Senior übernimmt die Königskette vom Junior

Familie Günnemann bleibt in Donstorf an der Macht

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Schützenpräsident Ronald Wolter (2.v.l.) präsentierte den neuen Hofstaat des Schützenvereins Donstorf und gratulierte erfolgreichen Schützen zum Pokalgewinn. 

Donstorf - Von Simone Brauns-Bömermann. An der Familie Günnemann führt in diesen Tagen kein Weg vorbei. Sie hat das Schützenreich Donstorf fest im Griff. Gerade hat Dennis Günnemann den Thron geräumt, da steht schon sein Vater Norbert zur Stelle und nimmt das Zepter in die Hand. Und das nicht zum ersten Mal: Der Senior hat bereits im Jahr 1993/1994 die Kette getragen. Nun darf er sich zusätzlich über den Titel des Kaisers freuen.

Die feierliche Proklamation der neuen Könige bildete den Höhepunkt des zweitägigen Schützenfestes. Präsident Ronald Wolter spannte die versammelten Grünröcke nicht lange auf die Folter und gab offiziell bekannt, was sich schon am frühen Samstagabend auf dem Festplatz am Dorfgemeinschaftshaus herumgesprochen hatte: „Glücklicherweise kann ich Euch heute verkünden, dass alle Throne in Donstorf neu besetzt sind“.

Der Jubel galt vor allem Norbert Günnemann, der den Beinamen „Der Gelassene“ erhielt. Ganz gelassen und entspannt nahm er sich auch seine Frau Inge zur Königin. Dass der frisch gebackene Kaiser mit den beiden Adjutantinnen Anke Freye und Sandra Schüring noch zwei zusätzliche Frauen in seinen Hofstaat holte, kommentierte der Präsident mit einem Schmunzeln. Mit Vize-Königin Dorit Bösking stieß zum Hofstaat dann noch mehr Weiblichkeit hinzu. Doris Egelriedes Lachen wurde immer lebendiger, als sie das Ergebnis eines weiteren Wettbewerbs erfuhr: „Doris, Du bist unsere neue Schützenliesel und hast das Amt zum vierten Male inne“.

Von Königskette zu Zepter

Bei der Jugend nahm Thore Egelriede das Zepter in die Hand. Er hatte bereits vor einigen Jahren die Königskette getragen, sodass er ebenfalls zum Kaiser ernannt wurde. Zur Prinzessin machte er seine Freundin Jaqueline Woitas. Als Adjutant stieß Marcel Kokemüller hinzu. Den Titel des Vizekönigs errang Julian Sandkuhl. Bei den Kindern hatte Benjamin Hoffmann leichtes Spiel. Er war der einzige Anwärter auf die Königswürde und holte sich Jarla Beneke an seine Seite.

Bevor das Schützenvolk seine neuen Regenten in die Pflicht nahm, hielt Präsident Wolter einen Rückblick auf die scheidenden Würdenträger. Kinderkönigin Laura Heitmann und ihr Prinz Marcel Thölke seien ganz „heiß“ gewesen aufs Regieren. Wolter rief in Erinnerung, dass die beiden schon ein eingespieltes Team seien. Vor der Amtsübernahme in Donstorf hatte das Duo den Nachwuchs in den Schützenreichen Wohlstreck und Dörpel angeführt. Das hatte offenbar so viel Spaß bereitet, dass sich das junge Paar sagte: „Das können wir in Donstorf auch so machen.“

Auftrag an Chemiker

Großer Respekt schlug dem scheidenden Jugendkönig Marius Heitmann entgegen, der seinen Schulabschluss am Twistringer Gymnasium mit Bravour gemeistert hat und nun ein Studium in Hamburg aufnehmen will: „Du hast dein Abitur mit 1,4 gemacht. Hut ab dafür! Vielleicht erfindest Du ja als angehender Chemiker mal etwas, dass der Alkohol nicht so zu Kopf steigt“, empfahl Wolter und sprach damit vielen feierfreudigen Schützen aus der Seele.

Das letzte Dankeschön galt dem scheidenden Königspaar Dennis Günnemann und Melanie Siemers. Sie hätten die Regentschaft ausgiebig genossen und ihre Untertanen daran teilhaben lassen. Als Schießwarte sei das Duo bei Schießveranstaltungen unschlagbar gewesen. Als „Getränkechauffeur“ habe Günnemann nicht nur im Berufsleben unter Beweis gestellt, dass er sich mit der Verteilung auskenne, sondern auch beim Feiern im Zelt. Dass seine Königin Melanie zum Schützenfest im feschen Kleid erschien, statt der üblichen Uniform, war dem Vereinsvorsitzenden ebenfalls nicht entgangen.

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