In der Heimat wird gedreht

Eydelstedter Marc Boutter produziert Abschlussprojekt für Filmstudium in Barnstorf

Der Eydelstedter Filmemacher und Schauspieler Marc Boutter dreht sein Abschlussprojekt in der Heimat.
+
Der Eydelstedter Filmemacher und Schauspieler Marc Boutter dreht sein Abschlussprojekt in der Heimat.

Barnstorf – Er ist Schauspieler, Filmproduzent und kommt aus Eydelstedt. Marc Boutter steht sowohl vor als auch hinter der Kamera. Für das Abschlussprojekt seines Studiums in Darmstadt zieht es den 24-Jährigen jetzt wieder in die Heimat nach Barnstorf.

Marc Boutter ist in Eydelstedt aufgewachsen. Nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt zog der Filmbegeisterte für sein Filmstudium mit dem Namen „Motion Pictures“ nach Darmstadt. Innerhalb seines achten Bachelorsemesters ist der 24-Jährige jetzt als Produzent tätig und kümmert sich um die Organisation und den finanziellen Teil des Abschlussprojektes.

Im Interview spricht Marc Boutter unter anderem über seinen Weg zum Film und die Geschichte hinter seinem Abschlussprojekt.

Wie sind Sie zum Film gekommen?

Ich finde Film schon seitdem ich denken kann sehr faszinierend. Wie eine Welt geschaffen wird, wie Charaktere und deren Geschichten zum Leben erweckt werden und wie dann diese geschriebene Welt in Realität umgesetzt wird und sich Stück für Stück zusammensetzt. Das hat mich schon immer sehr begeistert. Und aus dieser Faszination ist dann ein Studium geworden und dadurch durfte ich eigene und auch viele weitere Projekte vom Papier bis in die Realität begleiten. Und beim Schauspiel ist es eigentlich das Gleiche. Ich bin einfach unglaublich dankbar, dass ich an den Projekten, bei denen ich derzeit mitwirke, mitarbeiten darf. Mein Traum aus der Kindheit ist bereits jetzt zum größten Teil Realität geworden.

Auf der anderen Seite finde ich es schön, bestimmten Themen durch Filme eine Stimme zu geben. Ob das jetzt wie bei „Honest Without Fear“, die Geschichte über eine Flucht, dann die Integration in Deutschland und dann der Traum davon, bei den olympischen Spielen mitzuwirken, ist, oder ob es eine fiktionale Geschichte ist, die zeigt, wie der Tag eines Stotternden verläuft. Es ist einfach schön verschiedenen Themen eine Stimme zu geben – auch wenn es manchmal nur der kleine Rahmen ist.

Welchen Hintergrund hat Ihr jetziges Projekt?

Mein Abschluss-Projekt trägt den Titel „die unkonventionelle Überfahrt des Timm Nymen“ und ist unser Bachelorabschlussfilm. In dem Film geht es um einen stotternden jungen Mann, der versucht – sich trotz seiner Schwierigkeiten auszudrücken – herauszufinden, was es mit dem Brief seiner verstorbenen Mutter auf sich hat.

Den Bachelor mache ich mit diesem Projekt zusammen mit Noah Kofort (Regisseur) und Tim Brunkhorst (Kameramann).

Der Film entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verbund Stottern und Selbsthilfe NRW und den Filmförderungen nordmedia und Hessen-Film.

Welchen Bezug hat das Projekt zu Barnstorf?

Das Besondere an dem Projekt ist, neben der Thematik, dass wir eine Reiseproduktion sind. Das heißt, wir reisen an zwölf Drehtagen über eine Zeitspanne von zwei Wochen durch Niedersachsen und Hessen und drehen dort an verschiedenen Drehorten. Neun Tage davon in Niedersachsen und drei Tage in Hessen. Dabei haben wir sehr viele verschiedene Motive: Ob das jetzt eine Fähre ist, die zwei Bundesländer miteinander verbindet, ein Bahnhof, an dem die Strecke für uns gesperrt wird und wir dort mit einem fahrenden Zug drehen. Da haben wir viel Varianz bei diesem Projekt. Und für einen Bachelorfilm ist dieser Umfang echt schon was sehr Besonderes.

Und eines dieser Motive, beziehungsweise eigentlich zwei, befinden sich in Barnstorf und Eydelstedt. Zum einen werden wir bei Biesenthal für zwei Tage drehen und zum anderen für einen halben Tag bei meinen Nachbarn aus Eydelstedt in der Schweringhauser Straße.

Welche Bedeutung spielt die Heimat für Sie?

Für mich ist es einfach eine mega schöne Angelegenheit, dass ich für meinen Abschlussfilm in meiner Heimat drehen kann. Ich bin dort aufgewachsen und groß geworden, und jetzt ist dieser Ort ein Teil meines Abschlussfilmes und das nur ein paar hundert Meter von dem Haus entfernt, in dem ich aufgewachsen bin.

Ich hätte nicht gedacht, dass das passieren wird. Bin aber echt dankbar dafür. Besonders auch, weil beide Drehorte unserem Projekt sehr offen gegenüber sind und sehr kooperativ.

Arbeiten Sie an weiteren Projekten?

Ich bin parallel gerade als Gesellschafter in die Firma ,,4ReelDocs’’ mit eingestiegen und arbeite da auch in der Produktion beziehungsweise als Produzent in anderen Projekten mit. Mit ,,4ReelDocs’’ haben wir gerade einen Langdokumentarfilm mit dem Namen „Honest Without Fear“ als Förderung über 140 000 Euro durch die Hessen-Film bestätigt bekommen, in dem wir die Geschichte eines Flüchtlings erzählen, der wahrscheinlich als Teil des Flüchtlingsteams an den olympischen Spielen dieses Jahr teilnehmen wird. Da haben wir uns sehr gefreut. Und parallel produzieren wir die zweite Staffel unserer Wrestlingdokumentarserie „Bastards“.

Auf der kreativen Seite bin ich aber auch als Schauspieler tätig. Da ist gerade eine neue TV und Social Media Werbung für Hilcona online gegangen oder auch in der neuen Ergo Werbung durfte ich eine kleinere Rolle spielen.

In der Vergangenheit habe ich sonst bei diversen Projekten als Schauspieler und auch in der Produktion hinter der Kamera gearbeitet.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Meistgelesene Artikel

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio
Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik

Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik

Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik
Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Kommentare