Eva-Maria Schlarmann und Reinhard Schmidt verlassen Grundschule Drebber

Für zwei Lehrer beginnen „ganz lange Ferien“

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Schulleiter Axel Flügge (l.) und Personalvorstand Christine Weiß (r.) wünschten den scheidenden Kollegen Eva-Maria Schlarmann und Reinhard Schmidt alles Gute „für die ganz langen Ferien“, sprich den Ruhestand.

Drebber - Bei den Kindern ist die Freude groß: „Endlich Ferien, sechs Wochen keine Schule.“ Für zwei Pädagogen der Grundschule Drebber haben sogar die „ganz langen Ferien“ begonnen. Eva-Maria Schlarmann und Reinhard Schmidt gehen in den Ruhestand. Die beiden Pädagogen wurden bereits am Dienstag mit einer großen Feier verabschiedet.

Kleine Geschenke, viele gute Wünsche und ein lang anhaltender Applaus von Schülern und Kollegen begleiteten die beiden Pädagogen, die ganze Schülergenerationen geprägt haben. Etwas Wehmut war zu spüren, als sie „ihrer“ Schule tschüss sagten. Aber sie versicherten, dem Hause treu zu bleiben und Veranstaltungen zu besuchen.

Eva-Maria Schlarmann war 40 Jahre an der Schule beschäftigt, die bei ihrem Eintritt am 1. Februar 1975 noch Grund- und Hauptschule war. „Für mich stand schon im Alter von fünf Jahren fest, dass ich Lehrerin werden möchte, denn ich hatte schon vor meiner Einschulung lesen gelernt, und es war toll, meinen Nachbarkindern vorlesen zu können“, erzählte die Lehrkraft am Rande der Abschiedsfeier. Das Rüstzeug für ihre Laufbahn hatte sie damals an der Universität Vechta bekommen, die mitten in ihrer Studienzeit vom Status der eigenständigen Pädagogischen Hochschule in die Universität Osnabrück überging.

Ihr Hauptfach Englisch sowie Sport und Deutsch waren für Schlarmann Berufung. Legendär ist „ihre“ Flötengruppe, die eine feste Institution in der Grundschule geworden ist. Bei der Einschulung der Erstklässler und vielen anderen Feiern geben die kleinen Flötisten den Ton an. Die Gruppe soll auch nach dem Ausscheiden der Initiatorin weiterbestehen. Silke Husmann übernimmt den Unterricht der jungen Musiker.

Mit Wehmut blickte Schlarmann ihrem letzten Schul- und Arbeitstag entgegen: „Drebber war für mich ein Stück Heimat, und ich habe immer gern unterrichtet.“ Aber neben den Abschiedsgedanken freute sie sich auch auf die kommende Zeit: „Es beginnt etwas Neues. Ich habe viel mehr Zeit für meinen Hund, ich kann mich nun meinen Hobbies intensiv widmen, zum Beispiel nähe ich gern Teddies, und ich werde nun auch viel öfter nach Großbritannien reisen können.“

Nur wenige Jahre später als seine Kollegin war Reinhard Schmidt an die Schule gekommen. „Ich habe 1979 die letzte neunte Klasse unterrichtet und gleichzeitig eine dritte Klasse mit 33 Kindern als Klassenlehrer bekommen“, erzählte der Pädagoge aus Diepholz rückblickend. Nach seinem Studium an der Universität in Osnabrück mit dem Fach Mathematik sowie Sport und Geographie begann er 1977 an der Integrierten Gesamtschule in seinem Heimatort Fürstenau zu unterrichten. 1979 folgten das zweite Staatsexamen und seine erfolgreiche Bewerbung auf die Planstelle im Bereich Diepholz.

Die größten Veränderungen hätten sich in den vergangenen Jahren durch die Einbeziehung des Computers in den Unterricht ergeben, stellte er fest. Den Aufbau und die Pflege der schuleigenen Homepage hatte er von Beginn an übernommen. Um den Internetauftritt werde sich in Zukunft die Kollegin Johanna Weßels kümmern.

Schmidts Hauptaufgabe bestand darin, den Kindern das Rechenhandwerk beizubringen. Sport war Freude, Geographie galt als Interesse und Begeisterung für die weite Welt. Für Letzteres wird Schmidt ab sofort mehr Gelegenheit haben: „Ich möchte die kommende freie Zeit für Reisen nutzen, wenn es meine Gesundheit erlaubt. Ein Schwerpunkt ist natürlich Berlin, denn dort wohnt mein Sohn“, verriet er. Seine kraftvolle Stimme („Hier wird nicht gerannt!“) dürfte vor allem denjenigen in Erinnerung bleiben, die voller Tatendrang durch den Schulflur nach draußen laufen wollten.

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