Etwa 150 Besucher informieren sich über Bohrarbeiten

Erdölfeld Bockstedt: Spannung vor dem Startschuss

Mitarbeiter der Wintershall gaben den Besuchern einen Einblick in die bevorstehenden Bohrarbeiten.

Bockstedt - Wenige Stunden vor dem Start einer neuen Bohrung im Erdölfeld Bockstedt öffnete Wintershall die Pforten eines Bohrplatzes, um den gespannten Besuchern einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Mit der Resonanz zeigte sich das Unternehmen zufrieden. Laut Pressemitteilung nutzten etwa 150 Besucher das Besichtigungsangebot. Sie wurden in kleinen Gruppen über die Anlage am Rüssener Heerweg geführt.

Ein Team von Wintershall Deutschland stand den Gästen Rede und Antwort. Die Mitarbeiter erklärten dem Publikum, wie der international tätige Erdöl- und Erdgasproduzent das schwarze Gold aus dem Boden holt, welche Bohrköpfe dabei verwendet werden und wie es unter der Erdoberfläche aussieht. „Die Besucher waren sehr interessiert und haben sich darüber gefreut, alles genauer kennenlernen zu können“, berichtete Otto Christopeit, der für die Bohrungen in Bockstedt verantwortliche Ingenieur der Wintershall.

Die Besucher hatten das abgeriegelte Gelände kaum verlassen, da machten sich die Wintershall-Mitarbeiter an ihr Werk. Noch in der Nacht wurde die erste der vier neuen Bohrungen erfolgreich gestartet. Vorausgegangen war eine monatelange, intensive Arbeit der Geologen und Lagerstätteningenieure.

Der Bau der Bohrplätze und das Einsetzen der Standrohre hatte bereits im Juli begonnen. Bei der Standortwahl entschloss sich das Unternehmen, bereits vorhandene Plätze zu nutzen und entsprechend zu erweitern. Der Ausbau der weiteren Plätze soll parallel zur ersten Bohrkampagne laufen und voraussichtlich im Oktober abgeschlossen sein.

Immer nur ein Bohrturm zur Zeit im Einsatz

Nach Angaben des Unternehmens erschließen die Bohrungen in Bockstedt die bekannte Erdöllagerstätte, den Dichotomiten-Sandstein, der in einer Tiefe von 1300 bis 1400 Metern erwartet wird. Da die Bohrungen nacheinander abgeteuft werden, wird immer nur ein Bohrturm im Einsatz sein. Dabei wird eine Bohrung rund drei bis vier Wochen dauern.

Die Kampagne soll voraussichtlich Mitte Dezember beendet sein. Zwei der Bohrungen werden direkt am Rüssener Heerweg abgeteuft, die beiden anderen befinden sich an angrenzenden Wegen westlich und südöstlich von Bockstedt. Bereits Ende 2016 hatte Wintershall zwei Bohrungen in Bockstedt abgeteuft, eine weitere dann im Frühjahr.

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