Veranstalter schränken Öffnungszeiten ein

Eigentor auf der Fan-Meile

Nach dem ersten Ansturm am Sonntagabend hofft die Fördergemeinschaft beim zweiten Deutschland-Spiel am heutigen Donnerstag auf eine Steigerung der Besucherzahlen. - Foto: Speckmann

Barnstorf - Seit einer Woche regiert „König Fußball“ auf dem Barnstorfer Rathausplatz. Mit dem bisherigen Verlauf der Fan-Meile zeigt sich die Fördergemeinschaft insgesamt zufrieden. Gleichwohl werden jetzt Abstriche bei den Öffnungszeiten gemacht. Die Entscheidung, alle Spiele der Fußball-Europameisterschaft zu zeigen, hat sich als Eigentor herausgestellt. Bei Begegnungen ohne deutsche Beteiligung herrscht bisher Flaute.

„Unser Angebot, zur diesjährigen EM wieder einmal alle Vorrundenspiele zu übertragen, wurde vom Barnstorfer Publikum leider nicht ausreichend angenommen“, erklärt Vorstandsmitglied Rouven Barmbold gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Einzige Ausnahme sei die Partie Russland-England gewesen, als sich etwa 40 russische Gäste zum Publik-Viewing eingefunden hätten. Die Fördergemeinschaft und Wirtin Tanja von Döllen ziehen nun die Reißleine und schränken das Programm ein. „Wir haben uns aus wirtschaftlichen Gründen schweren Herzens entschieden, ab sofort auf das bewährte Konzept der letzten Fan-Meilen zurückzugreifen und nur die Spiele mit deutscher Beteiligung sowie ab Achtelfinale wieder alle Spiele zu übertragen“, kündigt Barmbold an. Die Änderung greift bereits am heutigen Donnerstag, so dass der Betrieb entgegen der Ankündigung in Werbeanzeigen erst um 19 Uhr beginnt. Anpfiff für das Spiel Deutschland-Polen ist um 21 Uhr.

Die Resonanz beim ersten Deutschland-Spiel am Sonntagabend, als sich etwa 250 Besucher auf der Fan-Meile tummelten, entspricht den Erwartungen der Fördergemeinschaft. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Besucherzahlen von Spiel zu Spiel deutlich steigern. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hätten gezeigt, dass sich viele Menschen erst nach und nach von der „Wir gucken und feiern gemeinsam“-Euphorie anstecken ließen. „Bereits zum nächsten Spiel mit deutscher Beteiligung erwarten wir erfahrungsgemäß bereits 20 bis 30 Prozent mehr Besucher“, sagt Barmbold.

„Grundsätzlich dürfen wir mit dem Start der Fan-Meile ganz zufrieden sein“, lautet die erste Zwischenbilanz der Veranstalter. Ein Kompliment geht an Tanja von Döllen. Sie habe bei der Dekoration erneut Fingerspitzengefühl bewiesen und beste Voraussetzungen für eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Auch der nach vorne offene Zeltaufbau und die zentrale Platzierung des Bierwagens seien ansprechend.

„Die zweite Außenleinwand durch einen Großbildfernseher zu ersetzen, hat sich ebenfalls als richtige Entscheidung erwiesen“, sagt Barmbold. Auch wenn das Bild im Vergleich zum Beamer etwas kleiner ausfalle, seien die Übertragungen bei Helligkeit, also bei allen Spielen vor 21 Uhr, deutlich besser zu verfolgen. Dies dürfte sich vor allem mit Blick auf den kommenden Dienstag auszahlen. Dann beginnt das letzte Gruppenspiel zwischen Deutschland und Nordirland bereits um 18 Uhr. - sp

Mehr zum Thema:

Chemiewaffeneinsatz in Syrien: Macron droht mit Vergeltung

Chemiewaffeneinsatz in Syrien: Macron droht mit Vergeltung

Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg

Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg

Amerikas Vermächtnis: John F. Kennedys 100. Geburtstag

Amerikas Vermächtnis: John F. Kennedys 100. Geburtstag

IAA 2017: Darauf dürfen sich Auto-Fans freuen

IAA 2017: Darauf dürfen sich Auto-Fans freuen

Meistgelesene Artikel

Siebte Auflage der Piazzetta in Bassum bei bestem Wetter

Siebte Auflage der Piazzetta in Bassum bei bestem Wetter

Arnold Fischer ist neuer Schützenkönig in Aschen

Arnold Fischer ist neuer Schützenkönig in Aschen

„Bonnétable ist mein Twistringen in Frankreich“

„Bonnétable ist mein Twistringen in Frankreich“

Motorradfahrer erliegt schweren Verletzungen nach Auffahrunfall

Motorradfahrer erliegt schweren Verletzungen nach Auffahrunfall

Kommentare