Familiengottesdienst und Scheunenfete umrahmen „Tag des offenen Hofes“ auf Gut Adelhorn

Ein Wunsch geht schon in Erfüllung

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Hatten ihre Wünsche an Luftballons geheftet (v.r.): Stefan Möller mit Emilie und Lina sowie deren Cousine Sophia.

Drentwede - Von Thomas Speckmann. Die zehnjährige Sophia hofft, dass ihr gebrochenes Bein schnell wieder heilt. Cousine Lina (8) wünscht ihrer Familie alles Gute. Und Leonie (10) notiert auf ihrem Zettel viel Glück für die Schwichtenbergs. Es sind drei von mehreren hundert Grüßen, Gebeten und Wünschen, die gestern Mittag in Drentwede auf die Reise gen Himmel geschickt wurden. Die Luftballon-Aktion rundete den Familiengottesdienst ab und leitete zum Hoffest anlässlich des 750-jährigen Bestehens des Gutes Adelhorn über.

Gastgeber Jens Schwichtenberg brauchte keinen Zettel auszufüllen. Für ihn war bereits mit dem Hoffest ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Ein Jahr lang hatten der 40-jährige Landwirt und seine Familie auf dieses Ereignis hingearbeitet. Dazu gehörten Mut, Ideen und Fleiß. Bis zum letzten Tag wurde das Anwesen herausgeputzt. Da rückte sogar noch der Betonmischer an, um einige Stellen in der Scheune zu zementieren.

Die Scheune war am Samstagabend Schauplatz einer großen Fete. Ein Großteil der etwa 750 Besucher hielt sich zunächst unter freiem Himmel auf, strömte dann aber in das Gebäude, als Bernhard Jürgens in seiner Paraderolle als „Der Bur ut Twustern“ das Wort ergriff. Für seine lockeren Sprüche musste auch die lokale Prominenz ihre Namen herhalten. Bürgermeister Theo Amelung nahm’s mit Humor.

Kurz nach 21 Uhr kündigte DJ „Bigfoot“ dann den Stargast des Abends an: Helene-Fischer-Double Victoria Kern. Mit grauem Hosenanzug und einem strahlenden Lächeln betrat die 25-Jährige aus Rostock die Bühne. Am Mittag war sie noch in Erfurt aufgetreten, nun wollte sie dem Publikum in Drentwede mit den Hits der berühmten Schlagersängerin einheizen.

„Wollen wir zusammen das Fieber spüren?“, rief Victoria in die Menge – und erntete prompt ein lautstarkes „Jaaa“. Die Fans wussten, welcher Titel kommt. Heiß begehrt auch die Songs vom aktuellen Album „Farbenspiel“: Bei „Fehlerfrei“, „Marathon“ oder „Atemlos durch die Nacht“ erwiesen sich vor allem die Damen in der ersten Reihe als textsicher. Laura Sander und ihre Freundin Nadine Klügel waren angetan vom Double, das dem Original recht nahe kommt: „Die Stimme ist der Knaller.“

Mit einem Medley beendete Victoria Kern ihren einstündigen Live-Auftritt. Während sie sich wieder auf die Reise machte und ihrem sonntäglichen Auftritt in Leipzig entgegen blickte, wurde in Drentwede weitergefeiert. Für Unruhe sorgte zwischendurch eine Handgreiflichkeit unter Besuchern. Die letzten Gäste tanzten bis in den frühen Morgen. Da waren es nur noch wenige Stunden bis zum Gottesdienst, der am Sonntag ebenfalls in der Scheune stattfand.

Der Einladung der Kirchengemeinden St. Veit sowie Mariendrebber und Jacobidrebber folgten fast 500 Besucher. Sie wurden Zeuge eines abwechslungsreichen Programms, das vom Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde. Zur Feier des Tages schlugen Pastor Torben Schröder und sein Kollege Rainer Hoffmann eine Brücke von der Landwirtschaft zum Glauben. Dazu passte auch das „tierische“ Singspiel des Kindergartens „Arche Noah“.

Nach dem Gottesdienst ergriffen Kreislandwirt Wilken Hartje und weitere Ehrengäste das Wort. Bürgermeister Amelung und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers hatten bereits am Vorabend das Engagement der Veranstalter gewürdigt. Jens Schwichtenberg und seine Frau Nicole gaben das Kompliment gerne an ihre 200-köpfige Helferschar weiter. Sie lobten den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft bei diesem vermutlich einmaligen Hoffest: „So schnell wird es eine solche Veranstaltung wohl nicht wieder in der Region geben.“

„Tag des offenen Hofes“ auf dem Gut Adelhorn in Drentwede

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