„Haushalt ist ein Highlight“

Eine Million Euro für Investitionen in Drebber / Wohngebiet in Cornau

In der Sporthalle der Grundschule nahm der Rat der Gemeinde Drebber unter Beachtung der Corona-Maßnahmen platz.
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In der Sporthalle der Grundschule nahm der Rat der Gemeinde Drebber unter Beachtung der Corona-Maßnahmen platz.

Drebber – „Dieser Haushalt ist wie aus dem Ei gepellt“, brachte Kämmerer Friedhelm Gieseke die anwesenden Ratsvertreter nach seinem Vortrag in der Sporthalle in Drebber zum applaudieren. Trotzt Investitionen von gut einer Million Euro bleibt die Gemeinde auch im Jahr 2021 voraussichtlich schuldenfrei.

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung in Drebber standen neben dem Haushaltsplan 2021 Satzungsbeschlüsse zu Änderungen der Bebauungspläne „Kurzer Weg“ in Drebber und „Auf dem Kampe“ in Cornau.

Vor der Abstimmung merkte Ratsmitglied Björn Drebbermüller (CDU) an, dass er die Vorstellung eines Planungsbüros vermisse. Außerdem äußerte er Bedenken aufgrund der geplanten Erweiterungsmaßnahmen des ansässigen Unternehmens: „Der Bebauungsplan hat handwerkliche Fehler und die Verwaltung hat versäumt die Zeit zu nutzen. Es werden sonst wieder Fragen aufkommen wie: warum darf in Drebber so hoch gebaut werden, wenn wir die Firsthöhe auf dem Gelände nicht festlegen.“

Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers erläuterte, dass es zahlreiche Gespräche zwischen dem Unternehmen und Anwohnern gegeben habe, bei denen die Politik mit einbezogen wurde. Lübbers räumte den Fehler ein, dass bei den Gesprächen auch Drebbermüller hätte informiert werden sollen.

Die anschließende Abstimmung fiel mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung klar für die Änderung des Bebauungsplans „Kurzer Weg“ aus.

„Auf dem Kampe“ in Cornau

Einheitlichkeit unter den Ratsmitgliedern bestand bei der Abstimmung zum geplanten Wohngebiet „Auf dem Kampe“ in Cornau. Die Grünfläche, die als Sportplatz ausgewiesen ist, werde nicht beansprucht, weshalb dort nun Baugrund entstehen soll.

Bebauungsplan Wohngebiet „Auf dem Kampe“ in Cornau.

Bei den Erläuterungen zum Haushaltsplan 2021 der Gemeinde Drebber wurden einige Auswirkungen der Corona-Pandemie angesprochen. So fällt die Gewerbesteuer voraussichtlich mit 570 000 Euro rund 70 000 Euro geringer aus, als im vergangenen Jahr. Ein plus von gut 80 000 Euro werde bei der Einkommenssteuer für dieses Jahr erwartet.

Die Kreisumlage fällt mit 901800 Euro rund 5000 Euro höher aus. Auch die Samtgemeindeumlage, die um zwei Prozent zum Vorjahr angehoben wurde, schlägt mit 1  071  675 Euro zu Buche. Für die Unterhaltung von gemeindestraßen sieht der Haushaltsplan Aufwendungen in Höhe von 230  000 Euro vor. Das Jahresergebnis weist insgesamt einen Überschuss von 60 100 Euro aus.

Aus Grundstücksverkäufen und Erschließungsbeiträgen erwartet Drebber 460 000 Euro an Einzahlungen für Investitionstätigkeiten. Ihnen gegenüber stehen knapp eine Million Euro für geplante Investitionen, die sich hauptsächlich auf das Wohngebiet „Auf dem Kampe“ beziehen.

Der Abschluss des Finanzhaushaltes ergibt einen Fehlbetrag beim Gesamtfinanzierungssaldo von 364  900 Euro. Dieser könne durch Zahlungsmittelbestände ausgeglichen werden, sodass der Finanzhaushalt der Gemeinde Drebber im Haushaltsjahr 2021 einen positiven Zahlungsmittelbestand von 423 833 aufweist. Die Aufnahme von Krediten ist nicht erforderlich.

Kämmerer Friedhelm Gieseke kommentierte: „Dieser Haushalt ist ein Highlight. Das opulente Investitionspaket kann mit eigenen Mitteln getragen werden.“

„Ich kann nur meinen Hut ziehen und macht weiter so“, sagte Dieter Lindenberg (SPD). Sein Ratskollege Stefan Flemer-Rensmeyer von der Wählergemeinschaft Drebber stimmte ihm zu.

Dank an Steuerzahler

Christdemokrat Björn Drebbermüller dankten den Steuerzahlern, die in die Zukunft investieren würden. Er merkte jedoch kritisch an, dass die Samtgemeindeumlage bereits seit einigen jahren um zwei Prozent ansteige: „Ich habe das Gefühl, dass uns als Gemeinde dadurch der Handlungsspielraum ein Stück weit genommen wird.“

Auch Gemeindebürgermeister Friedrich Iven bedankte sich bei den Bürgern für das Vertrauen, das sie in den Rat legen. „Wir müssen jedes Baugebiet nutzen, das wir bekommen können. Etwas besseres kann der Gemeinde Drebber nicht passieren“, so Iven. Der Haushaltsplan 2021 für Drebber wurde einstimmig angenommen.

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