Kommunalpolitik

Eine Portion Menschlichkeit: Zehn Mitglieder scheiden aus dem Barnstorfer Samtgemeinderat aus

Die ausscheidenden Mitglieder des Samtgemeinderates Barnstorf
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Auf ein letztes gemeinsames Foto: Ratsvorsitzender Friedrich Iven (l.) und der noch amtierende Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers (r.) entlassen die ausscheidenden Ratsmitglieder aus ihrem Ehrenamt.

Ein letztes Mal ist der Samtgemeinderat Barnstorf in seiner bestehenden Form zusammengekommen. Zehn Mitglieder scheiden aus und wurden jetzt verabschiedet.

Barnstorf – Eine große Portion Menschlichkeit erhielt am Dienstag Einzug in den Samtgemeinderat. Politische Inhalte rückten ausnahmsweise ins zweite Glied. Grund dafür war, dass das Gremium in dieser Zusammensetzung nie wieder zusammenkommen wird. Insgesamt zehn Ratsfrauen und -herren werden bei der kommenden Amtsperiode nicht mehr dabei sein. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers verabschiedete die scheidenden Ehrenamtlichen mit Präsenten und warmen Worten.

Theo Amelung war 40 Jahre im Samtgemeinderat Barnstorf

Mit insgesamt 40 Jahren war Theo Amelung mit Abstand das am längsten tätige Mitglied, das nun ausscheidet. „Wir müssen uns von einem politischen Urgestein verabschieden“, sagte Jürgen Lübbers voller Anerkennung. Der noch amtierende Bürgermeister von Drentwede wurde 1981 zum ersten Mal in den Samtgemeinderat gewählt. „Das war bereits sieben Jahre nach der Gründung der Samtgemeinde“, so Lübbers. Damals habe Amelung in Ausschüssen mitgearbeitet, die es heute gar nicht mehr gibt. Darüber hinaus habe sich der CDU-Mann immer für die Belange der Feuerwehren in der Samtgemeinde stark gemacht.

Halb so lang dabei waren jeweils Friedrich Bokelmann (CDU), Reinhard Börger (FDP) und Rolf Einhoff (SPD). Bokelmann hat sich im Laufe der Zeit einen Namen als Bürgermeister von Eydelstedt gemacht. Da verwundert es nicht, dass Lübbers ihm bescheinigte: „Er hat sich besonders für Eydelstedt eingesetzt.“ Dennoch habe er nie die anderen Mitgliedsgemeinden aus dem Blick verloren, ergänzte der Samtgemeindebürgermeister.

Reinhard Börger sei immer derjenige gewesen, der dafür gesorgt habe, „dass die Belange von Barnstorf an höherer Stelle gehört wurden“, so Lübbers. Er sei in dieser Hinsicht immer eine verlässliche Größe gewesen.

Rolf Einhoff habe in seiner Amtszeit letztlich dafür gesorgt, dass die Samtgemeinde einen Hausmeister auf 450-Euro-Basis einstellte. „Rolf ist immer mit offenen Augen durch die Samtgemeinde gegangen und gefahren. Dabei hatte er immer mal was am Rathaus zu bemängeln“, sagte Lübbers.

Trotz Verabschiedungen waren Beschlüsse zu fassen

Trotz der Verabschiedungen im Mittelpunkt hatte der Rat noch einige Beschlüsse zu fassen: Die Mitglieder stimmten für die 65. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) der Samtgemeinde im Bereich Moorweg, „damit ein dort ansässiger Landwirt die landwirtschaftliche Nutzung dort langfristig sicher kann“, erklärte Lübbers. Außerdem stimmte der Rat für die 68. Änderung des FNP in der Gemeinde Drebber. Dort wolle sich ein Busunternehmen erweitern. Und zu guter Letzt beschloss der Rat die Einstellung von Arne Maier als Samtgemeindeoberinspektor im Fachbereich „Bau und Liegenschaften“.

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