Bewusstsein für Klimaschutz schärfen

Extinction Rebellion: Barnstorfer Ortsgruppe gründet sich

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Aufstand oder Aussterben: Lilian Vorbrüggen hofft auf weitere interessierte Bürger, die sich in die frisch gegründete Ortsgruppe einbringen.

„Extinction Rebellion“ nutzt zivilen Ungehorsam, um für besseren Klimaschutz zu protestieren. Jetzt hat sich in Barnstorf eine Ortsgruppe der Organisation gegründet.

  • Extinction Rebellion: Barnstorfer Ortsgruppe gründet sich
  • Klimaschutz-Protest: Aktivisten wollen aufklären
  • Verkehr lahmlegen - nicht in Barnstorf

Barnstorf - Von Edgar Haab. Mit einem Vortrag zum Thema „Aufstand oder Aussterben“ hatte Lilian Vorbrüggen vor wenigen Wochen ein erstes Zeichen in Barnstorf gesetzt. Nun leitete die junge Klimaschutz-Aktivistin den nächsten Schritt ein, um ihr Vorhaben in die Praxis umzusetzen. Insgesamt 15 Bürger folgten dem Aufruf der Initiatorin, um eine Ortsgruppe der bundesweit bekannten Organisation „Extinction Rebellionins Leben zu rufen.

Ziviler Ungehorsam gegen Klimakatastrophe

Die Gründungsversammlung fand im Café Krümel statt, das sich auf dem Gelände des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums befindet. Mit der Resonanz und der Motivation der Mitstreiter zeigte sich Vorbrüggen sehr zufrieden: „Der Handlungsdruck war bei den 15 Anwesenden zu spüren. Es wurde ziemlich schnell klar, dass wir alle etwas unternehmen müssen, um das Massensterben und die Klimakatastrophe aufzuhalten“, sagt die 19-jährige Göttingerin, die zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in der Umweltbildungseinrichtung in Barnstorf absolviert.

In der Zusammenkunft fasste die Aktivistin zunächst für alle Teilnehmer die drei Forderungen und zehn Prinzipien, die hinter „Extinction Rebellion“ stehen, zusammen. Die Bewegung setzt sich mit zivilem Ungehorsam für den Umweltschutz ein. Wie dieser Protest in der Praxis aussehen kann, hat sich unlängst in Berlin gezeigt, wo hunderte Aktivisten durch die Stadt zogen und den Verkehr lahmlegten. Solche Szenen sind in Barnstorf wohl vorerst nicht zu erwarten. Der der Initiatorin geht es bei der Arbeit vor Ort vielmehr um Aufklärung.

„Extinction Rebellion“: Barnstorfer Ortsgruppe will aufklären

„Das Ziel unserer Ortsgruppe ist, die Klimakatastrophe in das Bewusstsein zu bringen, damit wir diese Aufgabe, vor der die Menschheit steht, lösen können. Mir selbst bedeutet das unglaublich viel, da ich glaube, dass wir das gemeinsam schaffen können“, so Vorbrüggen weiter. Oft würden die Bewegungen in den Städten stattfinden. Die Interessen und Ansichten der Menschen, die auf dem Lande lebten, würden oft übersehen. „Aber ich bin im festen Glauben, dass wir alle etwas zu sagen haben und dass Barnstorf als gutes Beispiel vorangehen kann.“

Dass die Gründungsversammlung so viele Menschen interessiert habe, bestärke sie in ihrem Glauben. Sie gehe davon aus, „dass wir mehr werden und unsere Stimmen erhört werden.“ Die anregenden Diskussionen, die im Laufe des Abends entstanden seien, hätten bereits deutlich gemacht, dass es eine sehr heterogene Bewegung sei. „Das hat mich begeistert, denn es zeigt, dass die unterschiedlichsten Menschen miteinander arbeiten können, wenn sie merken, dass es um etwas geht, und zwar um die Zukunft der Zivilisation. Genau das ist die Idee von ,Extinction Rebellion´“.

„Wir müssen miteinander arbeiten. Wir müssen jetzt handeln“, betont die Aktivistin. Sie appelliert an alle Bürger, einfach mal vorbei zu kommen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Das nächste Treffen dient als Plenum, zu dem Interessierte eingeladen sind. Die Zusammenkunft findet am Sonnabend, 23. November, ab 18 Uhr im Café Krümel statt.

Weitere Informationen

www.extinctionrebellion.de

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