Fast 70 Einsatzkräfte bekämpfen Gebäudebrand / Wohntrakt unbeschadet

Helle Aufregung in Hollen: „Die Scheune brennt“

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Bei den Löschangriffen gingen die Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Teil unter schwerem Atemschutz ans Werk.

Wohlstreck - Von Thomas Speckmann. Zwei Kinder spielen im Freien, plötzlich herrscht helle Aufregung: „Die Scheune brennt“, sollen die Kleinen gerufen haben, als sie gestern Vormittag das Feuer auf einer Hofstelle im Wohlstrecker Ortsteil Hollen entdecken. Der Hilferuf schlägt ein wie eine Bombe. Die Familie setzt sofort einen Notruf ab, kurze Zeit später ist ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften vor Ort, um den Gebäudebrand zu löschen.

Wohlstrecks Ortsbrandmeister Jörn-Dieter Bergel stellte schnell fest: „Die Scheune können wir nicht mehr halten.“ Das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte bezog sich darauf, ein Übergreifen des Feuers auf den Rest der Hofstelle zu verhindern. Eine Brandschutzmauer zum direkt angrenzenden Nebengebäude und dem Wohntrakt zahlte sich offenbar aus. Der Komplex blieb unbeschadet.

Aufgrund der Gefahrenlage waren gleich sieben Feuerwehren aus der Samtgemeinde Barnstorf vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Wohlstreck wurde gegen 9.30 Uhr per Sirene alarmiert. Unterstützung kam aus Barnstorf, Eydelstedt, Drentwede, Donstorf, Dörpel und Aldorf. Fast 70 Einsatzkräfte befanden sich auf dem Anwesen nahe der Kreisstraße 33, die zu Beginn der Löscharbeiten für den Schwerlastverkehr gesperrt wurde.

Nach Angaben der Polizei waren drei von fünf Pferdeboxen bei Ausbruch des Brandes belegt. Die verängstigten Tiere konnten rechtzeitig aus der Scheune geholt und in Sicherheit gebracht werden. Als gefundenes Fressen für die Flammen erwiesen sich gelagertes Heu und Futter.

450 Quadratmeter große Scheune steht in Flammen

„Wir bekämpfen das Feuer von drei Seiten“, erklärte der Einsatzleiter. Die Löschangriffe gingen teilweise unter schwerem Atemschutz über die Bühne. Aufwändig gestaltete sich die Wasserzufuhr. Die Kameraden mussten eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung aufbauen. Neben einem Hydranten wurde ein Bohrbrunnen, der sonst zur Beregnung von Feldern genutzt wird, angezapft. Ein Löschwasser-Brunnen vor Ort sei defekt, berichtete Bergel.

Kreisbrandmeister Michael Wessels und stellvertretender Gemeindebrandmeister Guido Schruth verschafften sich einen Überblick über die Lage. Die Arbeiten zogen sich in die Länge. Heu-Reste mussten ausgebreitet werden, um die letzten Glutnester abzulöschen. Erst am späten Nachmittag verließ die Ortsfeuerwehr Wohlstreck den Einsatzort.

Neben der Feuerwehr war gestern auch der Rettungsdienst vor Ort. Verletzt wurde aber niemand. Die Polizeiinspektion Diepholz nahm die Ermittlungen auf, der Brandort wurde beschlagnahmt. Zur Ursache konnten die Beamten gestern noch keine näheren Angaben machen.

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