Straßenfest bietet multikulturelles Programm mit vielen Köstlichkeiten und Musik

„Eine gelungene Integrations-Veranstaltung“

Neben vielen Bastel- und Gestaltungsmöglichkeiten gab es auf dem Straßenfest auch einen Stand mit Henna-Tattoos. Viele Kinder aber auch Erwachsene gingen am Ende des Tages mit einer der Verzierungen am Handgelenk nach Hause.

Barnstorf - Die Bahnhofstraße in Barnstorf ist mittlerweile bekannt für ihre multikulturellen, musikalischen und vor allem auch kulinarisch facettenreichen Feste. Am Samstag bewies sie dies von neuem. Zahlreiche Akteure beteiligten sich hier an dem Nachbarschaftsfest. Neben den Zirkuswagen und Zelten des Zirkus Barbarella waren auch viele bekannte Gesichter des Barnstorfer Welthauses vor Ort und versorgten die Besucher mit Getränken von Saft bis Bier und Köstlichkeiten aus allen Ecken der Welt.

Der „Arbeitskreis Willkommen in Barnstorf“ („Barnstorf hilft“) hatte, wie etwa auch die Slow-Food-Bewegung aus Diepholz, ebenfalls einen Stand auf der Bahnhofstraße.

Ein paar Meter weiter, vorbei an arabischen und afrikanischen Spezialitäten, fand das musikalische Rahmenprogramm auf dem Bahnhofsplatz statt. Dort gab es mit „Endless Notes“ oder „Phrasendräscher“ sowohl deutsche Musik als auch arabische Klänge von Issa Abdullah und russische Volkslieder vom russischen Chor aus Diepholz.

Letzterer beeindruckte vor allem auch mit seiner auffälligen Kostümierung die Besucher. Die bunten Kleider und die russischen Texte, welche im Vorfeld jeweils kurz auf Deutsch erklärt wurden, versetzten viele sofort in ganz fremde Regionen der Erde.

„Eine gelungene Integrations-Veranstaltung“, fand auch Reinhold Bömer vom Welthaus am Nachmittag. Aufgrund der vielen Freiwilligen und Engagierten sei es auch keine Last gewesen, die Veranstaltungsplanungen zu koordinieren, so Bömer. Durch eine zeitliche Abgrenzung von anderen Veranstaltungen in Barnstorf und wiederum sehr guten Kooperationen auf der anderen Seite habe man nun das zweite Mal in Folge ein großes Straßenfest wie dieses ermöglichen können. Eine dieser guten Kooperationen war auch die mit Stefan Vormschlag und Manuela Meerhoff vom „Refugium“ in der Bahnhofstraße. Sie veranstalten regelmäßig ihr Weinfest und haben dieses nun kurzerhand an das Straßenfest angekoppelt. „Wobei aus dem Weinfest mittlerweile eigentlich mehr ein Bierfest geworden ist“, wie Stefan Vormschlag augenzwinkernd zugibt. Daher stand er am Samstag auch im Bahnhofsgebäude hinter einem großen „Guinness“-Fass und nicht vor dem Wein-Regal.

Die Besucher genossen die multikulturelle Atmosphäre dabei sehr. „Es ist schon echt cool, dass hier sowas großes aufgezogen wird“, freut sich Eirick Klauke, der am Abend als „Phrasendräscher“ noch auf der Bühne stand.

Auch die Organisatoren zeigten sich am frühen Abend zufrieden. Evelyn Weiß, die zusammen mit Klaus Schmelz das Bühnenprogramm organisiert hatte, freute sich vor allem auch über das sensationelle Wetter und den großen Besucherandrang. „Ich bin begeistert, was hier nun über die vielen Beteiligten so entstanden ist. Und für deren Engagement bin ich auch sehr dankbar“, so Weiß. Neben den organisatorischen Gedanken dürfte sie an dem Abend auch ein wenig Lampenfieber gehabt haben. Immerhin war sie neben der Koordinierung des Tages auch noch verantwortlich für die musikalische Unterhaltung der Besucher. Ob als Gast-Musikerin bei „Endless Notes“ oder als Sängerin zu der Akustik-Gitarre von Eirick Klauke: souverän sang und organisierte sie sich durch den Abend.

Als schließlich noch Issa Abdullah am späten Abend zahlreiche arabische Gäste zum Tanzen brachte und die Musiker von Maries Wedding, die Weinfest-Gängern bekannt sein dürften, ihre schottischen Klänge über den Bahnhofsplatz schallen ließen, war auch die gute Stimmung bis zum Ende gegen 21 Uhr hindurch gesichert. - ls

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