„Es ist wie eine Familie“

Beim Blutspenden packen auch Angehörige der Rotkreuzler an

+
Ortsvereinsvorsitzende Anne Dieke mit tatkräftiger Unterstützung aus der Familie: Ehemann Wilhelm betätigte sich als Grillmeister, Tochter Constanze zeichnete für die ärztliche Untersuchung der Blutspender verantwortlich.

Drentwede - Als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Drentwede war Anne Dieke am Donnerstag stark gefordert. Sie führte wieder Regie beim Blutspenden, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern, unter denen sich an diesem Tag auch ihre engsten Familienangehörigen befanden.

Ehemann Wilhelm betätigte sich als Grillmeister, Sohn Gunnar lieferte die Fleisch- und Wurstwaren und Tochter Constanze gab im Arztzimmer den Ton an.

„Es ist wie eine große Familie, die hier zusammen arbeit“, berichtete Anne Dieke und meinte damit nicht nur ihren eigenen Anhang. Immer wieder würden die Rotkreuz-Damen auch ihre Partner mobilisieren, die sich bei solchen Einsätzen ebenfalls ehrenamtlich engagieren. Das reicht vom Aufstellen der Werbetafeln im Ort bis hin zum Herrichten der Tische und Stühle in der Gemeinschaftshalle.

Der Tochter der Vorsitzenden kam am Donnerstag eine ganz entscheidende Rolle zu: Dr. Constanze Dieke war für die ärztliche Untersuchung der Blutspender zuständig. Diesen Job hat sie seit Anfang des Jahres schon in anderen Orten ausgeübt, nun folgte ihr erstes Heimspiel in Drentwede, wo die gebürtige Schmolterin selbst Mitglied im Ortsverein ist und natürlich viele Menschen kennt.

Ehrenamtlicher Dienst, der Spaß macht

„Es macht einfach Spaß, die Leute sind hier immer gut gelaunt“, berichtete Constanze Dieke, die hauptberuflich im St. Marienhospital Vechta ein- und ausgeht. Ihren Kittel als stellvertretende Chefärztin für Innere Medizin/Geriatrie hängt sie vorübergehend an den Haken, wenn sie für das Deutsche Rote Kreuz unterwegs ist. Den Dienst in Drentwede mache sie ehrenamtlich, das Honorar bekomme der Ortsverein, so die Medizinerin.

Wenn sich Tochter und Ehefrau engagieren, dann zieht auch der Familienvater gerne mit. Dass sich die Angehörigen einbringen, das sei selbstverständlich. Solche Unterstützung kenne er auch aus dem Tennisclub, erzählte Wilhelm Dieke, während er das Grillfleisch aus dem Hause der Schmolter Wild- und Wurstspezialitäten schwenkte, die sein Junior Gunnar vermarktet. Und weil dieser heiße Job zu zweit einfacher und auch geselliger ist, packte Nachbar Ralf Ruckgaber gleich mit an.

Die Leckereien vom Grill kamen bei den Blutspendern gut an. Sie waren eine schöne Abwechslung im Buffet, das nach dem Aderlass stets auf die Gäste wartet. Am Donnerstag stellten sich 94 Männer und Frauen, darunter vier Erstspender, in den Dienst der guten Sache. Anne Dieke zeigte sich am Abend zufrieden, sowohl mit der Beteiligung als auch mit dem Ablauf dieses familiär geprägten Dienstes.

sp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Sommerfest der SPD in Verden 

Sommerfest der SPD in Verden 

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Zeremonie für Friedens-Buddha in Bremen

Zeremonie für Friedens-Buddha in Bremen

Meistgelesene Artikel

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Ein Stück Kirchweyher Hofgeschichte verschwindet

Ein Stück Kirchweyher Hofgeschichte verschwindet

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Zwei Männer überfallen Tankstelle mit Messer

Zwei Männer überfallen Tankstelle mit Messer

Kommentare