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DRK-Seniorenheim Barnstorf: Ein „Urgestein“ verabschiedet sich

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Von: Sven Reckmann

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Nach fast 45 Jahren wurde Anita Aßling (Mitte) im DRK-Seniorenheim Barnstorf in den Ruhestand verabschiedet, im Bild mit Heimleiterin Agnieszka Siedlecka (r.) und Stationsleiterin Ines Jachniak.
Nach fast 45 Jahren wurde Anita Aßling (Mitte) im DRK-Seniorenheim Barnstorf in den Ruhestand verabschiedet, im Bild mit Heimleiterin Agnieszka Siedlecka (r.) und Stationsleiterin Ines Jachniak. © Reckmann

Fast 45 Jahre hat Anita Aßling im DRK-Seniorenheim Barnstorf gearbeitet - beinahe ausschließlich auf Station zwei. Nun verabschiedete sich das „Urgestein“ von der Einrichtung und ihren Kolleginnen und Kollegen. Die neue Station zwei ist jetzt ihr Hof in Goldenstedt.

Barnstorf – Wenn eine Mitarbeiterin auf ein fast 45-jähriges Berufsleben zurückblicken kann, dann ist das schon beeindruckend. Anita Aßling, die jetzt im DRK-Seniorenheim in Barnstorf in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, setzt da noch „einen drauf“, denn sie hat in der gesamten Zeit einem Arbeitgeber die Treue gehalten. Und damit nicht genug: Die Pflegekraft hat in all den Jahren immer auf derselben Station gearbeitet, „Immer auf der Station zwei“, erzählt Aßling lachend. Einmal sollte sie an einer anderen Stelle im Haus eingesetzt werden, nach wenigen Tagen besann man sich wieder und Aßling kehrte zu „ihrer Zwei“ zurück.

Am 1. Juli 1977 hatte die heute 64-Jährige ihren ersten Arbeitstag im Seniorenheim. So war Anita Aßling die einzige unter den heutigen Mitarbeitern, die noch den Umzug der Einrichtung aus den Räumen in der Nähe des Bahnhofs 1977 zum jetzigen Standort an der Friedrich-Plate-Straße miterlebt hatte.

Die größte Herausforderung in ihrer langen Dienstzeit sei sicherlich die Corona-Zeit gewesen, berichtet Aßling. Die Lockdown-Zeit, in der Angehörige die Heimbewohner nicht mal mehr besuchen durften, die zehrten an den Nerven, nicht nur bei den Senioren und ihren Familien, sondern auch beim Pflegepersonal.

Im großen Kreis von Mitarbeitern verabschiedete Anita Aßling sich nun an ihrem letzten Dienst-Tag im Friedrich-Plate-Haus; Es gab viele Hände zu schütteln und gute Wünsche entgegenzunehmen. „Das ist doch ganz unglaublich“, staunte Heimleiterin Agnieszka Siedlecka mit Blick auf das Arbeitsleben ihrer ehemaligen Kollegin. „Wir werden sie sehr vermissen und hoffen, dass sie uns oft besuchen kommt.“

In ihrem Ruhestand will sich Anita Aßling zusammen mit ihrem Mann um ihren Hof in Goldenstedt kümmern, da gebe es immer etwas zu tun, berichtet sie lachend: „Mir wird schon nicht langweilig!“

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