Fast 350 Läufer beim Moormarathon am Start / Schulklassen Fehlanzeige

Preis für Kinder aus Dörpel

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Lennart wurde beim Bambini-Lauf von seinem Papa begleitet und angefeuert.

Barnstorf/Goldenstedt - Der kleine Lennart aus der Kindertagesstätte Dörpel konnte den Auftakt des Moormarathons nicht abwarten. Kaum richtig laufen gelernt, probte der Zweijährige noch schnell einige Minuten mit seinen Eltern, bevor der Startschuss für den Bambini-Lauf fiel. Die 500 Meter lange Strecke meisterte der Junge auf seinen kurzen Beinen dann mit Bravour.

Lennart Steinemann war mit zwei Jahren der jüngste Teilnehmer der Laufveranstaltung, die zum zwölften Mal im Großen Moor zwischen Barnstorf und Goldenstedt stattfand. Fast 350 aktive Menschen von Hamburg bis Ostwestfalen waren am Sonntagmorgen angereist, um ihre Trainingsleistungen in der idyllischen, faszinierenden Umgebung zu bestätigen. Dabei erwies sich der Moormarathon einmal mehr als Balsam für Körper, Geist und Seele (wir berichteten).

Für den Startschuss am frühen Morgen mussten die Läufer früh aus den Federn. Zeitig aufgestanden waren auch Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, sein Goldenstedter Amtskollege Willibald Meyer und Vechtaers Landrat Herbert Winkel. Für das Trio war es einfach verlockend, die Startschüsse geben zu dürfen. Und danach: „Ein guter Kaffee mit Blick ins Moor“.

Die Teilnehmer der grenzübergreifenden Veranstaltung konnten zwischen sieben verschiedenen Strecken wählen. Der erste Startschuss fiel für die 49 Marathonläufer, die mit 42,195 Kilometern den längsten Weg zurücklegen wollten. Zeitgleich begaben sich zwölf Wanderer und Walker auf ihren Rundkurs mit einer Länge von 18 Kilometern. Das größte Feld bildeten die 135 Halbmarathonläufer mit tollen Namen wie „Waldschleicher“, „Swissrunner“, „Shadowrun“, „De Huntloopers“ und sogar „Forrest Gump“. Für den „nur“ neun Kilometer langen Moorlauf hatten sich 79 Personen entschieden.

Der kleine Lennart befand sich beim Bambini-Lauf in guter Gesellschaft. Er war einer von zwölf Vertretern der Kindertagesstätte Dörpel. Sie stellte fast ein Drittel des 30-köpfigen Teilnehmerfeldes und konnte sich am Ende sogar über einen Ehrenpreis freuen. Normalerweise war diese Auszeichnung der stärksten Schulklasse zugedacht. Doch zum Bedauern der Veranstalter war infolge der Ferienzeit keine Klassen an den Start gegangen. Sie verpassten damit die Chance auf eine gute Aufbesserung der Klassenkasse. Auf der Strecke über 1000 Meter gingen 23 junge Einzelläufer an den Start. Zwölf Jungen und Mädchen hatten sich für den Lauf über 3000 Meter entschieden.

Start und Ziel war für Jung und Alt das „Haus im Moor“ in Arkeburg. Dort zogen die morgendlichen Nebel noch ihre Runden, als die ersten Läufer ihre Turnschuhe schnürten. Diese Idylle machte erneut den Reiz aus, denn im Gegensatz zu Stadtläufen fehlen hier die Häuserschluchten. Stattdessen laden weicher Boden, endlose Weiten und die Farben des Moores von Braun über Grün bis ins Blau des Himmels ein. Wiesen, lichte Wälder und Moorland zu durchlaufen, wie viel besser kann ein Sonntagmorgen im Spätsommer starten?

Für die Moderation der Veranstaltung war Bernhard Keller aus Drebber zuständig. Er kommentierte nicht nur in gewohnt launiger Weise das Geschehen, sondern lobte auch die guten Strukturen des Moormarathons sowie die vielen freiwilligen Helfer, ohne die eine solche logistische Herausforderung nicht zu schaffen wäre. Dazu zählen die Samtgemeinde Barnstorf und die Gemeinde Goldenstedt, der Förderverein Goldenstedter Moor, die Ländliche Erwachsenenbildung sowie diverse Sportvereine, Feuerwehren und das Deutsche Rote Kreuz. Nicht zu vergessen die Moorhexen, die die Laufstrecken vor dem Start mit ihren Reiser-Besen noch „reine“ machten.

Natürlich rannten die Profis und die halbprofessionellen Läufer den Pokalen hinterher, die sie bei guten Leistungen auch ergattern konnten. Aber die Trophäen waren nichts gegen den begehrten „Moortaler“. In der Birkenscheibe eingebrannt war das Jahr des Moorlaufes. Also eine schöne Erinnerung, die jeder Läufer im Finale erhielt. Ergebnisse des Moormarathons können im Internet eingesehen werden.

sbb

www.laufmanager.net

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