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Feuerwehrauto steht im Feuerwehrhaus Drebber in Vollbrand

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Von: Jannick Ripking

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Der Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuer Drebber ist im Inneren vollständig ausgebrannt. Das zeigen auch die geschmolzenen Sitze.
Der Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuer Drebber ist im Inneren vollständig ausgebrannt. Das zeigen auch die geschmolzenen Sitze. © Ripking

Die Ortsfeuerwehr Drebber hatte Glück im Unglück: Ein Feuerwehrauto stand im Feuerwehrhaus in Vollbrand. Die Flammen griffen aber nicht auf das Gebäude über.

Drebber – Das ganz große Desaster blieb wegen eines glücklichen Umstandes aus: Im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Drebber stand am Donnerstagabend ein Feuerwehrauto in Vollbrand. Die Flammen griffen nur nicht auf das komplette Gebäude über, weil Einsatzkräfte der Wehr kurz nach dem Ausbruch des Feuers eintrafen – um ihren regulären Dienstbetrieb aufzunehmen.

Die Ursache für den Brand des Transportwagens war ein technischer Defekt.
Die Ursache für den Brand des Transportwagens war ein technischer Defekt. © Ripking

„Wir hätten um 19 Uhr einen Übungsdienst gehabt“, erklärte Ortsbrandmeister Raimund Alsdorf. „Ein Kamerad, der den Dienst im Feuerwehrhaus vorbereiten wollte, hat das Feuer zum Glück rechtzeitig erkannt.“ Der Ortsbrandmeister sprach ein großes Lob an den Ehrenamtlichen für sein schnelles Handeln aus. Wäre der Diensthabende nur zehn Minuten später eingetroffen – oder hätte die Ortsfeuerwehr gar keinen Dienst gehabt – wäre wahrscheinlich das Feuerwehrhaus abgebrannt, mutmaßt Alsdorf. „Wir hatten richtig Glück.“

„Als die ersten drei Kameraden eintrafen, war die Fahrzeughalle bereits bis unter die Decke verraucht“, so Alsdorf. Die erste Handlung sei gewesen, die restlichen Fahrzeuge aus der Halle zu fahren, „um weiteren Schaden zu verhindern“. Anschließend sei der brennende Mannschaftstransportwagen (MTW) per vorgespanntem Quad ins Freie gezogen worden. Dort habe die Feuerwehr das brennende Auto gelöscht.

Nur noch das Gestell des Lenkrads deutet auf den Fahrersitz des Fahrzeugs hin.
Nur noch das Gestell des Lenkrads deutet auf den Fahrersitz des Fahrzeugs hin. © Ripking

Auch die Ortsfeuerwehren Cornau, Aschen und Dickel sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) Barnstorf sind alarmiert worden. Zum Einsatz kamen sie allerdings nicht, weil die Einsatzkräfte aus Drebber den Brand schnell unter Kontrolle brachten. Personen kamen nicht zu Schaden. Polizei und Rettungswagen waren auch vor Ort.

Die Ursache des Brandes war am Donnerstag noch völlig unklar. „Die Ermittlungen werden jetzt aufgenommen“, sagte Klaus Vehlber. Der MTW sei an diesem Tag noch nicht bewegt worden. Brandermittler der Polizei sind am Freitag zum vorläufigen Ergebnis gekommen, dass das Feuer wegen eines technischen Defekts entfachte. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 100.000 Euro.

Die Hitze des Feuers hat die Fenster des Rolltores vom Feuerwehrhauskomplett verzogen.
Die Hitze des Feuers hat die Fenster des Rolltores vom Feuerwehrhauskomplett verzogen. © Ripking

Das Fahrzeug jedenfalls sei nicht mehr zu retten gewesen – das Feuerwehrhaus hingegen schon. Bis auf kleinere Spuren wie ein verzogenes Rolltor hat es nichts abbekommen. Das weitere Vorgehen? Alsdorf: „Ich habe so einen Fall noch nie gehabt. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht.“

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