Etwa 500 Teilnehmer starten bei Turnier des Reitclubs Donstorf-Drentwede

Auf dem Weg in alte Zeiten

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Ein „Volti“ geht in die Luft: Lena Sander auf „Santana“.

Rechtern - Etwas unbemerkt im Flecken Barnstorf, parallel zu Frühlingsmarkt und Gartentagen, ging auch in der Reithalle in Rechtern die Post ab. Etwa 500 Reiter und Voltigierer waren beim zweitägigen Turnier des Reitclubs Donstorf-Drentwede am Start. Die unerwartet hohe Beteiligung von Vereinen aus der Region Diepholz und den Nachbarkreisen weckte bei den Verantwortlichen Erinnerungen an die guten, alten Zeiten in den 1980er Jahren, als Rechtern noch als Hochburg des regionalen Turniersports galt.

Beide Tage waren randvoll mit verschiedenen Wettbewerben und Prüfungen nach den offiziellen Wettbewerbs- und Leistungsprüfungsordnungen. Damit wurden die Veranstalter nicht nur dem Breiten- und Nachwuchssport gerecht, sondern boten auch Raum für den Leistungsbereich, der insbesondere für die heimischen Sportler zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Reitclub einige Achtungserfolge verbuchen können. Nun galt es, den eingeschlagenen Weg auf eigenem Boden fortzusetzen.

„In der Reitabteilung soll der Nachwuchs an Turnier-Atmosphäre herangeführt werden. Außerdem besteht der Wunsch, sich durch mehr Trainingsarbeit auch an weitere Taten zu wagen“, lautete die Marschroute von Clubchef Ludwig Brokering. Für Turnierreiter würden in Rechtern durchaus schon Wettbewerbe in Anlehnung an die Leistungsklasse A geboten, die für höhere Aufgaben in Dressur und Springen qualifizierten. Als einen Höhepunkt bewertete Brokering das durchgeführte Staffettenspringen: „Da kam schon Kampfstimmung bei den Reitern und Spannung im Publikum auf.“

Eine Duftmarke setzten der Reit- und Fahrverein Maasen-Sulingen und der Reitverein Visbek. Sie waren am ersten Turniertag mit so vielen Teilnehmern in Rechtern vertreten, dass man fast von einer kleinen Vereinsmeisterschaft der Schulreiter sprechen konnte. Aber einige Vertreter des Reitclubs Donstorf-Drentwede waren alles andere als gewillt, die begehrten Ehrenpreise kampflos herzugeben und legten sich mächtig ins Zeug.

Richter Erhard Paltinat nahm die Reiter genau unter die Lupe. Seine Noten bescheinigten ein durchaus akzeptables Niveau. Den Jüngsten half der Fachmann gerne mit kleinen Tricks – zum Beispiel dem Publikum einhändig zuwinken – auf die Sprünge. Das nahm die Spannung und führte zur notwendigen Lockerheit im Sattel. Die mündlichen „Protokolle“ mussten zwar kurz bleiben, waren aber punktgenau – und erwiesen sich für manches Kind als kostenlose Reitunterweisung.

Die Voltigierer hatten am zweiten Turniertag ihren großen Auftritt. Die Minis demonstrierten in Gruppenwettbewerben ihre Pflicht und Kür. Da schaute nicht nur der Richter genau hin, sondern auch viele Mütter und Väter, die bei solchen Veranstaltungen durchaus etwas lernen können, wie Trainer Hans Lovis feststellte: „Es entwickelt sich bei den Eltern ein Gefühl und Verständnis dafür, wie schwer auch im Schritt, also in der Bewegung, die turnerischen Einzel- und Gruppenübungen sind.“

Beeindruckend, vor allem für Laien, war der Duo-Wettbewerb. Hier zeigten die Voltigierer, was sich zu zweit auf einem Pferderücken anstellen lässt. Bei den Figuren kam der Ideenreichtum zur Entfaltung. Zum Abschluss traten noch einmal die Solo-Voltigierer in Aktion. In der Leistungsklasse M zogen Spitzenkönner auf dem galoppierenden Pferderücken ins Feld. Die Richter Sandra Haseley und Herbert Schulz hatten viel zu schauen und zu werten, bis jeder Teilnehmer seine Platzierung erhielt. Einige heimische Voltis brachen in Jubelstürme aus.

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