artenvielfalt im Buez erhalten bleiben. „Wir wollen ein breites Angebot an Lebensräume für die Tiere schaffen.“

In der Natur gehe es laut Hannah Tholen um den Erhalt der Kreisläufe. Insekten würden hierbei einen wichtigen Teil bilden: „Bienen beispielsweise, holen sich Nektar von Blumen und bestäuben dabei unsere Nutzpflanzen. Die Natur versorgt uns aber auch mit Sauerstoff. Wenn auf einmal eine Komponente fehlt, bricht der Kreislauf zusammen.“

Wenn es den Pflanzen gut geht, geht es auch den Insekten gut.

Hannah Tholen, FÖJlerin im Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum

Um das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen der Umwelt und den Menschen zu stärken, biete sich das FÖJ im BUEZ an, erklärt die 19-Jährige: „Es geht darum mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Es muss möglichst alles erhalten bleiben, auch Krabbeltiere, um den Kreislauf der Natur nicht zu gefährden. Das geben wir auch schon Kindern mit auf ihren Weg, die zu uns ins Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum kommen, um etwas über die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu lernen.“

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