Sommercamp der mobilen Jugendarbeit in Barnstorf zu Gast / Urlaubs-Feeling und praktische Lebenserfahrung

Eine kleine Zeltstadt an der Walsener Straße

Die Jugendlichen und Betreuer des Jugendzentrums Barnstorf richten für eine Woche auf dem Platz hinter der MTV-Sporthalle das 19. Sommercamp der mobilen Jugendarbeit aus und sind Gastgeber für 66 Jugendliche und 30 Betreuer. - Fotos: Scheland

Barnstorf - Von Gerhard Scheland. „Mit dem anhaltend guten Wetter steigt die Stimmung und Laune“, freuen sich Bianca Keller und Jörg Brand. Die Erzieherin und der Diakon in Diensten der Samtgemeinde Barnstorf und der Kirche tragen die Hauptlast der Verantwortung beim seit Sonntag laufenden Jugendcamp auf dem Areal des Landwirts Wilhelm Kleine hinter der Vereinssporthalle des MTV Barnstorf an der Walsener Straße. Das Jugendzentrum Barnstorf ist dort Gastgeber für 66 Jugendliche aus dem norddeutschen Raum und 30 erwachsene Betreuer.

Das Leiter-Duo des Jugendzentrums Barnstorf hat schon in den Vorwochen umfangreiche organisatorische Arbeiten erledigt. Ungezählte Telefonate und vorbereitende Gespräche liegen hinter Bianca Keller und Jörg Brand. Denn für die Ausrichtung des inzwischen 19. Jugendcamps brauchen die Verantwortlichen Unterstützung von allen vielen Seiten – von der Samtgemeinde ebenso wie von den Stadtwerken Huntetal, vom MTV, örtlichen Firmen und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern. „In erster Linie lebt das Camp aber von den Fähigkeiten der Teilnehmer, die Jahr für Jahr neue Ideen einbringen und umsetzen“, betonen die Verantwortlichen.

Die Aufgaben, die Keller und Brand noch bis kommenden Sonntag zu bewältigen haben, sind sehr vielfältig. „Das hat nicht erst mit dem Aufbau angefangen, sondern schon mit der Suche nach einem geeigneten Platz“, blickt das Duo zurück. „Und weil die Jugendlichen möglichst von morgens bis abends beschäftigt werden wollen, haben wir lange an einem altersgerechten Programm gefeilt“.

Auch mehrere Geschicklichkeitsspiele sorgen beim Sommercamp für Jugendliche für Kurzweil.

Die Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die ihren Wohnsitz für gut eine Woche in die kleine Zeltstadt an der Walsener Straße verlegt haben, kommen – wie schon kurz berichtet – aus den Landkreisen Diepholz und Harburg, aus der Samtgemeinde Mittelweser, aus dem Jugendzentrum „Conexxxx“ aus Hoya, aus der Hansestadt Uelzen und natürlich aus Barnstorf. Vorrangiges Ziel der Gastgeber ist, den Jugendlichen eine Woche lang Urlaubs-Feeling und Vollverpflegung für einen Minimalpreis zu bieten, „weil es sich beim jährlichen Camp um eine Projekt für Kids handelt, die nicht mal eben zu einem mehrwöchigen Urlaub auf eine Südseeinsel jetten können.“ Zudem wird den Teilnehmern während des Lagerlebens die Möglichkeit gegeben, praktische Lebenserfahrungen zu sammeln.

Morgens bereiten die gastgebenden Jugendlichen für alle Teilnehmer ein gemeinsames Frühstück vor, mittags sind die Gruppen selbst für die Verpflegung verantwortlich, und abends liefert ein Caterer aus Goldenstedt eine gesunde warme Mahlzeit, die von den Barnstorfer Jugendlichen ausgegeben wird. Für die täglichen Platzdienste und die Pflege der sanitären Anlagen in der Sporthalle sind dagegen die Gäste zuständig.

Das tägliche Programm ist so vielfältig und abwechslungsreich wie das gesamte Campleben: Kanufahrten mit Jörg Oelmann von der Kanustation Huntetal, Jumpstyle mit Jugendlichen und Betreuern aus Harburg, gemeinsamer Floßbau und anschließende Fahrten auf der Hunte, Formen von Gipsmasken, Backen von türkischen Pizzen und Schach mit Dorothea Lettmann, Stand-up-Paddeln, Airtrack und Trampolinspringen mit Kerstin Klauke, Boxen mit René Menzel, Wolfgang Reimann und Bianca Keller, Fußball, Schwimmen, und, und, und…

Beliebt sind auch die Workshops, in denen alkoholfreie Cocktails gemixt werden, und musikalisch veranlagte Jugendliche bereiten sich im Workshop „Songs und Stimme“ auf ihr Abschlusskonzert am kommenden Wochenende vor. Dann gibt es auch Rock, Pop und Punk von der JZ-Gruppe „Das Bänd“ – live und open air. Als Highlight der Woche kündigen die Verantwortlichen eine Ballonfahrt mit Klaus Sarinski von der Wintershall an. Dafür werden unter allen Camp-Teilnehmern fünf Freikarten verlost. Der Start erfolgt, wenn es die Witterung zulässt.

Überwiegend abends treten die Gruppen bei sportlichen Wettbewerben gegeneinander an und punkten für einen großen Wanderpokal, der zum Abschluss an die siegreiche Mannschaft übergeben wird.

Im Übrigen bedanken sich Bianca Keller und Jörg Brand schon jetzt bei allen, die zum Gelingen des 19. Jugendcamps beigetragen haben und noch beitragen werden – bei der Samtgemeinde, bei den Stadtwerken, beim Landwirt Wilhelm Kleine, bei der Wintershall, bei Edeka-Kruber und beim MTV. Weil das Lagerleben natürlich nicht ganz geräuschlos vonstatten geht, tagsüber ebenso wenig wie am Abend, bitten die Verantwortlichen die Nachbarn um Verständnis und laden sie ein, sich bei einem Besuch einen Einblick in die Camp-Aktivitäten zu verschaffen.

Am Sonntag brechen die Jugendlichen ihre Zelte in Barnstorf wieder ab. Und nachdem alle Spuren der Vortage beseitigt sind, macht sich der Bauwagen-Treck mit den Jugendlichen wieder auf den Weg in heimatliche Gefilde. Ganz sicher mit dem gegenseitigen Versprechen der Mädchen und Jungen, sich im nächsten Jahr beim 20. Sommercamp der mobilen Jugendarbeit in einer anderen Stadt wiederzusehen.

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